Neuer Korruptionsskandal bei Gewerkschaft?
M a n u r i / P o r t V i c t o r i a / M i x o x a - Ermittler der Unionspolizei durchsuchten heute Morgen Geschäftsräume in Manuri, Port Victoria und Mixoxa von Helmut Wind (41), dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der kommunalen Landesdienste Union. Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass Vorwürfe zur Veruntreuung von Geldern der Gewerkschaft untersucht werden. Insbesondere das Prestigeprojekt "Regionale Jugendbildungsförderung" von Wind steht hier im Verdacht Gelder in Millionenenhöhe in private Kanäle fließen zu lassen. Inzwischen hat Gewerkschaftspressesprecherin Maria Johannson die laufenden Untersuchungen bestätigt. Herr Wind stand für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung.
Symbolbild der Gewerkschaft der kommunalen Landesdienste Union
Seit 7 Uhr früh haben drei verschiedene Ermittlerteams in einer gezielt koordinierten Aktion die Büro- und auch Privaträume von Gewerschaftsvorsitzenden Wind in drei unterschiedlichen Landeshauptstädten durchsucht. Allein in Mixoxa wurden mehrere Kisten an Aktenmaterial zur näheren Untersuchung beschlagnahmt. Auffallend war, dass mehrere Pressevertreter durch einen anonymen Tipp auf die Polizeiaktion am frühen Morgen hingewiesen waren und so die ganze Aktion von Anfang bis Ende zu dokumentieren.
"KronenOnline" berichtete schon vor einer Woche, dass die Behörden der Union verschärft gegen Korruption vorgehen wollte. Ob diese Aktion hiermit um Zusammenhang steht, bleibt aber weiter unklar. Für den Moment wurden zehn Mitarbeiter von Wind in Handschellen abgeführt. Vermutlich stehen sie im Zusammenhang mit den vorgebrachten Vorwürfen gegen die Gewerkschaft. Demnach stehen aktuell elf Personen im Verdacht Gelder veruntreut zu haben.
Pressesprecherin Johannson bestätigte am frühen Mittag die laufenden Untersuchungen an. Ebenso erklärte sie, dass man mit allen verfügbaren Kräften den Ermittlern helfen wollte, um den Korruptionsvorwurf so schnell wie möglich aufzuklären. Außerdem stellte sie klar, das Wind bereits seinen Rückritt von allen Ämtern erklärt hat. Seine Nachfolge bleibt aber für den Moment unklar. Mögliche Kandidaten werden sicherlich in den nächsten Tagen präsentiert.
Für die Gewerkschaft stehen in den nächsten Monaten schwere Zeiten an. Zum Einen muss man nun sich mit den Folgen des Korruptionsskandals auseinandersetzen und Aufklärungsarbeit leisten. Viel Vertrauen in die Gewerkschaft wird erschüttert sein, was die Arbeit für viele Mitglieder der Gewerkschaft nicht leichter machen wird. Zum Anderen könnte dies auch die Position der Gewerkschaft schwächen in den anstehenden Verhandlungen der Tarifverhandlungen. Vor allem die Forderung Nachwuchslräfte zu fördern, könnte in den nächsten Monaten vor große Probleme gestellt werden, da gerade das Nachwuchsförderprogramm im Verdacht steht Zweck entfremdet zu sein.
von Heinrich Schulz