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Verfasst: Do 6. Aug 2009, 10:52
von Kathryn Janeway
Wenn es so unwissenschaftlich ist, von der Existenz menschlicher Rassen auszugehen, warum kann man dann mit einem Gentest eben die Rassenzugehörigkeit einer Person ohne weiteres feststellen? Das Problem ist doch, dass man mit dem Wort "Rasse" sofort "Rassimus" und Wertigkeitsunterschiede in Verbindung setzt. Aber eine einfache Frage: Der Mensch steht nun mal biologisch nicht außerhalb des Tierreiches, er ist einfach eine von mehreren Arten in der Familie der Hominidae, also großen Menschenaffen. Auch die anderen Arten untergliedern sich noch mal in Unterarten. Warum sollte das ausgerechnet bei uns Menschen anders sein?

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 11:33
von Michael Schneider
Original von pjotr

Was hältst du von "Mensch"?
Wie beschreibst du denn einen Schwarzen?

"Ich hab heute einen Menschen bei der Arbeit getroffen."
"Hä? Ja und?"
"Na einen Maximalpigmentierten."
"Wat? War der angemalt, hatte viele Leberflecken oder wie?"
"Nein, sein Migrationshintergrund lag wohl in Afrika."
"Aha, sag doch gleich Afrikaner."
"Ne, er ist ja Deutscher."
"Aha, also dann ein Schwarzer."
"Du Rassistenarschloch!"

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 13:39
von pjotr
Und was ist so interessant daran, dass du deinem Kollegen erzählen musst, dass du einen Schwarzen getroffen hast? Ist das so spannend, wie wenn du in der Arbeit auf E.T. getroffen wärst.
Der Informationsgehalt von "Ich habe einen Schwarzen getroffen" und "Ich habe einen Menschen getroffen" ist nämlich kogruent...
Original von Lady Enigma

Und was das Arschloch angeht, wirst du zugeben, daß dein Beispiel bestenfalls unglücklich ist.
Wieso? Meine Behauptung ist, Wörter haben ihre Bedeutung aufgrunddessen, was ihnen zugeschrieben wird. Sack sagt, Wörter haben eine Bedeutung aufgrund ihrer etymologischen Herkunft, oder bestenfalls aufgrund ihrer Erstbedeutung.
In dem Sinne interpretiert ist das 'Arschloch' also lediglich eine Öffnung, aus der jemand defäkiert...
Original von Kathryn Janeway
Wenn es so unwissenschaftlich ist, von der Existenz menschlicher Rassen auszugehen, warum kann man dann mit einem Gentest eben die Rassenzugehörigkeit einer Person ohne weiteres feststellen?
Um das zu widerlegen reicht selbst wikipedia: "In der Biologie wird der Mensch heute weder in Rassen, noch in Unterarten unterteilt. Molekularbiologische und genetische Forschungen haben gezeigt, dass eine systematische Unterteilung der Menschen in Unterarten ihrer enormen Vielfalt und der fließenden Übergänge geographischer Populationen nicht gerecht würde. Zudem wurde herausgefunden, dass der Großteil genetischer Unterschiede beim Menschen innerhalb einer geographischen Population zu finden ist."

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 14:50
von Kathryn Janeway
http://genome.cshlp.org/
http://genome.cshlp.org/content/suppl/2 ... igures.pdf

Aber natürlich gibt es sowas wie Rassen nicht :rolleyes:.

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 17:05
von pjotr
Schönes Paper mit netten Bunti-Buntis. Aber zurück zur Frage: Wie kommst du drauf, es gäbe Rassen?^^

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 17:17
von Montgomery Scott
Prof. Weisberg sollte vielleicht mal eine Vorlesung "Grundprobleme der Ontologie" ins Lehrangebot nehmen ;)

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 17:35
von Kathryn Janeway
Original von pjotr
Schönes Paper mit netten Bunti-Buntis. Aber zurück zur Frage: Wie kommst du drauf, es gäbe Rassen?^^
Weil es absurd wäre, wenn es bei allen anderen höheren Tierarten welche gäbe und der Mensch die einzige Ausnahme wäre. Ich betrachte das allerdings streng wissenschaftlich. Ich gehe nicht davon aus, dass sich aus der Existenz von Rassen Wertigkeitsunterschiede ergeben. Allerdings kann es bei Kindern aus Mischbeziehungen massive Probleme geben (in den USA zeigt sich regelmäßig, dass z. B. für schwarz-weiße Mischlingskinder mit Leukämie wesentlich schwerer ein Spender finden lässt als für Kinder, bei denen beide Eltern aus der gleichen Rasse sind).

