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Verfasst: Di 9. Sep 2008, 14:28
von Michael Schneider
Eine Partei, die deutsche Beteiligung an kriegen gleich welcher Art befürwortet ist für mich nicht wählbar.
Ziemlich feige Art sich vor der Verantwortung zu drücken. Wir sind nämlich reich genug um uns auch Sorgen um andere zu machen und uns nicht abzukapseln. Wer Kriege in so grundsätzlicher Weise ablehnt überläßt das Feld denjenigen, die ausschließlich durch Gewalt zur Herrschaft gelangen, um andere Menschen bestialisch zu unterdrücken.

Es ist unbenommen an us-amerikanischen Methoden zu zweifeln, aber an den Methoden der EU-Länder kann ich in der Grundsätzlichkeit keine Alternative sehen als sich entsprechend zu engagieren, oder der Gewalt zu weichen und ihr Opfer zu werden. Dann könntest Du hier auch keine reden mehr schwingen, du wärest tot oder Mitläufer.

Verfasst: Di 9. Sep 2008, 14:56
von Tennessee Rockefeller
Original von Rainer Zufall
"Wir" schießen auf unschuldige Zivilisten und "wir" sind wieder zu Mördern geworden.
Niemand schießt vorsätzlich auf unschuldige Zivilisten. Dass bei notwendigen Militäreinsätzen gegen Islamofaschisten und ihre Nester manchmal unglücklicherweise auch Unbeteiligte zu Schaden kommen ist leider richtig, aber die Schuld dafür trifft eben die Islamofaschisten und nicht uns, die wir uns wehren müssen.

Oder sollen wir Terrorcamps und Al Kaida-Unterschlupfe jetzt unangetastet lassen, um ganz sicher zu gehen dass keine Unbeteiligten zu Schaden kommen? Damit dann wieder hunderte oder tausende Unschuldige sterben?
die Guten, weil höherzivilisierte arische Westmenschen - Gut, wir haben zwar keine Werte mehr, geben aber 11 Mrd. Euro jährlich allein für parfüm aus, weil wir es gar nicht ertragen können, Mensch zu sein, zu schwitzen
Solange du mir nicht über den Weg läufst, kannst du meinetwegen gerne stinken und verlausen. Wie die "Naturvölker" und manche "unserer Freunde aus anderen Kulturkreisen"...
Und dann sprengt sich so einer in Madrid inner Tram in die Luft - daß wir vorher sein land besetzt haben, ein paar Millionen seiner Landsleute entweder indirekt durch Sanktion, oder direkt durch guten deutschen Stahl in den Hades hinabgestoßen haben, darunter wohl auch ein paar Verwandte und Freunde, beziehen wir natürlich nicht in unsere Überlegungen ein, wenn wir nach Motiven fragen.
Ähm, der islamische Holocaust an tausenden US-Amerikanern am 11. September 2001 war vor der Befreiung Afghanistans. Die Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im August 1998 auch.

Wer die islamischen Massaker an Unschuldigen mit dem Militäreinsatz der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan rechtfertigt, stellt sich auf eine Stufe mit Leuten, die Kriegsverbrechen der Wehrmacht in der Sowjetunion mit dem Hinweis entschuldigen, die Sowjets hätten ja auf die Deutschen geschossen... :rolleyes:

Verfasst: Di 9. Sep 2008, 15:43
von Oliver von Palm
Und dann sprengt sich so einer in Madrid inner Tram in die Luft - daß wir vorher sein land besetzt haben, ein paar Millionen seiner Landsleute entweder indirekt durch Sanktion, oder direkt durch guten deutschen Stahl in den Hades hinabgestoßen haben, darunter wohl auch ein paar Verwandte und Freunde, beziehen wir natürlich nicht in unsere Überlegungen ein, wenn wir nach Motiven fragen.
Und wieder werden Opfer zu Tätern umgelogen. Aber ich vergaß: Die ganzen Menschen, die Opfer der SMAs wurden, waren natürlich alle ganz ganz böse (weil ungläubig) und deshalb schon qua Westlerseins verantwortlich dafür, dass ein paar Landsleute der Terroristen umkamen, wodurch der wiederum das Recht hatte, diese Leute hochzubomben :rolleyes:. Schreist du auch "Oma, Opa und Hans-Peter, keine Opfer sondern Täter"? Würde zu dir passen.

Verfasst: Di 9. Sep 2008, 15:43
von Oliver von Palm
Edit

Verfasst: Di 9. Sep 2008, 15:58
von Nicolas Fournier
Original von Michael Schneider
Ziemlich feige Art sich vor der Verantwortung zu drücken. Wir sind nämlich reich genug um uns auch Sorgen um andere zu machen und uns nicht abzukapseln.
"Reich" genug um Krieg zu führen ist fast jede Nation, die Geld drucken kann. Das Problem ist eher, dass ein Land besetzen und die Situation mal "alles in Ordnung bringen" mit Krieg oft gar nicht gut funktioniert.
Wer Kriege in so grundsätzlicher Weise ablehnt überläßt das Feld denjenigen, die ausschließlich durch Gewalt zur Herrschaft gelangen, um andere Menschen bestialisch zu unterdrücken.
Lieber Präventivkriege finanzieren, die die Situation verschlimmern, Unmengen Geld kosten und Länder zerstören?