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Diese beiden Punkte würde ich prinzipiell unterschreiben, allerdings ist die Pflicht zum Erlernen der Amtssprache durchaus zu relativieren. Es besteht sicher keine Pflicht, die Amtssprache besser zu lernen als die Einheimischen.
Was meinst du, was ich in der Ausbildung teilweise mit besagten Unterschichten für Probleme hatte? Ich hatte es oft genug, dass Leute, die hier schon Jahrzehnte leben, immern noch einen Dolmetscher brauchten oder halt ohne kamen und nicht verstanden haben, was ich sagte.
Das ist wiederrum nur eine Pauschalisierung. Der Schichtenbegriff ist analytisch. Er fasst eine Menge von Individuen nach gemeinsamen Eigenschaften zusammen. Rechtliche Handhabung muss aber stets nach nominalistischen Gesichtspunkten erfolgen.
Was ist an einer Handhabung anhand von Alphabetisierung, Sprachkenntnissen und erlerntem Beruf falsch? Kanada, die USA und andere Länder machen es nicht anders, wenn es um Einwanderung geht.
So ausdrücklich habe ich das nicht fomuliert.

Zunächst einmal die Persönlichkeitsrechte. Der persönliche Lebensbereich eines jeden Menschen ist prinzipiell zu respektieren. Meine Freiheiten finden ihre Grenzen in den Rechten der anderen Menschen. Wo Deine Freiheiten und Rechte dadurch verletzt werden, dass ich hier lebe, ist nun eine Sache Deiner Beweislast. Unter welchen Bedingungen es nun gestattet werden muss, dass jemand eine staatliche Grenze übertritt und nicht wieder zurückkehrt, ist dadurch noch nicht festgelegt sondern eine realpolitische Frage. Tatsache ist aber, dass auch hier zunächst ein Grund für eine spezielle Einschränkung auf dem Tisch liegen muss, bevor sie gerechtfertigt ist.
Ein ausreichender Grund wäre bereits, dass man die Leute nicht hierhaben will.
 

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Original von Oliver von Palm
Was meinst du, was ich in der Ausbildung teilweise mit besagten Unterschichten für Probleme hatte? Ich hatte es oft genug, dass Leute, die hier schon Jahrzehnte leben, immern noch einen Dolmetscher brauchten oder halt ohne kamen und nicht verstanden haben, was ich sagte.
Ich lebe in einer der Städte mit dem größten Ausländeranteil in Deutschland, ich weiß sehr genau, was Du meinst. Und wenn jemand ein Formular zum langfristigen Aufenthalt in Deutschland ausfüllt und angibt, nicht bereit sein, Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu erwerben, sehe ich es auch als legitim an, ihn nicht dauerhaft bleiben zu lassen.
Was ist an einer Handhabung anhand von Alphabetisierung, Sprachkenntnissen und erlerntem Beruf falsch?
Es ist einfach kein geeignetes Kriterium, das Recht zu erteilen, in einem Land leben zu dürfen.
Kanada, die USA und andere Länder machen es nicht anders, wenn es um Einwanderung geht.
Richtig und was an den Südgrenzen der USA vor sich geht, ist meiner Meinung nach sehr sehr kritisch zu beurteilen.
Ein ausreichender Grund wäre bereits, dass man die Leute nicht hierhaben will.
Und das sehe ich gerade nicht so. Ich will meine Nachbarn auch nicht hierhaben. Trotzdem werden sie nicht ausgewiesen.
 

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Beitrag von vSzP »

Original von Konrad Grimm
Die StaSi war ohnehin ein Kindergarten gegenüber unseren heutigen Sicherheitsbehörden,
Überdenke mal, was gewesen wäre, wenn die Stasi 1989 nicht aufgehört hätte zu existieren und heute (internationale) Technik im Einsatz nutzen würde...
 

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Beitrag von Teri Shark »

Original von Oliver von Palm
Unterschichten kosten hier nur Geld, und zwar Geld, dass die Bürger dem Staat abgeben mussten. Es ist nicht hinnehmbar, dass der Steuerzahler die Menschen, die in ihrer Heimat als Abschaum gelten, finanzieren muss.
Schrecklich, dieses Zigeunervolk, nicht wahr?
 

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Schrecklich, dieses Zigeunervolk, nicht wahr?
Das hast du jetzt gesagt.
 

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Beitrag von Matt Suchard »

Original von Teri Shark
Schrecklich, dieses Zigeunervolk, nicht wahr?
Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben. Ich stamme ja ursprünglich aus dem Berliner Speckgürtel aus einer Gegend, die gerne auch mal als "national bereinigte Zone" deklariert wird. Bis auf den Dönermann und ein paar Russlanddeutsche (und zur Spargelsaison noch die tausenden Polen) gab es da nicht viel, was man Ausländer nennen konnte.

Nun seit 2 1/2 Jahren wohne ich in Leverkusen - Wiesdorf und seit dem fühle ich mich als Ausländer innerhalb Deutschlands. Meine Nachbarn sind Türken und Polen, mindestens einmal wöchentlich werde ich von irgendwelchen Blagen als "Drecksdeutscher" oder ähnliches bezeichnet und zwei Kreuzungen weiter wohnt eine ganze stadtbekannte Zigeunersippe, die ein Haus gestellt bekommt, es sich aber durch undurchsichtige Geschäfte leisten kann selbst die Babies in Markenklamotten zu stecken und mit einer ganzen Flotte neuester Mercedes - Fahrzeuge durch die Stadt zu cruisen.
Auf der anderen Seite habe ich bei der Arbeit Kollegen aus der Türkei, aus Polen, Brasilien, den USA, Frankreiche, Spanien, Portugal usw. gehe abends mit denen einen trinken und bin mit einigen mittlerweile sehr gut befreundet.

