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Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 18:38
von Sean William Connor
Guten Tag, Herr Wickel. Ich freue mich außerordentlich hier zu sein.
Die letzten Wochen kann man in der Tat als Zitterpartie bezeichnen. Jedoch ging es weniger um das Amt des Unionskanzlers sondern um die Frage, ob den Wählerinnen und Wählern ein erneuter Urnengang zugemutet werden muss, weil die gewählten Abgeordneten sich partout nicht einigen können. Das habe ich für die schlechteste aller Lösungen gehalten, dennoch wäre es mutmaßlich so gekommen, wenn die CSP nicht noch einmal rechtzeitig eingelenkt hätte. Im Übrigen war ja klar, dass der erste und zweite Wahlgang misslingen wird. Kurz vor dem dritten Wahlgang war nach internen Verhandlungen absehbar, dass der dritte Wahlgang dann die gewünschte Absolute Mehrheit bringen wird. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Es gab bei den Koalitionsverhandlungen selber keine nennenswerten Knackpunkte, die schwierig und nicht verhandelbar waren. Die Herausforderung lag eher darin gegenseitiges Vertrauen zu schaffen. Das ist, wie ich finde, sehr gut gelungen und wird auch in der uns verbleibenden Zeit, in der wir uns viel vorgenommen haben, gelingen.

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 19:53
von A. M. von Kurzschluss
*Schaut sich die Sendung im Fernsehen an und findet, dass der Conner ganz frisch aussieht. Was so eine Maske und eine Haarfarbe doch ausmachen.*

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 21:49
von Peter Wickel
Ihrem Koalitionspartner, der CSP, werfen Kritiker Wortbruch und Wahbetrug vor, weil der Einzelkandidat Sendlhofer, der nun für die CSP im Unionsparlament sitzt, vor der Wahl angekündigt hatte, Sie grantiert nicht zu wählen. Was antwort Sie diesen Kritikern?

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 23:05
von Sean William Connor
Original von Peter Wickel
Ihrem Koalitionspartner, der CSP, werfen Kritiker Wortbruch und Wahbetrug vor, weil der Einzelkandidat Sendlhofer, der nun für die CSP im Unionsparlament sitzt, vor der Wahl angekündigt hatte, Sie grantiert nicht zu wählen. Was antwort Sie diesen Kritikern?
Hierzu wurde schon, wie ich finde, viel kluges gesagt. Die CSP hat inhaltlich, wenn sie auch konservativ ist, einige und wohl auch nicht wenige Schnittpunkte mit der SPDU. Insofern war das Einlenken von Franz Sendlhofer nur Folgerichtig und Mutig. Er ist über seinen eigenen Schatten gesprungen und hat zum Wohl der Union eine Regierung unter inhaltlichen Gesichtspunkten mitgetragen. Es passte eben das Programm. Und nicht wegen Ämtern und Pöstchen, wie es der Professor von den Inseln wollte, der nur auf sein Kanzleramt bedacht war und deshalb letztlich den Kürzeren zog. Ich bin mir sehr sicher, dass die CSP mit einer solchen Einstellung sehr viele konservative Wähler für sich wird künftig überzeugen können und wenn die Zusammenarbeit klappt, davon gehe ich aus, ist das auch gut für meine Partei.

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 23:13
von A. M. von Kurzschluss
*Schüttelt vor dem Fernseher den Kopf: "Man sagt nicht hue und macht dann hopp, schon gar nicht, wenn alle Welt das mitkriegt. Also besser im Vorfeld die Klappe halten. So siehts für die Sendlhofer-Wähler doch eher nach Betrug aus..... erst Stimmen einheimsen und dann umschwenken. Das kann keine guten Auswirkungen auf die Conner-Partei haben. Für die zählt nur, dass sie an der Regierung sind, was ohne Sendlhofer wohl nicht der Fall gewesen wäre, vermute ich mal." Trinkt einen Schluck Wein und findet Politik weiterhin doof.*

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 23:37
von Peter Wickel
Herr Unionskanzler, als die SPDU im Mai 2009 zum letzten mal an einer Wahl zum Unionsparlament teilgenommen hatte, erreichte sie gerade mal 4,82% der Stimmen. 14 Monate später waren es 42,31%. Wie erklären Sie sich diesen Sprung nach oben in der Wählergunst?

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 23:48
von Sean William Connor
Original von Peter Wickel
Herr Unionskanzler, als die SPDU im Mai 2009 zum letzten mal an einer Wahl zum Unionsparlament teilgenommen hatte, erreichte sie gerade mal 4,82% der Stimmen. 14 Monate später waren es 42,31%. Wie erklären Sie sich diesen Sprung nach oben in der Wählergunst?
Die Menschen in der Union sind nicht doof. Eine sozialdemokratische Politik war mittlerweile überfällig. Die einzige Frage, die sich gestellt hat: Haben die Sozialdemokraten passendes Personal. Das hat man uns jetzt wohl zugetraut und dieses Ergebnis macht mir Freude und es ist eine Herausforderung auf mehr. Wir wollen uns aber auch nichts vormachen. Die SPDU hatte immer Gute und schlechte Zeiten. Das ist bei einer Partei, die jahrelang in der Union aktiv ist, normal.

Verfasst: So 5. Sep 2010, 00:13
von Peter Wickel
Im Koalitionsvertrag, Herr Unionskanzler, ist die Rede davon, dass Sie die Zwei-Drittel-Mehrheit, über die SPDU und CSP im Unionsparlament verfügen, für eien große Staatsreform nutzen wollen. Es ist die Rede von einem Vermittlungsverfahren zwischen Unionsparlament und Unionsrat für den Fall, dass der Unionsrat gegen einen Beschluss des Unionsparlaments Einspruch einlegen sollte. Sollte dieser Vermittlungsversuch scheitern, soll in einer Volksbefragung endgültig über den Gesetzentwurf bestimmen.
Steht nicht zu befürchten, dass das Pendel nun in die andere Richtung ausschlägt, dass nämlich unpopuläre aber notwendige Maßnahmen scheitern und die Demokratische Union reformunfähig und unregierbar wird?

Verfasst: So 5. Sep 2010, 18:02
von Gerhard Cheman
Original von Sean William Connor

Die Menschen in der Union sind nicht doof. Eine sozialdemokratische Politik war mittlerweile überfällig. Die einzige Frage, die sich gestellt hat: Haben die Sozialdemokraten passendes Personal. Das hat man uns jetzt wohl zugetraut und dieses Ergebnis macht mir Freude und es ist eine Herausforderung auf mehr. Wir wollen uns aber auch nichts vormachen. Die SPDU hatte immer Gute und schlechte Zeiten. Das ist bei einer Partei, die jahrelang in der Union aktiv ist, normal.
sieht sich das Interview ebenfalls an und fragt sich, ob der Unionskanzler, bei seinem schwachen Auftritt hier, die Leute die nicht SDU gewählt haben bzw. wählen für "doof" hält....

Verfasst: Di 7. Sep 2010, 10:39
von Peter Wickel
Unsere Sendezeit ist leider schon vorbei, werte Zuschauer, vielen Dank für Ihr Interesse und Ihnen, Herr Unionskanzler, vielen Dank für dieses Gespräch.