Verfasst: Fr 13. Nov 2009, 09:09
Mit Auschwitz nicht vergleichbar. Und zwar weil in Auschwitz keine politischen Gefangenen, sondern zur Ermordung vorgesehene Juden einsaßen
Das, was von Ratelon über ist und als Imperia-Freistein bekannt ist.
https://ratelon.nationen.org/boards/
Falsch. Anfangs saßen hauptsächlich polnische politische Gefangene ein. Von Oppositionellen hin zu Intelektuellen.Original von Kathryn Janeway
Mit Auschwitz nicht vergleichbar. Und zwar weil in Auschwitz keine politischen Gefangenen, sondern zur Ermordung vorgesehene Juden einsaßen
Vergleichen kann man alles. Man kann nur zu sehr verschiedenen Schlussfolgerungen kommen, von denen man manche wiederum als sachlich bzw. logisch falsch beurteilen kann.Original von Frederick Morton
Und allgemein zu einem NS-DDR-Vergleich:
Schlicht und ergreifend falsch und unangebracht.
Jeder hat so sein(e) Steckenpferd(e). Allerdings wurden hier glaube ich eher Einschätzungen kultureller, rechtlicher und philosophischer Art gemacht und keine "Großdeutschland muss dringend ein gemeinsamer Staat werden". Diese Chance wurde ja u.a. 1848 verpasst.Zu deutschnationalen Phantasien und Grenzverschiebungen äußere ich mich mal nicht. Faszinierend aber was Menschen so an Meinungen vertreten können. :rolleyes:
Hm...im Falle des HRRDN kann man wohl am ehesten von einer Oligarchie der Kurfürsten sprechen. Und fürs Mittelalter müsste man sich fragen, inwieweit man denn Böhmen, Burgund und Oberitalien da "kulturnational" einzubinden wären und würde zu dem Schluss kommen, dass solche Gedanken den mittelalterlichen Menschen (also zumindest den Eliten) völlig fremd waren. Die universitas Christianorum orientierte sich nicht an Sprachgrenzen.Das Heilige Römische Reich war ein loser Bund einzelner Selbstverwaltungen, also eher ein anarchistisch angehauchter Kulturbund.
Ja, und nein. Zwar herrschten die Fürsten und Fürstchen in ihrem jeweiligen Gebiet. Gleichzeitig war ihr Machtanspruch und ihre Machtdurchsetzungsmittel an die Kooperation der Lehensherren, der freien Rittersleut etc. gebunden. Wenn die Herrschaftsweise den kleineren Einheiten nicht so gefiel, gab es für diese die (nicht nur theoretische) Möglichkeit des Widerstands bishin zur Fehde.Original von Freiherr von Stern
Hm...im Falle des HRRDN kann man wohl am ehesten von einer Oligarchie der Kurfürsten sprechen.
Ja, deswegen passte das HRR auch gut zum Mittelalter. Böhmen, Burgund und Oberitalien wären kulturell durchaus einzubinden - wobei hier ein immer noch vorhandensein von gemeinsamer katholischer Tradition und dadurch ähnlicher Lebensart/Kultur vorausgesetzt werden müsste. Die Frage der Sprache bezieht sich dann auf eine allgemein verstandene Verkehrssprache. Selbst die deutschen Dialekte und Sprachvariationen waren im Mittelalter ja noch unreguliert und teilweise sehr unterschiedlich.Und fürs Mittelalter müsste man sich fragen, inwieweit man denn Böhmen, Burgund und Oberitalien da "kulturnational" einzubinden wären
Nationalismus und moderne Staatsform waren dem mittelalterlichen Menschen in der Tat fremd. Den nicht im heutigen Sinne verstandenen Begriff Nation und Nationalismus (seit Ende 18. Jahrhundert) gab es so nicht. Kulturnation war das HRR aber als "Reichsgedanke" schon.und würde zu dem Schluss kommen, dass solche Gedanken den mittelalterlichen Menschen (also zumindest den Eliten) völlig fremd waren.
Schon zur Zeit Barbarossas ist belegt, dass von den oberitalischen Städten die Römisch-Deutschen Kaiser als fremdländische Besatzer wahrgenommen wurden. Supranationale Staatsgebilde waren stets nur gewaltsam durchgedrückte Projekte der Herrschaftseliten, das war im Römischen Reich so, das war im Heiligen Römischen Reich so, das war in der UdSSR so und das ist in der verfluchten EU so.Original von Freiherr von Stern
Hm...im Falle des HRRDN kann man wohl am ehesten von einer Oligarchie der Kurfürsten sprechen. Und fürs Mittelalter müsste man sich fragen, inwieweit man denn Böhmen, Burgund und Oberitalien da "kulturnational" einzubinden wären und würde zu dem Schluss kommen, dass solche Gedanken den mittelalterlichen Menschen (also zumindest den Eliten) völlig fremd waren.
Der Erfolg gäbe den jeweils Verantwortlichen recht. Dabei haben solche Imperien oft einen idealistischen (keine Wertung, ob die Ideale nun gut oder schlecht sind) bzw. wertebezogenen Anfang. Danach folgt bei Erfolg eine Blütezeit und irgendwann hat die Wurst zwei davon.Original von Richard Stresemann
Supranationale Staatsgebilde waren stets nur gewaltsam durchgedrückte Projekte der Herrschaftseliten
Welcher Erfolg? Wo immer man sowas geschaffen hat, ist es am Ende gewaltsam auseinander geflogen. Man schaue nur nach Belgien!Original von Johan Kalliklesson
Der Erfolg gäbe den jeweils Verantwortlichen recht.
Eine gewisse Zeit lang war z.B. das Römische Imperium ja recht erfolgreich. Allerdings war man eben erfolgreich im Erobern. Aber um so mehr und weiter weg man Gebiete eroberte, umso schwieriger und unwahrscheinlicher wurde es, dass man diese auch längerfristig halten bzw. in ein funktionierendes Reich integrieren konnte.Original von Richard Stresemann
Welcher Erfolg? Wo immer man sowas geschaffen hat, ist es am Ende gewaltsam auseinander geflogen.
Man könnte ja sogar sagen, dass eine EU mit sehr föderalem Charakter - Europa der Regionen - Flandern und Wallonien großteils verwaltungs- und politikmßig trennen könnte, ohne eine offizielle Sezession zu vollziehen. Derzeit entwickelt sich die EU aber in eine andere Richtung.Man schaue nur nach Belgien!