Was ich sagen will: Es gibt wirklich zwei Sorten von Immigranten. Auf der einen Seite die, die mit dem nötigen Respekt und Integrationswillen nach Deutschland kommen und auf der anderen Seite die, welche hier schon so schön als "Pack" bezeichnet werden.

Ich war nie ausländerfeindlich (wie gesagt: wo ich herkomme, gab es keine Ausländer) und weiger mich es zu sein, aber manchmal fällt es einem wirklich schwer Worte wie "Scheiß Türken", "olle Kanacken" oder was weiß ich zu unterdrücken.

Mir selber fällt dazu auch leider keine andere Lösung außer Zwangsintegration oder Ausweisung ein. Es kann einfach nicht sein, dass ich als Ausländer in ein Land komme und mich förmlich weigere die dortige Sprache und Kultur zumindest ansatzweise zu verstehen und zu adaptieren. Mich interessiert es nicht, ob man an Weihnachten eine Gans oder Piroggen ist, aber ich finde es eine Unverfrorenheit, wenn einige Bevölkerungsteile meinen ihre tlw. exotisch anmutenden Traditionen und Rituale rücksichtslos auf dem Rücken der anwesenden Bevölkerungsmehrheit austragen zu müssen.

Ich gehe ja auch nicht nach Indien und schlachte Kühe, weil man das in Deutschland nun mal so macht... :rolleyes:
 

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Beitrag von Damian Fuller »

Original von Montgomery Scott
Was der Staat für einen Vorteil hat, ist nicht die Frage. Der Staat hat überhaupt keine Vorteile zu haben, er ist unmittelbar Mittel zum Zweck.

Das ist in Wirklichkeit eine Frage der Toleranz: Ich behaupte mal, von den meisten Menschen, die in Deutschland zu leben, keinen Vorteil zu haben. Trotzdem muss ich lernen, sie zu tolerieren.
Ein liberales Statement.*
In die Industrienationen wandern halt vorallem Unterschichtler, da die intellektuelle Elite von Entwicklungsländern in ihrer Heimat ökonomisch bestens versorgt ist. Das ist eine Tatsache aber inwiefern es ein Problem ist, sei mal dahingestellt.
Man kann keinem Menschen moralisch vorwerfen, dass er für sich und seine Familie bessere wirtschaftliche Verhältnisse erreichen will.
Aber es ist objektiv (ohne Wertung) gesehen eine Frage der Rahmenbedingungen, welche Menschen in ein Land einwandern und welche Arbeits- und Sozialmoral sie entwickeln, bzw. wie sie sich integrieren.

Und in Deutschland ist es - obwohl ich den Wohlfahrtsstaat subjektiv nicht "schlanker" machen würde, weil ich auch teilweise von ihm lebe - meiner Meinung nach tendenziell einfacher durch und vom Staat und den steuerfinanzierten Einrichtungen zu leben, während es z.B. in den USA leichter ist, von seinem eigenen Gehalt zu leben, bei entsprechender Weiterqualifikation, Fleiß und Flexibilität.

Daher wandern auch - Herr Prometheus hat es schon gesagt - auch in manche Länder viel mehr gut- bis hochqualifizierte Menschen ein, als nach Deutschland. Diese studieren oder arbeiten z.B. in den USA oder Kanada, bauen sich Kapital auf und bleiben dann dort oder kehren gut ausgebildet und mit Erfahrung wieder in ihre Heimatländer zurück. Dort helfen Sie bei der Entwicklung des Landes mehr als ein bei der Regierung und in der Bürokratie versickernder Scheck des IWF oder anderer staatlicher Entwicklungshilfe.

*Soll aber keine Beleidigung sein. ;)
 

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Damian Fuller
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Man kann keinem Menschen moralisch vorwerfen, dass er für sich und seine Familie bessere wirtschaftliche Verhältnisse erreichen will.
Aber es ist objektiv (ohne Wertung) gesehen eine Frage der Rahmenbedingungen, welche Menschen in ein Land einwandern und welche Arbeits- und Sozialmoral sie entwickeln, bzw. wie sie sich integrieren.
Natürlich kann man es ihnen moralisch nicht vorwerfen. Man kann aber z. B. den Grünen oder der SED vorwerfen, dass sie die Unterschichten dieser Welt gern nach Europa holen und sie nicht ausweisen möchten.
 

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Beitrag von Damian Fuller »

Original von Oliver von Palm
Natürlich kann man es ihnen moralisch nicht vorwerfen. Man kann aber z. B. den Grünen oder der SED vorwerfen, dass sie die Unterschichten dieser Welt gern nach Europa holen und sie nicht ausweisen möchten.
Es war ja nicht nur rot-grün, das den Zuzug von Gastarbeitern, bzw. Wirtschaftseinwanderern gefördert hat.

Zuerst waren es die Italiener, dann die Griechen, Jugoslawen und andere und später die Türken.

Und all diese Einwanderer machten die Jobs, die die Deutschen wegen gestiegenem Wohlstand nicht mehr machten. Dass aber ein Großteil davon nicht mehr sofort nach getaner Arbeit heimkehrte, weil sie sich hier eine Existenz erarbeitet hatten, war für viele Poltiker anscheinend eine Überraschung.
 

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Damian Fuller
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Beitrag von Teri Shark »

Original von Oliver von Palm
Das hast du jetzt gesagt.
Du hast es gemeint. Oder willst Du mir erzählen, dass diese Menschen in ihrer Heimat nicht als Abschaum angesehen werden?
 

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