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Verfasst: Di 13. Jan 2009, 10:52
von Konrad Grimm
Jetzt also Konjunkturpaket II - sprich: die Bundesregierung gibt nochmal 50 Milliarden aus (die sie nicht hat), um die Wirtschaft zu retten (was sie nicht kann).
Dieses Programm mit seinen Lachnummern - Senkung des Eingangssteuersatzes um EINEN Prozentpunkt, Erhöhung des Grundfreibetrages um 400 Euro p.a. - mag vielleicht (und leider) geeignet sein, um dieses Jahr Wahlen zu gewinnen, aber nicht, um irgendwas an der Weltkonjunktur zu verändern.
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 12:42
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
...mag vielleicht (und leider) geeignet sein, um dieses Jahr Wahlen zu gewinnen, aber nicht, um irgendwas an der Weltkonjunktur zu verändern.
Man sollte auch nicht immer so übertrieben langfristig denken bzw. handeln, sondern lieber von Wahl zu Wahl Wirtschaft und Gesellschaft deformieren.

Verfasst: Di 13. Jan 2009, 13:35
von Nicolas Fournier
Die Marktgläubigkeit hat ein Ende. Der Staat feiert seine Rückkehr. Und das ist auch gut so.
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 13:39
von Baudouin de Billancourt
Original von Nicolas Fournier
Die Marktgläubigkeit hat ein Ende. Der Staat feiert seine Rückkehr. Und das ist auch gut so.
"Die Freiheit hat ein Ende. Die Sklaverei feiert ihre Rückkehr. Und ich finde das gut so [vielleicht gehör ich ja zu den Sklavenhaltern]".
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 14:23
von Konrad Grimm
Original von Baudouin de Billancourt
"Die Freiheit hat ein Ende. Die Sklaverei feiert ihre Rückkehr. Und ich finde das gut so [vielleicht gehör ich ja zu den Sklavenhaltern]".
Ach Freiheit... was heisst das schon. Du bist so frei wie zuvor, denn du bist so frei, wie du
eigenmächtig bist.
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 14:23
von Montgomery Scott
Original von Baudouin de Billancourt
"Die Freiheit hat ein Ende. Die Sklaverei feiert ihre Rückkehr. Und ich finde das gut so [vielleicht gehör ich ja zu den Sklavenhaltern]".
Bei Marktanarchie von "Freiheit" zu reden, ist absurd. Und wo wie gerade bei Zitaten sind, wieder mal Marcuse: "Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab."
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 14:50
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Bei Marktanarchie von "Freiheit" zu reden, ist absurd. Und wo wie gerade bei Zitaten sind, wieder mal Marcuse: "Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab."
Aber Herrschaft ist durch die anthropologischen Gegebenheiten und die natürliche Ungleichheit der Menschen ohnehin unvermeidbar.
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 15:26
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Bei Marktanarchie von "Freiheit" zu reden, ist absurd.
Mit Marktanarchie meinst Du wohl mein Recht auf die Produkte meiner Arbeit. Nun brauche ich diese Produkte, um zu leben. Und ich kann nur ein selbstbestimmtes, freies leben führen, wenn man mir den Umgang mit diesen Produkten nicht vorschreibt. Nenn es nun Marktanarchie oder Freiheit, ich brauche sie jedenfalls. Und Du auch, sofern Du leben willst.
Und wo wie gerade bei Zitaten sind, wieder mal Marcuse: "Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab."
Und? Ich habe nicht von einer freien Wahl von Herren gesprochen. Ich will in einer Gesellschaft von Händlern leben.
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 16:01
von Nicolas Fournier
Original von Konrad Grimm
Aber Herrschaft ist durch die anthropologischen Gegebenheiten und die natürliche Ungleichheit der Menschen ohnehin unvermeidbar.
Der anarchistische Traum ist das, was er immer war. Eine Spinnerei, die meint, ohne Staat ginge es besser. Und da sind auch die Überschneidungspunkte zu den turboliberalen Staatsfeinden.
Verfasst: Di 13. Jan 2009, 16:33
von Montgomery Scott
Original von Baudouin de Billancourt
Mit Marktanarchie meinst Du wohl mein Recht auf die Produkte meiner Arbeit.
Nein, im Gegenteil. Ich meine damit, dass der Arbeiter unreguliert durch das Kapital ausgebeutet werden kann.
Und? Ich habe nicht von einer freien Wahl von Herren gesprochen. Ich will in einer Gesellschaft von Händlern leben.
Das will ich auch. Das ist die Ideal des Kommunismus: Jeder Mensch soll Besitzer am Objekt seiner Arbeit sein, sodass er frei und fair damit handeln kann, anstatt von denjenigen ausgebeutet zu werden, die das Objekt meiner Arbeit schon von vorn herein ihr Eigen nennen.