Original von Rincewind
Das stimmt so nicht. Ein fiktives Unionsland "Katista-Salbor" wäre ja nicht automatisch ein einheitsbrei. Es gäbe in dem Land immernoch die Regionen Katista und Salbor. Schau mal auf die Westlichen Inseln, die unterscheiden auch immer säuberlich wer aus St. Pierre kommt.
Will man Länder zusammenlegen, insbesondere mit dem Ziel Posten bzw. Personal einzusparen, dann gibt es nur zwei Optionen:
ganz oder
gar nicht. Dazwischen liegt schlechterdings nichts, bzw. nichts, das dem Ziel der Personalersparnis näher brächte.
Ganz zusammenlegen hieße insbesondere: das neu gebildete Land hätte
ein Landesparlament und
eine Landesregierung, es bildete
eine politische Einheit. Seine Regionen, die einstmals selbstständigen Länder, bestünden nur noch rein ausgestalterisch, aber nicht mehr institutionell. Und auch wenn ich die mittlerweile völlig überzogenen Gesetzgebungszuständigkeiten der Länder für eines der Kernprobleme Ratelons halte, die Landesgesetzgebung ist wichtig! Gerade betreffend kulturelle Materien trägt sie viel dazu bei, den Mentalitäten und Charakteren der Länder Ausdruck zu verleihen. Als ein Beispiel sei Imperia angeführt: auch wenn ich persönlich einen "Imperialkanzler", der Vorlagen zu "Imperialgesetzen" in das "Herrenhaus" einbringt freundlich gesagt eher zum Schmunzeln finde - es ist originell, es ist unverwechselbar, es ist ein Ausdruck des individuellen Wesens dieses Landes und seiner Menschen. Sowas ginge verloren, legte man zwei oder mehr verschiedene Länder zusammen.
Errichtete man hingegen, wie im ehemaligen Land Westliche Inseln & St.-Pierre, innerhalb des neuen Landes wiederum zwei separate Landesteile mit eigenen Landesteilparlamenten und Landesteilregierungen, wäre rein gar nichts gewonnen - man hätte zwar auf der Startseite ein Forum weniger, dafür aber im Forum des Fusionslandes einen regelrechten Wust an Unter- und Unter-Unterforen, während sich die Aktivität der verschmolzenen Länder* effektiv auch nicht addierte, sondern nun eben auf zwei separate Teile eines Landes gesplittet würde.
Nein, der Zug "Länder abschaffen bzw. zusammenlegen" ist schon vor vielen Jahren abgefahren. Jetzt gilt es eben, unsere Vorstellungen von der und Erwartungen an die Aktivität und Politik in den Ländern auf einen sinnvollen Nenner zu bringen. Denn das zentrale Problem ist meines Erachtens, dass mancher hier nach wie vor Erwartungen an die Länder hat, die diese auch wenn wir drei Länder à fünfzehn oder zwanzig Bürger hätten, nicht erfüllen würden.
* = Wobei weiter zu berücksichtigen ist, dass ein faktisch inaktives Land auch eine Aktivität von "0" in die addierte Aktivität des neu geschaffenen Landes einbringt, zwei inaktive Länder bildeten nach einer Fusion nur ein inaktives Land, denn 0 + 0 = 0. Ein fusioniertes Land, das tatsächlich aktiver wäre als seine Vorgängerländer schüfe man nur, indem man zwei aktive Länder zusammenlegte - fraglich, ob sich dazu geeignete Paare bilden ließen, die vor allem zu diesem Schritt bereit wären!