Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Leber in den Dom ein.
Liebe Gemeinde,
Wir lesen in der Heiligen Schrift bei Markus:
"In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, daß es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft ich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen,"
Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.
Liebe Gemeinde,
die Heilung der Blinden ist ein Ereignis, das von allen Evangelisten erzählt wird. Bartimäus hört, dass jemand vorbeikommt. Als er hört, es Jesus von Nazareth, fängt er an zu schreien, und lässt sich von niemandem davon abbringen, Dieses Rufen ist Ausdruck seines tiefen Glaubens. Markus berichtet, wie der Blinde ruft: "Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!". Diese Bitte ist ausreichend für sein Heilshandeln. Und der Blinde handelt, als ob er sehen könnte, denn "Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.", was für Blinde eine eher ungewöhnliche Aktivität ist: der sonst Geführte findet selbst zu Jesus. Und Jesus fragt den Blinden: "Was soll ich dir tun?" Diese Frage richtet sich nicht nur an den Blinden in der Erzählung, er richtet sich an uns alle in unserer Heilsbedürftigkeit. Heilshoffnung und Glaubenszuversicht werden angesprochen. Und Jesu hat Vollmacht, diese Heilshoffnung und die Glaubenszuversicht zu erfüllen: "Geh! Dein Glaube hat dir geholfen."
Der Geheilte selbst aber wird zum Jünger und folgt Jesus in die Passion. Das Wunder und die Wundererzählung sind nicht Selbstzweck, sondern Weg zur Nachfolge, Aufruf an uns alle, in Jesus den Meister zu erkennen und anzuerkennen: Erst der in Christus heile und gerettet Mensch ist auch zur Nachfolge bereit und fähig.
Amen.
Es singt der Kinderkirchenchor.
Liebe Gemeinde, wir sprechen nun das Glaubensbekenntnis:
Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
Es singt der Kirchenchor.
Liebe Gemeinde, lasst uns beten:
Herr, Jesus Christus,
du siehst nicht auf das Äußere,
du schaust auf unser Herz.
Herr, erbarme dich!
Dir bleibt nichts verborgen.
Du schaust auf den Grund.
Christus, erbarme dich!
Du öffnest unsere Augen für das,
was man nur mit dem Herzen sehen kann.
Herr, erbarme dich!
Es singt der Kirchenchor.
Lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.
Der Erzbischof hebt seine Arme:
Liebe Gemeinde, empfangt nun den Segen des Herrn:
Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.
Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:
Amen.
Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.
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[i][i]Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Leber aus dem Dom aus.[/i][/i][/i]