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Verfasst: Di 27. Jan 2009, 08:53
von Palin Waylan-Majere
Wodurch wird ihr beitragsfinanzierte System jetzt besser, gerechter, schöner oder einfacher als unser Steuerfinanziertes?

Verfasst: Di 27. Jan 2009, 09:22
von pjotr
Original von Helen Bont

Nur weil Sie mit der Originalität ein Gebetsmühle eine These wiederholen, heißt das ja nicht gleich, dass diese auch per se wahr sein muss. Wie wärs, wenn Sie mir und dem interessierten Publikum einfach mal vorrechnen, wie diese Naturgesetzlichkeit der Seönstfinanzierung einer negativen Einkommenssteuer funktioniert, und dann schauen wir mal, ob es sich nicht um eine Milchmädchenrechnung handelt.
Tut mir leid für Sie und Ihre Wähler, wenn Ihnen in der letzten Legislatur das abstrahierende Denken abhanden gekommen ist; bei der Regierung in der Sie waren ist es aber kein Wunder, wenn einem das Denken an sich fremd geworden wäre.
Aber extra für Sie eine rein fiktive Rechnung:

Es sei gegeben:

Ein fiktives Land "Noletar"; [Einwohner]=[10]; Existenzminimum liegt bei 150 Einheiten der fiktiven Währung "Remarb".

Von diesen 10 Einwohnern leben 3 unter dem Existenzminimum von 150 Remarb/Monat und sollen daher staatliche Transferleistungen erhalten. Der Einfachheit halber verdienen alle drei gerade mal 100 Remarb/Monat und würden so jeweils 50 Re/Monat Negativsteuer ausbezahlt bekommen. Insgesamt also 150 Re.

Weiterhin der Einfachheit halber verdienen die restlichen 7 Einwohner jeweils 400 Remarb im Monat. Insgesamt also 2800 Re/Monat. Die Steuerlast eines jeden betrüge damit also 21,43 Remarb/Monat.

Das Ganze jetzt kehrtrechnen und in die Gleichung Steuerschuld = [(1/Kehrwert Steuersatz) x Einkommen] - (Freibetrag/Steuersatz) dürfen Sie jetzt selbst.

Verfasst: Di 27. Jan 2009, 20:06
von Helen Bont
Original von pjotr

Tut mir leid für Sie und Ihre Wähler, wenn Ihnen in der letzten Legislatur das abstrahierende Denken abhanden gekommen ist; bei der Regierung in der Sie waren ist es aber kein Wunder, wenn einem das Denken an sich fremd geworden wäre.
Aber extra für Sie eine rein fiktive Rechnung:

Es sei gegeben:

Ein fiktives Land "Noletar"; [Einwohner]=[10]; Existenzminimum liegt bei 150 Einheiten der fiktiven Währung "Remarb".

Von diesen 10 Einwohnern leben 3 unter dem Existenzminimum von 150 Remarb/Monat und sollen daher staatliche Transferleistungen erhalten. Der Einfachheit halber verdienen alle drei gerade mal 100 Remarb/Monat und würden so jeweils 50 Re/Monat Negativsteuer ausbezahlt bekommen. Insgesamt also 150 Re.

Weiterhin der Einfachheit halber verdienen die restlichen 7 Einwohner jeweils 400 Remarb im Monat. Insgesamt also 2800 Re/Monat. Die Steuerlast eines jeden betrüge damit also 21,43 Remarb/Monat.

Das Ganze jetzt kehrtrechnen und in die Gleichung Steuerschuld = [(1/Kehrwert Steuersatz) x Einkommen] - (Freibetrag/Steuersatz) dürfen Sie jetzt selbst.
Herr Jerkov, von mir aus können Sie sich gerne in Ihrem Elfenbeinturm der Abstraktion und der Luftschlösser zurückziehen und den Blick auf die Lebenswirklichkeit verweigern. Praktische Politik werden Sie so aber nicht gestalten können.

Wow, in Noletar lebt man ja im Sozialstaatsparadies: 99,993% des Steueraufkommens, zumindest der Einkommenssteuer, wird für die Negativsteuer aufgewendet, 0,006% für Regierung, Justiz und Sicherheitsbehörden sowie andere anfallenden Aufgaben. Na, so ein System wünscht man sich doch für die Demokratische Union. Und für den Notfall steht ja noch die Notenpresse im Keller.

Verfasst: Di 27. Jan 2009, 20:25
von pjotr
Original von Helen Bont

Wow, in Noletar lebt man ja im Sozialstaatsparadies: 99,993% des Steueraufkommens, zumindest der Einkommenssteuer, wird für die Negativsteuer aufgewendet, 0,006% für Regierung, Justiz und Sicherheitsbehörden sowie andere anfallenden Aufgaben. Na, so ein System wünscht man sich doch für die Demokratische Union. Und für den Notfall steht ja noch die Notenpresse im Keller.
Es war nur eine Beispielrechnung, da Ihnen in der letzten Legislaturperiode ja anscheinend alle Nervenverknüpfungen aus dem Gehirn entfleucht sind. Natürlich kann man den Steuersatz um einen jeweiligen Betrag erhöhen, um den Staatshaushalt auszugleichen.
Bei der nächsten Diskussion halten Sie sich aber am besten einfach mal vor Augen, nach was Sie gefragt hatten: Und das war hier die Frage, wie man solch ein Transfersystem finanzieren könne. Das habe ich Ihnen hier anschaulich erläutert; nichts anderes wollten Sie wissen.

