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Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 13:52
von Peter Vain
Original von Konrad Grimm
Da hast Du wahrscheinlich recht. Jedenfalls will es keiner hören.
Vor allem in Zeiten der Schwarz-Rot-Geilen Welle will es keiner höre;)
Wenn es denn aber vorne nicht mehr läuft wird schnell die Presse das aufgreifen, ob Deutschland noch eigene Stürmer hat. Außer Hanke, Kießling und Helmes fallen mir jetzt gerade keine Stürmer ein, die in den letzten Jahren für Deutschland gespielt haben und dann zumindest vom Namen her nicht wie Migranten klingen.
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 16:47
von Stigman
Original von Konrad Grimm
Die Idee der Nation ist aber Verknüpft mit dem Ius Sangiunis. Deutscher wird man durch deutsches Blut in den Adern, nicht durch ein Stück Papier.
Ich will dieses Konzept gar nicht verteidigen, nur wenn wir schon National-Mannschaften haben, dann sollten die Spieler auch die Nation vertreten. Sonst sollte man konsequenterweise nur noch von der A-Auswahl des Deutschen Fußballbunds e.V. sprechen.
Art.116 GG
(Deutscher im Sinne des GG)
(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31.Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.
Auf die Geschichte mit dem "deutschen Blut" in den Adern will ich jetzt gar nicht eingehen. Mit Verlaub, auf so 'ne Scheiße steh ich überhaupt nicht!
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 16:58
von Vincent Bellagio
Original von Konrad Grimm
Da hast Du wahrscheinlich recht. Jedenfalls will es keiner hören.
Richtig, manchmal muss man eben seinen Emotionen freien Lauf lassen und darf die Dinge nicht immer so wissenschaftlich analysieren.
Wenn man alles immer bis auf den Punkt analysiert, kommt man als ziemlicher Miesepeter rüber, der den Leuten die gute Stimmung vermiesen will. Sicherlich magst du ja Recht haben, nur ist unsere Welt heute so komplex, dass manche Menschen an weniger wichtigen Dingen, z.B. der Fusball-EM, gerade die Einfachheit schätzen und sich nicht mit allen möglichen Fakten auseinandersetzen wollen.
Die Frage ist doch vielmehr, macht es mir Spaß, Fussball zu schauen und erhöht es mein Vergnügen, wenn ich für eine bestimmte Mannschaft bin?
Und beide Fragen beantworte ich mit einem klaren JA. Mit dem ganzen Hintergrund wie National- usw. möchte ich mich gar nicht auseinandersetzen. Ich will einfach nur Spaß daran haben. Ich setz mich jeden Tag mit so viel Zeug auseinander, dass ich beim Abschalten (Fussball gucken) nicht auch noch ne Analsye anstellen will.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 17:23
von Konrad Grimm
Original von Stigman
(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes
Wer redet über das Grundgesetz? Die Nationalität ist prae- und suprastaatlich. Denn das Grundgesetz ist ja eine Schöpfung des deutschen Volkes - siehe Präambel -, ergo besteht das deutsche Volk offensichtlich unabhängig von der Konstitution.
Volkszugehörigkeit ... Abkömmling
Genau hier geht es um besagtes "deutsches Blut".
Auf die Geschichte mit dem "deutschen Blut" in den Adern will ich jetzt gar nicht eingehen. Mit Verlaub, auf so 'ne Scheiße steh ich überhaupt nicht!
Das kannst Du mögen oder nicht, so ist die Nationalität definiert, und zwar auch in der Rechtswissenschaft völlig unstrittig.
de.wikipedia.org/wiki/Ius_Sanguinis
Deutscher im Sinne der Nationalität ist nur, wer deutsches Blut in sich hat.
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 17:47
von Michael Schneider
Und um deutsches Blut zu haben reicht deutsche Staatsangehörigkeit.
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 19:45
von Franz Sendlhofer
Original von Vincent Bellagio
Richtig, manchmal muss man eben seinen Emotionen freien Lauf lassen und darf die Dinge nicht immer so wissenschaftlich analysieren.
Wenn man alles immer bis auf den Punkt analysiert, kommt man als ziemlicher Miesepeter rüber, der den Leuten die gute Stimmung vermiesen will. Sicherlich magst du ja Recht haben, nur ist unsere Welt heute so komplex, dass manche Menschen an weniger wichtigen Dingen, z.B. der Fusball-EM, gerade die Einfachheit schätzen und sich nicht mit allen möglichen Fakten auseinandersetzen wollen.
Die Frage ist doch vielmehr, macht es mir Spaß, Fussball zu schauen und erhöht es mein Vergnügen, wenn ich für eine bestimmte Mannschaft bin?
Und beide Fragen beantworte ich mit einem klaren JA. Mit dem ganzen Hintergrund wie National- usw. möchte ich mich gar nicht auseinandersetzen. Ich will einfach nur Spaß daran haben. Ich setz mich jeden Tag mit so viel Zeug auseinander, dass ich beim Abschalten (Fussball gucken) nicht auch noch ne Analsye anstellen will.
