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Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 17:50
von Palin Waylan-Majere
Original von Oliver von Palm
Die Reconquista, die Befreiung Spaniens von der islamischen Fremdherrschaft, war absolut legitim.
Vorher: tolerantes Zusammenleben von Christen, Juden und Moslems. Nachher: fanatischer Katholizismus, der dann gleich mal das erste große Kolonalreich geschaffen hat. Wo hat da "der Islam" die christliche Demut ausgenutzt?

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 17:53
von Fiete Schulze
Religionen, Hase und Wolf, Rotkäppchen, Hansel und Gretel, Das tapfere Schneiderlein....jo alles schöne Märchen. Oder wie war das mit dem Opium? :D

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 17:53
von Oliver von Palm
Original von Palin Waylan-Majere

Vorher: tolerantes Zusammenleben von Christen, Juden und Moslems. Nachher: fanatischer Katholizismus, der dann gleich mal das erste große Kolonalreich geschaffen hat. Wo hat da "der Islam" die christliche Demut ausgenutzt?
Du merkst auch nichts, oder? Ich rede von HEUTE. Weißt du, wie "Christlich-Islamischer Dialog" aussieht? Die Kirchen quasseln, was das Zeug hält, um irgendwelche Gemeinsamkeiten ausfindig zu machen und der Islam hält sich schon qua seiner Doktrin für überlegen.

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 17:57
von Amber Marie Ford
Original von Aaron Sulla
[...]
Was erwartest du, o Großer Hexenmeister der Klugheit, Gelehrsamkeit und Toleranz? Dass mich die von dir zitierten Übersetzungen einzelner Koransuren plötzlich überzeugen und ich zum Islamsympathisanten werde?

Deinen Zitatenschwall könnte man ebenso gut auf van Tulpe, Seroux de Fay und dich münzen. Also?

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 18:07
von Palin Waylan-Majere
Wer soll dieser Islam bitte sein? Die Schiiten? Die Sunniten? Sufismus?
Hier wird doch krampfhaft versucht, aus friedlichen Obsthändlern in Kreuzberg und hinterhältigen Attentätern in Pakistan eine große verbindene kollektive Identität zu schmieden, mit dem Ziel, alle möglichen Ängste und dementsprechend auch Aggressionen auf eine völlig willkürlich festgelegte Gruppe von Menschen zu kanalisieren. Wenn dann Kurden demonstrieren, weil ihre Heimat bombardiert wird, oder eine kleine Religionsgemeinschaft gegen eine für sie beleidigende Fernsehsendung klagt, wird dies gleich alles in einen Topf geworfen und als in einer großen Weltverschwörung ausgeheckter Plan gebrandmarkt. Folglich sollen diese, absolut legitimen und demokratischen, Rechte eben jenen - als von Schäubles Gusto als "gefährlich" eingestuften - Gruppen entzogen. Dazu kommen dann solche Wohlstandskinder und vom alltäglichen Mediengehetze verblendeten Leute und schreien lauthals Zeter und Mordio, wählen Haider, Blocher (und früher oder später auch mal NPD). Wenn dann einer kommt und das Rassismus nennt, tut man beleidigt.

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 18:07
von Aaron Sulla
Original von Amber Marie Ford

Was erwartest du, o Großer Hexenmeister der Klugheit, Gelehrsamkeit und Toleranz? Dass mich die von dir zitierten Übersetzungen einzelner Koransuren plötzlich überzeugen und ich zum Islamsympathisanten werde?

Deinen Zitatenschwall könnte man ebenso gut auf van Tulpe, Seroux de Fay und dich münzen. Also?
Natürlich erwarte ich das nicht. Ich erwarte keine Sympathie für irgendetwas, ist auch vollkommen unnötig. Was ich denke, was man erwarten könnte, wäre eine respektvolle Diskussion, eine respektvolle Anerkennung der Gegenseite auch in der Kritik und keine dogmatische Verteufelung.

Ich denke nicht, dass man ihn auf mich münzen könnte. Ich habe die Zitate von Palm um dem Kontext erweitert und habe einen anderen Koran zur Verfügung, der offensichtlich eine andere Lesart hat. Ich kann leider kein Arabisch, sonst könnte ich da eine eigene Meinung anführen.

