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Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:46
von Palin Waylan-Majere
Original von Lord of Macshire

Was soll der Quatsch ? Homosexualität ist ja wohl eindeutig widernatürlich. Sowas muß man nicht gutheißen oder begründen.
Gestern abend hab ich "Schwuppe" ja noch überlesen, weil ich es als Wahlabendgezeter interpretiert habe - diese Aussage hier offenbart aber ganz dunkle Abgründe.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:49
von Stigman
Die "Sieger" dieser Wahl haben nicht "gesiegt" weil sie so toll sind. Sie haben "gesiegt" weil die Gegner so schlecht sind. Ist für das Ergebniss letztendlich egal, aber dennoch ein großer Unterschied. Dieser Umstand wird aber bestimmt ignoriert und einfach mal drauflos regiert. Die stärkste Gruppe in Deutschland, die Nichtwähler, sollte man nicht unterschätzen. Vier Jahre gehen vorbei.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:50
von Kathryn Janeway
Original von Rafael van der Linden

1. In arabischen Staaten ist die Schwulenrate nach allen Erkenntnissen gleich hoch wie in allen anderen Ländern.
Viele unterdrückte Homosexuelle in arabischen und sonstigen Ländern würden sich also vermutlich freuen, dass ein Minister zeigt, dass Schwulsein auch gelebt werden darf.
2. Die arabischen Staaten müssen sich damit abfinden und werden das auch. Denen geht es bei Verhandlungen dann doch eher um Geld und Macht und weniger um die privaten Vorlieben des Verhandlungspartners.
Das ist Unsinn. Der Anteil der Schwulen an der arabischen Bevölkerung ist da nämlich völlig irrelevant. In erster Linie geht es um die Einstellung der dortigen Regierungen. Wir werden bald erkennen, dass ein schwuler Außenminister nicht so vorteilhaft ist.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:53
von Stigman
Original von Rafael van der Linden

Die Frage der Homosexualität ist eine moralische und vielleicht noch eine medizinische. Aber widernatürlich kann es nicht sein, da es in der Natur vorkommt und dies nicht nur beim sexuell kreativen Menschen.
Eine moralische Frage? Ok, vielleicht für den Papst oder Osama Bin Laden.
Eine medizinischeFrage? Da fällt mir spontan nur Dr.Mengele ein.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:55
von Rafael van der Linden
Original von Stigman
Die stärkste Gruppe in Deutschland, die Nichtwähler, sollte man nicht unterschätzen. Vier Jahre gehen vorbei.
Die Regierung hat einen gewissen Erfolgsdruck: Wenn Sie Erfolg hat, die Wirtschaft wieder auf Erfolgskurs bringt und damit den sozialen Staat erhalten kann und nebenher auch noch ein wenig Schulden abbauen, könnte sie wiedergewählt werden.
Wenn das nicht oder nicht schnell genug sichtbare Erfolge zeigt, hat rot-rot-grün 2013 gute Chancen.
Wie Giovanni di Lorenzo von der Zeit gesagt hat: Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wird sich zeigen, ob es für rot-rot-grün reicht. Dann könnte dies der Auftakt für allgemeine rot-rot-grüne Bündnisse werden. Auch im Bundesrat könnte Lafontaine dann wieder Blockade-Politik betreiben. Man darf gespannt sein.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:57
von pjotr
Original von Kathryn Janeway

Das ist Unsinn. Der Anteil der Schwulen an der arabischen Bevölkerung ist da nämlich völlig irrelevant. In erster Linie geht es um die Einstellung der dortigen Regierungen. Wir werden bald erkennen, dass ein schwuler Außenminister nicht so vorteilhaft ist.
Ich glaube wohl kaum dass er auf dem Saudi-Arabien-Besuch gesteinigt wird... :rolleyes:

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:58
von Kathryn Janeway
Original von pjotr