Was ist der Unterschied zwischen normalem Vereinsfußball-Alltag und den alle zwei Sommer stattfindenden Turnieren?
Einerseits sind die teilnehmenden Mannschaften vermeindliche Vertreter eines ganzen Landes, andererseits ist das Publikum ein ganz anderes. Leute, denen der Fußballalltag sonst wo vorbeigeht, sind jetzt die vermeindlich allergrößten Fußballfans. Da brauchst mir nicht zu erzählen, das hat keinen Hintergrund von wegen Nation etc.
Du willst dich auch nicht mit Hintergründen auseinandersetzen. Wunderbar. Passt ja super in das Raster, hauptsache Schwarz-Rot-Geil, hauptsache Event. Warscheinlich noch anfällig für allen möglichen Merchandisingkram in Schwarz-Rot-Gold. Und wenn wieder Alltag ist? Da interessieren sich die allermeisten nicht für den Fußball, oder schauen Europapokalspiele des FCB im TV. Diese Leute sind es, die den Fußball kaputt machen, diese Leute sind ja am kaufkräftigsten. Was interessieren schon die Leute, die Woche für Woche im Stadion sind, die ihren Verein das Jahr über quasi leben? Nichts. Bringen ja außer Bratwurst und Eintrittskarte ja kein Geld ein.
Aber was reg ich mich auf, es ist ja sooo geil, zwei Fahnen am Auto zu haben und der unkritischen, eventgeilen Konsumenten zu sein. Warum auch Gedanken machen? Nach drei Wochen ist ja alles wieder vorbei und man kann wieder die belächeln, die nach ner Niederlagenserie immer noch zu ihrem Zweitligisten gehen, weil a) Fußball ist ja scheiße oder b) man ist ja Bayern"fan".
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 20:06
von Rainer Zufall
"Nationalität" ist nur ein Konstrukt, es gibt keine ethnische homogenen Völkerschaften (außer vielleicht im tiefsten brasilianischen Regenwald).
Und dieser "SRG-Hype" ist kein Zeichen für neu erwachendes Nationalgefühl, sondern, wie mein Vorredner richtig sagte, nichts als Event, ein kleines Modeaccessoire, das nach dem Turnier wieder im Schrank verschwindet.
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 20:38
von Michael Schneider
So wie es im 18. und 19. Jhd. Mode war...naund? Ihr tut so als wäre das was schlimmes.
@Sendlhofer
Ich bin FC Bayernfan seit ich 10 jahre alt bin. Mich kotzt es so dermaßen an, dass immer mein verein für euren Penisneid herhalten muss, nur weil ihr zu blöd ward in den 80er Jahren euren Verein auf vernünftige wirtschaftliche Füße zu stellen. Was wollt ihr? Dass Bayern München sein Geld sozialistisch unter den armen Vereinen teilt, oder was? Der HSV zum Beispiel hat einfach sein Geld verschleudert und wir haben Uli Hoeneß der Ahnung von Geld hast und wie man es anlegt. Also hört endlich auf für euer dummes Versagen den FC Bayern und seine Fans anzumachen.
Und etwas wo die ganze deutsche Fußballvereinswelt dran schuld ist ist, dass in immer weitere untere Klassen kommerzialisiert werden. Das wollen die Vereine selbst so! Die aus der 2. dritten und vierten, weil die das Geld wittern! Ich bin als Lokalpatriot zu den Spielen des Lüneburger SK im Wilschenbruch gegangen, Regionalliga Nord, als es noch Amateurliga war. Dann gabs die Kommerzialisierung und die Zwangsauflagen, die von 80% der Vereine begrüßt wurde. Jetzt ist der LSK halb Pleite und muss mit einema nderen verein in Lüneburg fusionieren (FC Hansa Lüneburg...damit ist eine 100jährige Vereinstradition tot!). Das kotzt mich an! Aber damit hat der FC Bayern und auch die sogenannten Erfolgsfans (die es nicht gibt, weil Fan zu sein nicht zwangsweise heißt alles gut zu finden was ein verein veranstaltet nur weil es der Verein tut. es ist legitim einen Verein nicht gut zu finden, wenn die Spieler scheiße spielen und der Vorstand Mist fabriziert und man das dann nicht auch noch unterstützt indem man sich den Dreck im Stadion ansieht) nix zu schaffen, sondern die Vereine, die Möchtegernegroß sein wollen in 2. oder 1. Liga!
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 22:40
von Albert von Romanow-Bernstein
Apropos: Podolski gefunden wie er polnisch spricht. Man hört es auch wenn man nicht polnisch kann glaube ich.
http://www.youtube.com/watch?v=h6VK_lNjung
Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 22:44
von Konrad Grimm
Ztztzt... also, wenn es jetzt ein Viertelfinale Deutschland - Türkei geben sollte, dann wäre ich ja tatsächlich mal gezwungen, für die deutsche Mannschaft zu sein...