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Verfasst: Di 22. Jul 2008, 17:59
von Montgomery Scott
Politik machen auf Unionsebene nur ein paar hundert Unionsbürger (simon!

), da werden Sie doch zustimmen, oder? Und der einzige Akt, auf dem das Volk sich ihr Gedankenkonstrukt der Demokratie aufbaut, ist das Abgeben eines Stimmzettels alle paar Monate. Natürlich ist das mehr als gar nichts. Aber eben auch weniger als echte kollektive Selbstbestimmung.
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 18:03
von Fabian Montary
Original von Montgomery Scott
Politik machen auf Unionsebene nur ein paar hundert Unionsbürger (simon!

), da werden Sie doch zustimmen, oder? Und der einzige Akt, auf dem das Volk sich ihr Gedankenkonstrukt der Demokratie aufbaut, ist das Abgeben eines Stimmzettels alle paar Monate. Natürlich ist das mehr als gar nichts. Aber eben auch weniger als echte kollektive Selbstbestimmung.
Die Eintrittshürden sicher allerdings gar nicht so hoch, wie Sie hier versuchen darzustellen und darauf kommt es an. Wenn die Gruppe der „Konsequent Unpolitischen“ 50% der Bevölkerung ausmacht, diese aber nicht zu 50% in Amt und Mandat vertreten sind, dann ist das keine Ungerechtigkeit, sondern rührt von der Eigentschaft des konsequent unpolitisch Seins her.
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 18:11
von Montgomery Scott
Original von Fabian Montary
Die Eintrittshürden sicher allerdings gar nicht so hoch, wie Sie hier versuchen darzustellen und darauf kommt es an. Wenn die Gruppe der „Konsequent Unpolitischen“ 50% der Bevölkerung ausmacht, diese aber nicht zu 50% in Amt und Mandat vertreten sind, dann ist das keine Ungerechtigkeit, sondern rührt von der Eigentschaft des konsequent unpolitisch Seins her.
Man ist nicht konsequent unpolitisch sondern wird in seiner Sozialisation konsequent unpolitisch gemacht. Außerdem braucht man gar nicht soweit zu gehen. Das ganze System basiert darauf, dass sich eine kleine Schicht von Politikern bildet, denen die politische Arbeit obliegt. Unsere indirekte Demokratie besteht ja nicht in etwa darin, dass die Bürger sich gleichberechtigt in der Repräsentation abwechseln.
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 18:16
von Fabian Montary
Original von Montgomery Scott
Man ist nicht konsequent unpolitisch sondern wird in seiner Sozialisation konsequent unpolitisch gemacht.
Wie denn?
Original von Montgomery Scott
Unsere indirekte Demokratie besteht ja nicht in etwa darin, dass die Bürger sich gleichberechtigt in der Repräsentation abwechseln.
Das möchte ich auch gar nicht bestreiten, wer die Erfahrung hat, soll gern dort weitermachen. Der „Markt“ ist offen.
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 18:20
von Montgomery Scott
Original von Fabian Montary
Wie denn?/quote]
Darüber unterhalten Sie sich am besten mit einem Soziologen

Verfasst: Di 22. Jul 2008, 18:22
von Fabian Montary
Original von Montgomery Scott
Darüber unterhalten Sie sich am besten mit einem Soziologen
Warum erzählen Sie es mir nicht?
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 18:33
von Montgomery Scott
Weil ich keiner bin

Die Korrelation zwischen Faktoren wie z. B. Bildungsstand oder sozialer Herkunft der Eltern und politischem Interesse oder Engagement ist aber empirische Tatsache.
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 19:36
von Kreittmayr
Es hat eben jeder seine Voraussetzungen im Leben, und muss das Beste daraus machen. Das kann ihm niemand abnehmen.
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 22:28
von Fabian Montary
Original von Montgomery Scott
Weil ich keiner bin

Die Korrelation zwischen Faktoren wie z. B. Bildungsstand oder sozialer Herkunft der Eltern und politischem Interesse oder Engagement ist aber empirische Tatsache.
Naja, aber wenn Sie das dem kleinen Mann auf der Straße nicht erklären können, ist das schon peinlich, oder? Nicht jeder hat, so wie ich Zugang zu den Forschungseinrichtungen dieses Landes...
Ansonsten kann ich mich Frau Kreittmayr anschließen.
Verfasst: Mi 23. Jul 2008, 10:01
von Montgomery Scott
Original von Kreittmayr
Es hat eben jeder seine Voraussetzungen im Leben, und muss das Beste daraus machen. Das kann ihm niemand abnehmen.
Richtig. Gesellschaftliche Benachteiligungen kann und muss man den Menschen dagegen abnehmen, diese Einsicht zeichnet die politische Neuzeit aus.