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 18:05
von Lady Enigma
Original von pjotr
Und was ist so interessant daran, dass du deinem Kollegen erzählen musst, dass du einen Schwarzen getroffen hast? Ist das so spannend, wie wenn du in der Arbeit auf E.T. getroffen wärst.
Der Informationsgehalt von "Ich habe einen Schwarzen getroffen" und "Ich habe einen Menschen getroffen" ist nämlich kogruent...

Wieso? Meine Behauptung ist, Wörter haben ihre Bedeutung aufgrunddessen, was ihnen zugeschrieben wird. Sack sagt, Wörter haben eine Bedeutung aufgrund ihrer etymologischen Herkunft, oder bestenfalls aufgrund ihrer Erstbedeutung.
In dem Sinne interpretiert ist das 'Arschloch' also lediglich eine Öffnung, aus der jemand defäkiert...

Um das zu widerlegen reicht selbst wikipedia: "In der Biologie wird der Mensch heute weder in Rassen, noch in Unterarten unterteilt. Molekularbiologische und genetische Forschungen haben gezeigt, dass eine systematische Unterteilung der Menschen in Unterarten ihrer enormen Vielfalt und der fließenden Übergänge geographischer Populationen nicht gerecht würde. Zudem wurde herausgefunden, dass der Großteil genetischer Unterschiede beim Menschen innerhalb einer geographischen Population zu finden ist."
Zum Arschloch: Wenn du mir das im Ernstfall schnell genug erklären kannst,
dann hab damit keine Probleme, obwohl ich als kultivierter Mensch After vorziehen würde. Schließlich sag ich ja auch nicht Arschgeige sondern Gesäßvioline, wenn nötig... ;)

Zu "In der Biologie..." Erstens ist das eine unzulässige Verallgemeinerung
und zweitens bedeutet die Verwendung noch nicht Wahrheit.
Konsens war auch lange, die Erde wäre eine Scheibe, obwohl man es früher mal besser wusste.

Was den Dialog über den Schwarzen angeht, etwas mehr Abstraktionsvermögen hätte ich dir zugetraut.
Es ist oft sinnvoll, Mensch näher zu spezifizieren.
Manchmal hab ich den Eindruck, du argumentierst bewusst auf solche Art,
obwohl dir die Verkürzungen und Fehler durchaus bewusst sind.
Wenn ich da an unseren Politoffizier denke.... Als es zu brodeln begann... :D

Verfasst: Do 6. Aug 2009, 19:31
von Hans Sack
Also selbst wen Negride kein Offizieller Begriff mehr ist so Leitet er sich vom Lateinischen her und bedeutet schlicht Schwarz.

Warum sollte man einen Schwarzen Menschen nicht als einen Schwarzen Menschen bezechen können ? Dürfen wir dann kleine Menschen nicht klein nennen, Große Menschen nicht groß nennen und Dicke menschen nicht Dick nennen ? Wenn wir derart Blödsinn veranstalten würden wäre es schlicht unmöglich einen Menschen zu Spezifizieren.

Auch das es keine Rassen gäbe ist Schwachsinn. Es gibt verschiedene Arten von Menschen definitiv. Beispielsweise sind besagte Negride Menschenformen ganz anders gebaut als Europäische und Asiatische noch anders.

Verfasst: Fr 7. Aug 2009, 00:41
von pjotr
Original von Hans Sack

Warum sollte man einen Schwarzen Menschen nicht als einen Schwarzen Menschen bezechen können ? Dürfen wir dann kleine Menschen nicht klein nennen, Große Menschen nicht groß nennen und Dicke menschen nicht Dick nennen ?
Oder Menschen, denen augenscheinlich Scheiße aus dem Mund quillt als Arschloch...