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"Frauensteuer" gefordert
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 10:04
von Amber Marie Ford
Aber nicht, dass ihr jetzt glaubt, die im Titel genannte "Frauensteuer" wäre eine Zusatzsteuer oder ein Aufschlag für Frauen, etwa zum Ausgleich ihrer Verschonung vom Zwangsdienst, ihrem durchschnittlich früheren Eintritt in den Ruhestand, der von ihnen verursachten höheren Kosten im Gesundheits- und Pflegebereich, für sie bereitgestellte Services wie Frauennotrufe, Frauentaxen usw. - nein, im Gegenteil!
Die Fraktionschefin der Grünen im Sächsischen Landtag ist der Meinung, und zwei italienische Wirtschaftswissenschaftler und eine Unternehmerin pflichten ihr darin bei: Frauen sollen weniger Steuern zahlen, Männer dafür noch mehr... ->
Klick
Mir reicht's, ich wandere aus... :rolleyes: X(
Edit: Eigentlich sollte das ins normale Simoff- und nicht ins Spam-Forum. Bei Gelegenheit bitte verschieben, danke! 
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 10:21
von Lordi Berenger
Ich finde den Vorschlag gar nicht so übel...
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 10:35
von Shiri Gurion
Dieser Vorschlag ist eine Frechheit sondersgleichen. X(
Ich sehe nicht, wo Frauen in diesem Land benachteiligt werden. Wir haben Frauen in den höchsten Positionen in Politik und Verwaltung, und ich glaube auch im Wirtschaftssektor sind sie zwangsläufig auf dem Vormarsch, sieht man sich die Verteilung der Abi-Quoten mal an.
Ich verstehe auch nicht recht, was so toll sein soll, Männer zu diskriminieren, damit sich Frauen weniger diskriminiert fühlen...tztz. Diese ewige Gleichmacherei nervt.
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 10:43
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Original von Shiri Gurion
Dieser Vorschlag ist eine Frechheit sondersgleichen. X(
Ich sehe nicht, wo Frauen in diesem Land benachteiligt werden. Wir haben Frauen in den höchsten Positionen in Politik und Verwaltung, und ich glaube auch im Wirtschaftssektor sind sie zwangsläufig auf dem Vormarsch, sieht man sich die Verteilung der Abi-Quoten mal an.
Ich verstehe auch nicht recht, was so toll sein soll, Männer zu diskriminieren, damit sich Frauen weniger diskriminiert fühlen...tztz. Diese ewige Gleichmacherei nervt.
:klatsch:
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 13:44
von Lordi Berenger
einfach mal lesen
Diskriminierung von Frauen ist nach wie vor in starkem Masse in Dtl. vorhanden. Nach einer Untersuchung von Diekmann, Engelhardt und Hartmann betrugen 1993 die Einkommensunterschiede 71% (soviel mehr haben Männer im Durchschnitt verdient im Gegensatz zum Durchschnittseinkommen von Frauen).
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 13:55
von Maximilian von Rohan-Mason
"Die Alpha-Mädchen: Wie eine neue Generation von Frauen die Männer überrollt"; das ist der Aufmacher des heute erschienenen Spiegels. Dazu kann ich
diesen Artikel auch empfehlen, der die Problematik mal von der anderen Seite aus betrachtet.
Obwohl ich natürlich jetzt rein subjektiv spreche, scheint es mir doch so zu sein, dass Frauen in der Gesellschaft so gut stehen, wie selten zuvor. Solche Maßnahmen wären wohl eher dazu geeignet, den Prozess der Gleichberechtigung aus Vernunft zu untergraben, und mehr noch als ohnehin schon gewisse Vorbehalte zu verstärken.
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 14:48
von Oliver von Palm
Freiheitswidrig, Menschenrechtswidrig, Verfassungswidrig. Leute, die sowas fordern, gehören eigentlich nciht auf einen Abgeordnetensitz, sondern hinter Gitter!
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 15:00
von Oliver von Palm
Ich habe mir mal erlaubt, Frau Hermenau eine eMail zu schicken. Inhalt hier:
Sehr geehrte Frau Hermenau,
mich würde hinsichtliche der von Ihnen geforderten "Frauensteuer" und der dazu gehörigen Steuererhöhung für Männer, interessieren, ob Sie die Artikel 1 und 3 Grundgesetz wirklch gelesen haben. Ich als Mann würde mich durch eine höhere Steuer eindeutig zu UNRECHT diskriminiert fühlen. Zumal Männer sowieso im Gegensatz zu Frauen kürzer leben, später in Rente gehen und dazu noch einen Zwangsdienst leisten müssen.
mfg
****-****** ******
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 16:00
von Jonathan Metternich Hughes
Frauen werden durchaus noch benachteiligt. Nicht auf dem Papier, natürlich, da sind wir sehr weit. In Deutschland ist das Phänomen "glass ceiling"* aber noch deutlich stärker ausgeprägt als in vielen anderen Staaten (und das ändert sich auch nicht dadurch, dass eine Frau Bundeskanzlerin ist).
*) Glass ceiling/gläserne Decke bedeutet nichts anderes als die Tatsache, dass Frauen zwar theoretisch der Weg nach oben, also die Karriereleiter, offen steht, dass sie aber bei gleicher Leistung wie ein Mann tendenziell an den Punkt kommen, an dem es für sie nicht mehr weitergeht ("an die gläserne Decke stoßen").
Original von Oliver von Palm
Freiheitswidrig, Menschenrechtswidrig, Verfassungswidrig. Leute, die sowas fordern, gehören eigentlich nciht auf einen Abgeordnetensitz, sondern hinter Gitter!
Wie freiheitlich, diskussionsfreudig und demokratisch. Ganz herzergreifend.
Verfasst: Mo 11. Jun 2007, 16:05
von Oliver von Palm
John, keinen Sarkasmus bitte. Wer so eine offene staatliche Diskriminierung fordert wie diese Dame, hat seinen Anspruch auf Diskussion verloren.