Anbei habe ich die Frage von Palm beantwortet, der fragte wo in der Bibel davon die Rede ist das Ungläubige getötet werden solle. Dies habe ich ihm mit Zitaten beantwortet. Danach freilich, ist er auf das Neue Testament ausgewichen, da mache ich mir die Mühe nicht.

Meine eigene Meinung habe ich zu dieser Sache gar nicht angeführt und auch keine Phrasen gedroschen, Ideologien nachgekaut oder meine eigene Herkunft als Fallbeispiel angebracht. Ich habe mich lediglich bemüht neue Sichtweisen einzubringen. Innerhalb dieser Diskussion habe ich für niemanden Partei ergriffen.

Also ist doch alles in Ordnung, fühl dich ruhig angegriffen, wüte blind weiter herum. Es ist mir schnurzpiepegal welche Meinung du hast, ich fälle darüber kein moralisches Urteil. Lediglich darüber wie du deine Meinung vertrittst und wie du andere Meinungen und Sichtweisen diffamierst, schlechtmachst und beldigist, darüber fälle ich mein Urteil. Für mich ganz persönlich und für niemanden sonst.

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 18:11
von Oliver von Palm
Oh doch, du hast Partei ergriffen. Mir ist das persönlich wurst. Ich bin für Meinungsfreiheit. Das heißt aber nicht, dass ich jede Meinung gut finden oder gar schätzen muss. Im Gegenteil gibt mir mein Eintreten sogar das Recht, Meinungen zu verachten, wenn ich sie für Verachtenswert halte. Ganz wie Voltaire es einst ausdrückte. Und daraus habe ich auch das Recht, kulturelle "Besonderheiten" zu verachten, wenn sie menschenrechtswidrig, intolerant und ekelhaft sind.

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 18:12
von Palin Waylan-Majere
Original von Fiete Schulze
Religionen, Hase und Wolf, Rotkäppchen, Hansel und Gretel, Das tapfere Schneiderlein....jo alles schöne Märchen. Oder wie war das mit dem Opium? :D
Da liegt der Hund nämlich begraben. Man braucht diesen staatlich & religiös legitimierten Hass, damit die Leute schön weiter ihr Geld in die große Kollekte der Kriegsmaschinerie einwerfen. Und wenn man Länder lange genug mit christlichem Eifer, Wirtschaftsembargos und Belieferung mit Waffen an möglichst viele verschiedene Gruppen so weit hat, dass sich dort tatsächlich mal schlagkräftige Widerstandsgruppen bilden (die dann natürlich total fanatisiert sind), hat man seine selbsterfüllende Prophezeihung.

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 18:15
von Aaron Sulla
Original von Oliver von Palm
Oh doch, du hast Partei ergriffen. Mir ist das persönlich wurst. Ich bin für Meinungsfreiheit. Das heißt aber nicht, dass ich jede Meinung gut finden oder gar schätzen muss. Im Gegenteil gibt mir mein Eintreten sogar das Recht, Meinungen zu verachten, wenn ich sie für Verachtenswert halte. Ganz wie Voltaire es einst ausdrückte. Und daraus habe ich auch das Recht, kulturelle "Besonderheiten" zu verachten, wenn sie menschenrechtswidrig, intolerant und ekelhaft sind.
Menschenrechtswidrig, intolerant, ekelhaft?

Menschenrechte sind doch auch nur eine kulturelle "Besonderheit" der westlichen Zivilisation, genau wie Toleranz auch. Und ekelhaft? Ich finde verschimmelte Eier ekelhaft, dem Chinesen schmeckts prima. Wer hat Recht? Nimmst du dir das Recht darüber zu urteilen?

Verfasst: Sa 29. Dez 2007, 18:18
von Oliver von Palm
Ich nehme mir das Recht, ganz einfach. Ich gestehe niemanden das Recht zu, einen anderen umzubringen, weil er seine Religion gewechselt hat, weil er einem Teddybären einen "falschen" Namen gegeben hat oder weil er vergewaltigt wurde. Ich spreche jedem das Recht ab, einen anderen zu zwingen, bestimmte Kleidung zu tragen oder dieses oder jenes gut oder schlecht zu finden. Wer die Menschenrechte missachtet, gehört eingesperrt und sonst gar nichts!