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Verfasst: Di 30. Sep 2008, 18:24
von Damian Fuller
Original von Tennessee Rockefeller
Eine rigoros auf die Bewahrung des inneren und äußeren Friedens beschränkte Führung hätte keine moralische Handhabe, Menschen irgendetwas vorzuschreiben, außer sich an die eine Regel zu halten: lass verdammt noch mal deinen Nachbarn in Ruhe!
Nur, warum sollte eine Regierung, Obrigkeit etc. das tun? Vor allem wenn eine Mehrheit das gar nicht von ihr wünscht.
Verfasst: Do 2. Okt 2008, 13:26
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Aristokratie im Sinne der Herrschaft der Besten. Dann ist halt die Frage, wer die Besten sind, also was den Aristokraten ausmacht.
Um es etwas verständlicher zu machen, was ich glaube, welche Menschen wir brauchen - die Figur des Maximus aus "Gladiator" kommt dem recht nahe, während der Kaiser ganz gut für unsere momentane Führung steht - dekadent, selbstherrlich und unfähig. Maximus ist kein Ideologe. Die Vorstellung, auf Wunsch Marc Aurels die Staatsführung zu übernehmen, widerstrebt ihm, aber er versteht, dass es in seiner Verantwortung liegt. Er ist auch kein Heiliger, kein Altruist, denn trotzdem zählt für ihn immer das mehr, was ihm am wichtigsten ist, seine Frau und sein Sohn. Er schont sich selbst nicht, bleibt allen Widrigkeiten zu trotz stark - er wankt zwar unter der Wucht des Schicksals, aber er erhebt sich wieder - und tut, was notwendig ist (einzig eines stört: Er ist nicht unerheblich von seinem Rachefeldzug besessen; Besessenheit ist nie gut).