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Verfasst: Mi 25. Mär 2009, 16:52
von Leif Kyrkogård
Original von Michael Schneider
Ihre Argumentation ist an den Haaren herbeigezogen, in dem Sie per se alle Familienväter vor der Neuzeit als Prügler abstempeln, die nur so eine feste Familienordnung aufrecht erhalten könnten.
Das habe ich nicht getan, ich habe nur gesagt, dass der primäre Unterschied von damals zu heute im Umgang mit den Kindern liegt, und der ist heutzutage sogar klar positiver.
Kinder werden öfter als "junge Erwachsene" respektiert und seltener körperlich gezüchtigt.
Was war denn ihrer Meinung nach früher anders, sodass es eben auch besser war?
Verfasst: Do 26. Mär 2009, 01:33
von Carmen I.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen waren anders, ich würde durchaus auch sagen, besser, weil man sich mehr miteinander beschäftigt hat. Da gab es kaum Ablenkung durch Fernsehen oder Computerspiele oder Spielekonsolen.
Und auch das Fernsehen zensierte mehr, jedenfalls Bildberichte. Da wurde nicht alles so gezeigt, wie es real auch ist. Bilder prägen sich besser ein als Worte und das wollte man verhindern. Die Tatsachen an sich, Morde, Terrorismus, Unfälle, waren schon schlimm genug.
Heutzutage ist es an der Tagesordnung: Jeder will die besten und realsten Bilder zuerst senden. Die Menschen sind sensationslustiger geworden, wollen alles ganz genau sehen, je blutiger desto besser. Pietät ist zu einem Fremdwort geworden, dessen Bedeutung kaum noch jemand kennt.
*so* Mein Sohn (17) hat noch nie in einem Spiel eine Waffe in der Hand gehabt.
*so*
Verfasst: Do 26. Mär 2009, 08:18
von Michael Schneider
Original von Carmen de Mora-Trauenstein
Die zwischenmenschlichen Beziehungen waren anders, ich würde durchaus auch sagen, besser, weil man sich mehr miteinander beschäftigt hat. Da gab es kaum Ablenkung durch Fernsehen oder Computerspiele oder Spielekonsolen.
Und auch das Fernsehen zensierte mehr, jedenfalls Bildberichte. Da wurde nicht alles so gezeigt, wie es real auch ist. Bilder prägen sich besser ein als Worte und das wollte man verhindern. Die Tatsachen an sich, Morde, Terrorismus, Unfälle, waren schon schlimm genug.
Heutzutage ist es an der Tagesordnung: Jeder will die besten und realsten Bilder zuerst senden. Die Menschen sind sensationslustiger geworden, wollen alles ganz genau sehen, je blutiger desto besser. Pietät ist zu einem Fremdwort geworden, dessen Bedeutung kaum noch jemand kennt.
*so* Mein Sohn (17) hat noch nie in einem Spiel eine Waffe in der Hand gehabt.
*so*
*so* Hat er keine Freunde zu denen er gehen kann? Ich glaubs nämlich nicht so recht. ^^ *so*
Ich kann ihrer kgl. Hoheit nur zustimmen.
Verfasst: Do 26. Mär 2009, 10:41
von Leif Kyrkogård
Wie gesagt, dass mit den besseren zwischenmenschlichen Beziehungen stelle ich stark in Frage!
Sie sollten in diesem Zusammenhang einige interessante Romane freisteiner Autoren um die letzte Jahrhundertwende lesen. Diese zeichnen ein Bild der Gesellschaft, dass in etwa genau so düster wie heutzutage ist!
Genau das habe ich ja schon erwähnt, dass das reale Morden in den Nachrichten ein großer Faktor für die Destabilsierung junger Gemüter ist. Aber natürlich kann Zensur keine Alternative sein.
*so* Ich beziehe mich hier auf die österreichische Literatur vor dem 1. Weltkrieg, zB "Lieutenant Gustl" von Arthur Schnitzler, "Frühlings Erwachen" von Franz Wedekind oder "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg.
Der Kulturkreis lässt sich wohl am besten mit Freistein "übersetzen".*so*
Verfasst: Do 26. Mär 2009, 16:02
von Heinrich Julius von Jagonburg
Original von pjotr
Oder Sezessionisten
Auch nicht auszsuchließen das sie Freiheitskämpfer wurden, nein.
Verfasst: Do 26. Mär 2009, 19:09
von pjotr
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
Auch nicht auszsuchließen das sie Freiheitskämpfer wurden, nein.
Kämpfer sind Kämpfer, Herr Jagonburg.
Verfasst: Fr 27. Mär 2009, 14:54
von Heinrich Julius von Jagonburg
Original von pjotr
Kämpfer sind Kämpfer, Herr Jagonburg.
Wie überaus weise Sie das gesagt haben.