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Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 17:49
von Konrad Grimm
Original von Michael Schneider
Was Bände vom deutschen Bildungssystem spricht.
Das ist der falsche Schluß. Es gibt keine Korrelation zwischen Bildung und der Bereitschaft zur Wahl von "linken" Parteien. Alle drei Kleinparteien punkten am stärksten bei der Bildungselite: Von den PDS-Wählern hatten 47 % (Fach-)Abitur, von den FDP-Wählern 65 % und von den Grünen-Wählern sogar 69 %. Dagegen haben die SPD und die rechtsextremen Parteien ihre stärkste Wählergruppe bei den Wählern mit der geringsten Formalbildung, die CDU/CSU ist die Partei der Mittleren Reife.

Mein Erklärungsansatz: Formale Schulbildung korreliert direkt mit der Intelligenz. Intelligenz erhöht sowohl das politische Interesse wie die Bereitschaft und Fähigkeit, Meinungen zu vertreten, die vom Mainstream abweichen. Gleichzeitig sehe ich darin aber auch, dass die Intelligenzia am stärksten für ideologische Verblendung anfällig ist. Die weniger intelligenten Bevölkerungsschichten befassen sich kaum mit Ideologie und nehmen sie selten ernst. Selbst im Hochmittelalter war man im einfachen Volk wohl nur dann Christ, wenn es grade passte - die Inquisition musste die "Elite" erfinden.

Vielleicht kann man die Bevölkerung so einteilen:

Passiv-ideologisch emotional (Sklaven): geringe bis mittlere Intelligenz, soziale Unter- und Mittelschicht, gelenkt von einem Gemisch aus sozialen Leitideen, auf die die Angehörigen dieser Schicht aber nicht selbst gekommen sind, die sie weder hinterfragen noch ernst meinen, sondern einfach "nachplappern" (Sklavenmoral). Wahlpräferenz: Nichtwähler, Protestwähler, Volksparteien - 60-80 % der Menschheit
Aktiv-ideologisch rational (Herrscher): hohe Intelligenz, soziale Mittel- und Oberschicht, stark ideologisch gelenkt, stellt den Großteil der gesellschaftlichen Elite und formuliert die Herrschaftsideologie (Sklavenmoral). Wahlpräferenz: stark ideologisch geprägt (Ökologismus, Sozialismus, radikales Christentum), stellen allerdings auch die Führungselite der Volksparteien - 10-20 % der Menschheit
Non-ideologisch rational (Freie, Eigner [Stirner], Übermenschen [Nietzsche]): hohe Intelligenz, soziale Schichtzugehörigkeit unterschiedlich, gesellschaftliche Elite nur bei vordergründiger Übernahme von Ideologie und Habitus der Herrscherklasse (siehe Macchiavelli, de Sade); Wahlpräferenz: Nichtwähler, Liberale - weniger als 1 % der Menschheit

Natürlich ganz wertfreie Einstufung ;)

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 17:50
von William Butcher
Original von Jim Tres

Wir reden hier nicht ueber die DU :D

Aber ganz klar: Sollte auch das amtliche Endergebnis so sein, wird es eine Wahlbeschwerde der BiW geben, die genauso wie 100 andere Wahlbeschwerden abgelehnt wird.
Na, ich denke, dass sich schon irgendein Gericht finden wird, dass die Neuauszählung anordnet, in der Zeit ist ja genug Zeit noch 3 Stimmzettel verschwinden zulassen.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 18:22
von Michael Schneider
Grimm, du hast nicht kapiert was ich sagen wollte. :)

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 18:25
von Hajo Poppinga
Original von Palin Waylan-Majere

Unverschämt wenn man in diesem Teutonia auch noch protestieren will. Scheiß Unzufriedene und Frustrierte, ne?
Nein, ist sogar ausgesprochen gut. Ich befürchte nur, daß diese Welle der Unzufriedenheit der SED/WASG nicht unbedingt den konstruktiven Aufschwing bringt, den sie bräuchte. Aber das soll mich nicht stören.

Verfasst: So 20. Mai 2007, 18:12
von Konrad Grimm
Tjaja, der Trend verfestigt sich, so die neuesten Umfrageergebnisse:

Saarland

CDU 40 %
SPD 26 %
Grüne 8 %
FDP 8 %
Linke 13 %

Verfasst: So 20. Mai 2007, 18:19
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Im Saarland waren die Linken schon bei der letzten Bundestagswahl so stark.

Verfasst: So 20. Mai 2007, 18:23
von Konrad Grimm
Momentan scheinen sie nicht mal bei den Wahlen in Hessen (4 %) und Niedersachsen (3 %) chancenlos.

Verfasst: So 20. Mai 2007, 18:31
von Patrick van Bloemberg-Behrens
3-4 %... Das ist doch nicht außergewöhnlich. Ich weiß es nicht, aber ich würde sagen, in Niedersachsen haben die letztes Mal auch so viel geholt.

Verfasst: Di 22. Mai 2007, 11:15
von Nina Rügen
Em, ich glaube hier ist keinem aufgefallen das die DVU nur in Bremerhaven über die 5% kamen genauso wie BiW nur in Bremerhaven an der 5 %-Hürde gescheitert ist und in Bremen garnicht angetreten ist

Von etablieren kann da keine rede sein! Und zwischen Bremen und Bremerhaven ist ein riesen Unterschied!

Verfasst: Di 22. Mai 2007, 11:23
von Zachary J. Mason Smith
Ein Sitz ist dennoch einer zu viel... Mal schauen, ob die BIW mit ihrer Klage durchkommt...