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Verfasst: Sa 13. Dez 2008, 10:38
von Montgomery Scott
Original von Fabian Montary
Nun, Ihr System steckt zurzeit noch in den Kinderschuhen, es wird sich erst langfristig zeigen, was es bringt.
Dass eine staatliche Lösung oft eigene Probleme mit sich bringt (für deren Lösung ja dann die Politik verantwortlich ist), will ich auch gar nicht bestreiten. Der Punkt ist, dass eine Verwirklichung einer solchen Versorgung eben privatwirtschaftlich illusorisch ist, weil sie völlig unrentabel ist. Die Alternative wäre, dass der Staat Regelungen schafft, in deren Verwirklichung er die Privatwirtschaft einbindet, was ich aber ablehne (und was auch nicht im Sinne einer liberalen Wirtschaftspolitik sein dürfte), da in einem solchen Fall letztlich die Gemeinschaft die Defizite von Privatunternehmen ausgleicht.

Verfasst: So 14. Dez 2008, 19:52
von Fabian Montary
Versicherungen lohnen sich, ansonsten wäre die Branche gar nicht so weit gestreut. Einzig unversicherbar ist die Arbeitslosigkeit, da kein Risiko besteht, sondern Ungewissheit und mit dieser kann man nicht kalkulieren.

Verfasst: So 14. Dez 2008, 19:53
von Gustav von Struve
Und ein Wahlerfolg ist auch nicht versicherbar ;)

Verfasst: So 14. Dez 2008, 19:57
von Montgomery Scott
Original von Fabian Montary
Versicherungen lohnen sich, ansonsten wäre die Branche gar nicht so weit gestreut.
Dieser Schluss ist so nicht korrekt. Bestimmte Versicherungen lohnen sich. Und wie gesagt widerlegen die Fakten Sie da. Im Moment verbietet doch niemand das Angebot von Versicherungsleistungen. Trotzdem ist lange nicht für die gebotene soziale Sicherheit gesorgt, sonst müssten wir sie ja nicht fordern.

Im Übrigen gibt es eben viele Fälle, in denen es von vorn herein unrentabel ist, jemanden zu versichern. Nur eine gesellschaftlich organisierte Versicherung organisiert sich so, dass solche Fälle von der Allgemeinheit mitfinanziert werden.

Verfasst: So 14. Dez 2008, 20:12
von Fabian Montary
Simoff: Also wirklich, nur weil jetzt hier keiner großartig die Versicherungsbranche aussimuliert...

Verfasst: So 14. Dez 2008, 20:15
von Montgomery Scott
Simoff: Sorry, wir sind halt schon immer davon ausgegangen, dass es keine vernünftige soziale Sicherung gibt, weil noch keine entsprechende Gesetzgebung existiert. Ich denke, das ist nicht unrealistisch, siehe USA. Versicherungen sind eben nur zu einem gewissen, zum Teil außerhalb des Bereichs des Sozialen stehenden Teil rentabel.

Verfasst: So 14. Dez 2008, 20:20
von Fabian Montary
Simoff: Wer ist schon immer davon ausgegangen?

Verfasst: So 14. Dez 2008, 20:22
von pjotr
Original von Fabian Montary
Simoff: Also wirklich, nur weil jetzt hier keiner großartig die Versicherungsbranche aussimuliert...
In Planung, in Planung.

Verfasst: So 14. Dez 2008, 21:40
von Montgomery Scott
Original von Fabian Montary
Simoff: Wer ist schon immer davon ausgegangen?
Die PEP zumindest. Darum hat sich unsere ganze Landespolitik gedreht. Natürlich stößt man da zugegebenermaßen auch an die Grenzen des objektiv Simulierbaren. Aber ich denke, meine Argumente machen meine Interpretation recht plausibel.

Verfasst: So 14. Dez 2008, 21:47
von Fabian Montary
Dann kann man auch die Landesversicherung nicht mit einbeziehen, denn wer bezieht denn "real" schon Leistung von ihr?