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Verfasst: Sa 12. Mai 2007, 17:23
von Amber Marie Ford
Die Jugendweihe entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Ausfluss der seit dem Untergang des Hl. Römischen Reiches realisiserten Trennung von Staat und Religion. V. a. im in Deutschland dominanten protestantischen Preußen, wo bis dato die Konfirmation gefeiert wurde, entwickelte sich in nichtreligiösen Kreisen das Bedürfnis nach einer weltlichen Ersatzzeremonie, welche den Übertritt der Kinder in die Erwachsenenwelt markieren sollte. Die Jugendweihe wurde zu einem feierlichen Ritus, mit welchem eine kulturell beeinflusste, ethisch-moralische Unterweisung der Heranwachsenden beschlossen wurde. Ihre Hochzeit in Deutschland erlebte die Jugendweihe nicht etwa während der deutschen Teilung in der DDR, sondern bereits in den 1920-er Jahren. Im Prinzip lässt sich die Jugendweihe mit der Aufnahme eines Jugendlichen/sehr jungen erwachsenen in eine weltanschaulich beliebig ausgerichtete Gesellschaft begründen. In der DDR diente sie vor allem als emotionaler Ersatz im Familienleben für die verpönte, weil christliche, Konfirmation.
Verfasst: Sa 12. Mai 2007, 19:14
von Konrad Grimm
Ersatzreligion. Aber das führt vom Thema weg.
Verfasst: So 13. Mai 2007, 00:41
von Fiete Schulze
Was lernen wir aus diesen Tread? Die Wessis erklären den dummen Ossis die Welt.
Wie haben wir über die DDR zu denken. Wie haben wir über die BRD zu denken. Wie haben wir über die Demokartie zu denken. Was ist richtig und was falsch. Nerv Nerv Nerv...
Verfasst: So 13. Mai 2007, 00:52
von Amber Marie Ford
Blödsinn! Diesen Dummfick von "Wessis" gegen "Ossis" erzählt uns v. a. die sich aktuell "Linkspartei" schimpfende SED, um ihre Wählerklientel in einzelnen Bundesländern zu halten und durch Mandatsgewinne den Lebensstandard ihrer Funktionäre zu sichern. Die Wahrheit ist: es gibt ebenso Spinner, Traumtänzer, Naive und Utopisten in den "alten Bundesländern", die die SED(-Nachfolgepartei) wählen weil sie glauben, dann müsste niemand mehr arbeiten und allen ginge es materiell wie immateriell besser als aktuell, wie es Realisten, Pragmatiker und aufgeklärte Menschen in den "neuen Bundesländern" gibt, die alles Rote meiden wie der Teufel das Weihwasser, weil sie niemals wieder ein solches ethisches, wirtschaftliches und ökologisches Desaster erleben wollen, wie es die Sozilaisten in der Ex-DDR angerichtet haben. Die "Ost gegen West"-Karte sticht jeden Tag weniger, und bald wird sie es gar nicht mehr, weil die Deutschen sich wieder als ein Volk begreifen werden, dass sich die Segnungen von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft erstritten und behauptet hat, und die letzten Relikte der SED werden auf dem Müll landen, auf den sie gehören!
Edit: Rechtschreibung
Verfasst: So 13. Mai 2007, 01:08
von Konrad Grimm
Original von Fiete Schulze
Was lernen wir aus diesen Tread?
Nichts.
Die Wessis erklären den dummen Ossis die Welt.
Und der Ossi jammert rum. Schöne, stereotype Welt.
Verfasst: So 13. Mai 2007, 01:13
von Konrad Grimm
Original von Amber Marie Ford
...weil die Deutschen sich wieder als ein Volk begreifen werden, dass sich die Segnungen von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft erstritten
Germania, Libertas... schon wieder lauter Götter. Die Menschheit strauchelt von einer Ideologie zur nächsten, und klüger wird sie nicht.
Verfasst: So 13. Mai 2007, 01:19
von Amber Marie Ford
Meinen Abschwur vom Anarchokapitalismus (auch wenn er mir ideologiosch so sympathisch bleibt wie manchem Sozialdemokraten die Fiktion vom "demokratische Sozialismus"

) habe ich ja nahezu förmlich in diesem Board verkündet, und ja, ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass ein Bündnis mit neokonservativen und neoliberalen Streitern wider Sozialismus und Islamismus, für eine massendemokratische und minimal staatlich regulierte marktiwirtschaftliche Gesellschaft sinnvoller ist, als die Oppositon gegen beide Pole und die Propagandierung eines dritten, alternativen Weges, eben des Anarchokapitalismus...
Edit 1: Interpunktion
Edit 2: Editvermerk 
Verfasst: So 13. Mai 2007, 01:44
von Konrad Grimm
AnKaps sind auch nur Ideologen. Für AnKaps ist entweder das Eigentum sakrosankt oder das Gesamtnutzen.
Verfasst: So 13. Mai 2007, 08:30
von Oliver von Palm
Irgendwelchen Ideologien laufen wir doch alle hinterher. Wir sollten doch einfach Kants Selbstzweckformel beherzigen, und seinen kategorischen Imperativ.
Verfasst: So 13. Mai 2007, 13:18
von Konrad Grimm
Kantianer sind auch Ideologen.