Bitte lesen Sie mal ein Buch über angewandte Steuerpolitik, oder am besten Politik an sich, bevor Sie weiter solchen Müll verzapfen.

Verfasst: Di 27. Jan 2009, 20:26
von Helen Bont
Original von Palin Waylan-Majere
Wodurch wird ihr beitragsfinanzierte System jetzt besser, gerechter, schöner oder einfacher als unser Steuerfinanziertes?
Es wird zunächst einmal finanzierbar. Des Weiteren werden nach den Vorstellungen der UFD, die Transferleistungen erstens durch Programme des Förderns und Forderns flankiert und zum zweiten stellen Arbeits- und Sozialhilfe nicht die einzigen Programmpunkt konservativer staatlicher Sozialpolitik dar.

Noch mal: die UFD hat das Ziel, Menschen Anreize und Unterstützung zu geben, aus der wirtschaftlichen Notlage herauszukommen. Wichtiger ist aber, dass die Menschen erst gar nicht in die Situation kommen, in der sie auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. Hier ist, wenn Sie so wollen, präventive Sozialpolitik erforderlich, die zum Beispiel die Bildungspolitk in Form von Ausbildung, Weiterbildung und Umbildung umfasst, aber auch die Familienförderung, insbesondere Hilfe für sogenannte "Problemfamilien" oder durch eine fördernde Jugendpolitik. Und auch das sage ich noch einmal: konservative Sozialpolitik zu Hilfe zur Selbsthilfe, ist eine Politik, die die Menschen darin unterstützt, ein Leben in Freiheit, in Würde und in Selbstachtung zu führen, indem sie unter anderem in die Lage versetzt werden, ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familie selbst zu erwirtschaften. Ihre Politik, Herr Waylan-Majere, bzw. die Politik der LL wird das genaue Gegenteil bewirken: die Menschen werden in Abhängigkeit von staatlichen Sozialleistungen gehalten, jeder Wille, aus eigener Leistung seinen Lebensunterhalt zu verdienen wird erstickt, und die Menschen werden nach und nach ihre Selbstachtung verlieren. Das wird das Ergebnis Ihrer Politik sein, Herr Waylan-Majere.

Verfasst: Di 27. Jan 2009, 20:30
von pjotr
Original von Helen Bont
Ihre Politik, Herr Waylan-Majere, bzw. die Politik der LL wird das genaue Gegenteil bewirken: die Menschen werden in Abhängigkeit von staatlichen Sozialleistungen gehalten, jeder Wille, aus eigener Leistung seinen Lebensunterhalt zu verdienen wird erstickt, und die Menschen werden nach und nach ihre Selbstachtung verlieren. Das wird das Ergebnis Ihrer Politik sein, Herr Waylan-Majere.
Träumen Sie Nachts immer so Müll oder schreiben Sie da besoffenerweise UFD-Steuerkonzepte?

Verfasst: Di 27. Jan 2009, 22:38
von Helen Bont
Original von pjotr

Träumen Sie Nachts immer so Müll oder schreiben Sie da besoffenerweise UFD-Steuerkonzepte?
Kann es sein, dass Ihnen die Argumente ausgegangen sind, Herr Professor?

Verfasst: Mi 28. Jan 2009, 00:41
von pjotr
Original von Helen Bont

Kann es sein, dass Ihnen die Argumente ausgegangen sind, Herr Professor?
Nein, die stehen in meinem Kommentar zwei Postings über dem von Ihnen zitierten, den Sie so gekonnt unterschlagen haben.

Verfasst: Mi 28. Jan 2009, 08:27
von Helen Bont
Original von pjotr

Es war nur eine Beispielrechnung, da Ihnen in der letzten Legislaturperiode ja anscheinend alle Nervenverknüpfungen aus dem Gehirn entfleucht sind. Natürlich kann man den Steuersatz um einen jeweiligen Betrag erhöhen, um den Staatshaushalt auszugleichen.
Bei der nächsten Diskussion halten Sie sich aber am besten einfach mal vor Augen, nach was Sie gefragt hatten: Und das war hier die Frage, wie man solch ein Transfersystem finanzieren könne. Das habe ich Ihnen hier anschaulich erläutert; nichts anderes wollten Sie wissen.

Bitte lesen Sie mal ein Buch über angewandte Steuerpolitik, oder am besten Politik an sich, bevor Sie weiter solchen Müll verzapfen.
Ich kann sehr gut verstehen, Herr Jerkov, wenn Sie in Ihrer Argumentationsnot die Kontenance verlieren und darauf dringen, doch bei der Klärung der "technschen" Frage des"Wie" zu bleiben, statt auch nach den Folgen der von der LL anvisierten Sozialpolitik zu fragen. Denn die von mir aufgezeigten Folgen können Sie nicht wiederlegen und den drohenden Staatsbankrott können Sie nur durch Steuererhöhungen kurzfristig hinauszögern.