Vielleicht sollten wir von dem Irrglauben abtreten, dass wir hier in jeder Nuance die Realität nachbilden wollen. Es geht einfach nicht. Vielleicht sollten wir uns mit der Idee anfreunden, dass in einem virtuellen Staat halt etwas andere physikalische usw. Gegebenheiten herrschen, dass es Dinge wie "Neubürgerwerbung" und "Homepage" eben auch innerhalb der Simulation existieren.
Ich glaube, wir müssen unsere Art, zu simulieren, hinterfragen: Wenn jemand auf dem Marktplatz postet, und behauptet, eine Demonstration gegen die Union mit 500.000 Teilnehmern abzuhalten, wie reagieren wir dann? Wie wichtig ist uns die Ausgestaltung noch? (Früher gab es ein paar Leute, wie mich, die nur für die Ausgestaltung spielten. Warum auch nicht? Es machte uns Spaß, und es machte unsere kleine virtuelle Welt ein bisschen gemütlicher. Heute aber habe ich den Eindruck, dass wir es vielleicht ein bisschen zu weit getrieben haben.) Welche Gesetze soll es in der Simulation geben, welche nicht?
Eine ganz radikale Idee, die ich irgendwann mal hatte: Wozu brauchen wir ein virtuelles Volk? Was, wenn wir das Volk sind, und zwar alles, was es da gibt? Unrealistisch? Na und, das ist ein virtueller Staat, nicht die Realität. Hier gehen die Uhren anders.
Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben, aber ich hab gemerkt, dass meine Ideen zu diesem Thema viel zu ungeordnet und teilweise unvollständig sind, als dass ich wirklich etwas beitragen könnte.
