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Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 08:56
von Matt Suchard
Um ehrlich zu sein, war ich damals echt froh, als ich meinen Ford gegen den Baum gesetzt habe. Zum Glück ist mir zwar nichts passiert, aber ich war wohl in dem Moment zu aufgeregt, um irgendwas zu machen und war daher schon froh, dass ein hilfsbereiter Mensch mir geholfen hat.
Du wärst wahrscheinlich vorbei gefahren und hättest einen eventuell Verletzten im Wrack verrotten lassen. Schließlich kann dieser "winselnde Bettler" sich ja auch selber helfen! :rolleyes:
Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 10:29
von Baudouin de Billancourt
Original von Jim Tres
LOL, in welchem paradiesischem Dorf lebst Du?
In einem Dorf, in dem der Mensch unter normalen Umständen handlungsfähig ist. Bestände das Leben hauptsächlich aus anderen Situationen, würden keine Menschen existieren.
Natürlich würde ich jemandem helfen, wenn ich sein Leben in einer Ausnahmesituation retten könnte, ohne mein eigenes einer größeren Gefahr auszusetzen. Ich bestreite aber, dass Moral an Ausnahmesituationen festgemacht werden sollte. Das ist weder gut, noch edel, noch an der Realität orientiert oder praktisch (um hier mal die gängigen, künstlichen Dichotomien zu bedienen).
Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 11:55
von Jim Tres
Original von Baudouin de Billancourt
In einem Dorf, in dem der Mensch unter normalen Umständen handlungsfähig ist. Bestände das Leben hauptsächlich aus anderen Situationen, würden keine Menschen existieren.
Natürlich würde ich jemandem helfen, wenn ich sein Leben in einer Ausnahmesituation retten könnte, ohne mein eigenes einer größeren Gefahr auszusetzen. Ich bestreite aber, dass Moral an Ausnahmesituationen festgemacht werden sollte. Das ist weder gut, noch edel, noch an der Realität orientiert oder praktisch (um hier mal die gängigen, künstlichen Dichotomien zu bedienen).
Hab ich behauptet, Moral wird an Ausnahmesituationen festgemacht?
Original von Jim Tres
Diese Einstellung hat nichts mit Ethik, Moral oder Recht zu tun,
Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 13:16
von Baudouin de Billancourt
Original von Jim Tres
Hab ich behauptet, Moral wird an Ausnahmesituationen festgemacht?
Die Ansicht, dass ein Mensch in Ausnahmesituationen kein Recht auf Hilfe hat, ist Deiner Meinung nach "zum Kotzen". Das ist ein moralisches Werturteil. Und da Du als Erster eine Situation hier eingebracht hast, in der ein Mensch in Not ist, hast Du Moral an einer Ausnahmesituation festgemacht.
Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 13:48
von Jim Tres
Original von Baudouin de Billancourt
Die Ansicht, dass ein Mensch in Ausnahmesituationen kein Recht auf Hilfe hat, ist Deiner Meinung nach "zum Kotzen". Das ist ein moralisches Werturteil. Und da Du als Erster eine Situation hier eingebracht hast, in der ein Mensch in Not ist, hast Du Moral an einer Ausnahmesituation festgemacht.
Kotzen ist ein physiologisches Werturteil.
Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 13:50
von Baudouin de Billancourt
Original von Jim Tres
Kotzen ist ein physiologisches Werturteil.
*gg*
Die Handlungen eines Menschen als integrem Wesen sind von seinem Denken abhängig

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 15:16
von Jim Tres
Original von Baudouin de Billancourt
*gg*
Die Handlungen eines Menschen als integrem Wesen sind von seinem Denken abhängig
Sicher nicht, schon von Reflexen gehoert?
Verfasst: Di 1. Apr 2008, 10:45
von Baudouin de Billancourt
Meines Wissens müssen Handlungen ca. 25 mal durchgeführt werden, bis sie automatisch werden und überhaupt erst zu Reflexen werden können. Der Mensch ist ein teleologisches Wesen; seine Handlungen sind von seinem Denken abhängig: er kontrolliert sie.
Nun mag es sein, dass einige Menschen den Bestimmungsort des Mageninhalts nicht in jeder Situation kontrollieren können; das sind aber Ausnahmesituationen - und für wie abstoßend man etwas hält, hängt auch schon wieder vom Denken ab. Übrigens kann man so was auch trainieren.
*duckundwegrenn*
Verfasst: Di 1. Apr 2008, 13:00
von Jim Tres
Original von Baudouin de Billancourt
Meines Wissens müssen Handlungen ca. 25 mal durchgeführt werden, bis sie automatisch werden und überhaupt erst zu Reflexen werden können. Der Mensch ist ein teleologisches Wesen; seine Handlungen sind von seinem Denken abhängig: er kontrolliert sie.
Nun mag es sein, dass einige Menschen den Bestimmungsort des Mageninhalts nicht in jeder Situation kontrollieren können; das sind aber Ausnahmesituationen - und für wie abstoßend man etwas hält, hängt auch schon wieder vom Denken ab. Übrigens kann man so was auch trainieren.
*duckundwegrenn*
Da muesste man nun zwischen den verschiedenen Arten von Reflexen unterscheiden, Eigenreflexe wie der Patellarsehnenreflex sind zum Beispiel nicht angelernt und auch nicht kontrollierbar. Da kannst Du Denken soviel Du willst.
Ich hab durchaus auch schon oefter als 25 mal in meinem Leben gekotzt, wenn auch aus anderen Gruenden. =)