Ich glaube wohl kaum dass er auf dem Saudi-Arabien-Besuch gesteinigt wird... :rolleyes:
Natürlich nicht. Aber es gibt eine entsprechende Atmospähre in Gesprächen.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:59
von Sven Wenzel
Original von Rafael van der Linden
Wie Giovanni di Lorenzo von der Zeit gesagt hat: Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wird sich zeigen, ob es für rot-rot-grün reicht. Dann könnte dies der Auftakt für allgemeine rot-rot-grüne Bündnisse werden. Auch im Bundesrat könnte Lafontaine dann wieder Blockade-Politik betreiben. Man darf gespannt sein.
Di Lorenzo meinte aber auch, dass er sich nicht sicher sein, ob das jetzt schon der Tiefpunkt für die SPD sei oder ob es noch weiter nach unten gehen würde. Und nach dem gestrigen Abend teile ich das und halte da auch alles für möglich.
Es wird darauf ankommen wie schnell man Personaldiskussionen, zu denen es nun unweigerlich kommen wird, beenden kann. Vor allem darf man auf den Parteitag im November gespannt sein. Da kann ebenso alles passieren. Ob Steinmeier und Müntefering ihre Kandidaturen für Franktions- bzw. Parteivorsitz durchdrücken können wage ich doch mal stark zu bezweifeln.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 12:04
von Rafael van der Linden
Original von Stigman
Eine moralische Frage? Ok, vielleicht für den Papst oder Osama Bin Laden.
Nein, man kann festhalten: Viele Menchen halten Homosexualität für etwas Abartiges und moralisch verwerflich. Sie unterstellen eine bewusste Entscheidung des Homosexuellen für seine sexuelle Orientierung und werten diese als "unmoralisch" oder nicht wünschenswert.
Man kann darüber debattieren, ob offen gelebte Homosexualität in einer Gesellschaft wünschenswert ist oder nicht. - als moralische bzw. sittliche Frage. Viele intelligentere "Homosexuellen-Kritiker" gestehen ja inzwischen auch ein, dass es wohl immer Homosexuelle geben wird. Sie sagen nur, dass "zur Schau gestellte" Homosexualität der Moral der Gesellschaft schade.
Ich teile diese Einschätzung nicht, aber viele haben diese und man darf bzw. muss sogar darüber diskutieren.
Eine medizinischeFrage? Da fällt mir spontan nur Dr.Mengele ein.
Nein, ich meinte eher: Es ist noch nicht so lange her, da wurde Homosexualität als Krankheit eingestuft. Das ist heute nicht mehr so, meiner Meinung nach zu recht. Aber trotzdem wird geforscht, ob Homosexualität veranlagt ist oder ein Defekt im Gehirn oder anerzogen oder durch Traumata verursacht wird etc.
Der derzeitige Stand der Wissenschaft, deutet auf Veranlagung hin, glaube ich. Aber Erkenntnisse aus der Biologie, Neurologie, Psychologie sind doch interessant und Forschung sollte möglichst frei sein, um auch wirklich neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei ist meiner Meinung nach aber wichtig: Egal, ob Homosexualität nun veranlagung oder eine alternative Schaltung im Gehirn ist: Homosexuelle sind Menschen wie die Heteros und haben die gleichen Rechte.

Verfasst: Mo 28. Sep 2009, 12:06
von Rafael van der Linden
Original von Sven Wenzel
Di Lorenzo meinte aber auch, dass er sich nicht sicher sein, ob das jetzt schon der Tiefpunkt für die SPD sei oder ob es noch weiter nach unten gehen würde. Und nach dem gestrigen Abend teile ich das und halte da auch alles für möglich.
Ich glaube, dass vorläufig die SPD am Tiefpunkt war und sich in der Opposition mindestens konsolidiert. Es kommt dann auch auf die Union an, ob diese von Mitte-links jetzt wieder in die Mitte bzw. nach Mitte-rechts (Zweiteres glaube ich nicht) rückt.
Dann hätte die SPD wieder Mitte-Links Platz und könnte als größte Partei einer rot-rot-grünen Opposition Akzente setzen bzw. die Führungsrolle in einigen Politikfeldern übernehmen.