Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 00:35
Zu Ihnen doch immer, Herr Präsident =)Original von Maximilian von Rohan-Mason
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Geistreich. Geistreicher. Schulze. Sonst noch etwas zu sagen?
Das, was von Ratelon über ist und als Imperia-Freistein bekannt ist.
https://ratelon.nationen.org/boards/
Zu Ihnen doch immer, Herr Präsident =)Original von Maximilian von Rohan-Mason
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Geistreich. Geistreicher. Schulze. Sonst noch etwas zu sagen?
Schlussendlich: ja. Meiner Ansicht nach würde die Demokratische Union eine nochmalige Neuwahl nicht überleben. Dieser jetzige Zustand, in dem die Demokratische Union nun schon seit einigen Monaten schlummert, ist weder "normal" noch tragbar. Insofern hat*so* Amber in gewissen Teilen Ihres SIMOFF-Statements recht.*so*Original von SRM
Letztendlich kann man nur alle Parlamentarier aufrufen, der Regierungsbildung zuzustimmen, um aus diesem monatelangen Dilemma herauszukommen.
Ich denke, wir sollten die Kirche im Dorf lassen und auf Dramatisierungen verzichten, zumal wir von einer Massenauswanderung noch Lichtjahre entfernt sind.Original Miximilian von Rohan-Mason:
Sehen Sie, wir kommunizieren nicht auf Grundlage gleicher Betrachtungen. In der Tat ist eine gescheiterte Kanzlerwahl und daraus resultierende Neuwahlen bisher kein sonderlich großses Ärgernis gewesen, und in der Tat hatten bisher erste Wahlgänge nie sonderliche Beachtung verdient, wenn sie scheiterten. Aber die Betonung liegt auf bisher! Dieser Staat war noch nie, und ich schaue da auf eine doch mitlerweile beachtliche Betrachtungsdauer zurück, so nah am Exodus, wie er heute ist. Und in einer Situation gelten neue Maßstäbe, daher sehe ich mich notwendigerweise in der Pflicht, dies auch anzumerken.
Wenn Staatsorgane ihren Pflichten nicht nachkommen, dann ist es sicherlich wichtig, den Ursachen dafür nachzugehen und auch kritische Fragen zu stellen. Wovor wir sollten uns jedoch davor hüten, anderen Verfassungsorganen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten abzusprechen und so das Vertrauen der Bevölkerung in diese zu untergraben.Original von Maximilian von Rohan-Mason:
Wenn in Zeiten höchster Krise ein Staatsorgan monatelang nicht in der Lage ist, seine Pflichten zu erfüllen, dann ist es notwendig, dies auch zu hinterfragen. Genauso, wie es zu hinterfragen ist, was andere Staatsorgane derzeit leisten. Ironischerweise scheinen es die in der Vergangenheit viel gescholtenen Gerichte zu sein, die noch am ehesten das tun, was sie tun sollten.
...
Wenn einzelne Abgeordnete ihren Pflichten nicht nachkommen oder "querschießen", so ist dies noch lange kein Beweis dafür, dass die gesamte Institution Unionsparlament versagt hat.Original von Miximilian von Rohan-Mason:
Wer steht nun also besonders in der Pflicht? Die ehemaligen Alternativprogramme oder die staatstragenden Institutionen? Richtig, die Institutionen. Und dieser besonderen Pflicht wird nicht nachgekommen.
Dieser Vergleich hinkt: die Demokratische Union ist von einem "Infarkt" noch Lichtjahre entfernt.Original Maximilian von Rohan-Mason:
Lassen Sie es mich plastisch darstellen: Bei einer Erkältung ist es nicht schlimm, wenn der Doktor ein paar Tage später kommt. Bei einem Herzinfarkt dürfte es ein paar Tage später aber vielleicht schon zu spät sein.
Niemand wird ernsthaft irgendjemanden verbieten wollen, sich kritisch mit der Lage im Lande zu befassen; und das die jetzige Situation unerfreulich ist, ist unbestritten. Nur: von einem Verfall der Union kann keine Rede sein: trotz der derzeitigen Blockade auf Unionsebene und der geringen Aktivität in den Ländern geht das Leben weiter, die politischen Verhältnisse sind in der gesamten Demokratischen Union stabil, und demnächst wird es auch wieder eine funktionierende Unionsregierung geben, die sich den drängenden politischen Problemen stellen wird.Original von Maximilian von Rohan-Mason:
Und ich werde den Teufel tun, die Situation dieses Lands noch einmal gut zu reden. Es hilft nur noch, den Finger in die Wunden zu legen. Sollte sich herausstellen, dass das nicht gewünscht wird, bin ich kein geeigneter Präsident für dieses Land - aber solange ich Präsident bin, hielte ich es für höchst unmoralisch, aus poltischer Korrektheit weiter den Verfall der Union zu verschweigen und nicht kritisch zu hinterfragen.
Sicherlich nicht. Die jetzige Regierungskoalition hat die Verhandlungen zu uns abgebrochen, und wir werden eine solche Regierung dann sicherlich nicht stützen. Wenn die Regierungskoalition ihre Mehrheit nicht selbst zusammenbringt, dann ist sie eben nicht regierungsfähig. Dann bedarf es nicht unbedingt Neuwahlen, aber zumindest Neuverhandlungen. FVP und Hajo Poppinga stehen nach wie vor für eine Regierung bereit.Original von SRM
Letztendlich kann man nur alle Parlamentarier aufrufen, der Regierungsbildung zuzustimmen, um aus diesem monatelangen Dilemma herauszukommen.
Leider verfällt die politische Aktivität stärker, als Bevölkerung zurrückgeht, was allein schon Grund zur Besorgnis wäre. Und die Lage ist dramatisch: Die DU ist derzeit nicht das, was sie einmal war und sie ist auch nicht annähernd das, was wir erwarten.Original von Helmut Hennrich
Ich denke, wir sollten die Kirche im Dorf lassen und auf Dramatisierungen verzichten, zumal wir von einer Massenauswanderung noch Lichtjahre entfernt sind.
Vertrauen in die Politik? Von diesem Land sprechen Sie doch sicher nicht. Vertrauen gibt es in diesem Land höchstens einmal in seine eigene politische Richtung, aber niemals in Institutionen oder die Politik generell. Wenn aber selbst diese nicht vorhandene Erwartungshaltung Richtung Politik noch unterboten werden kann - was wir derzeit leider sehen - kann man kaum noch von untergraben sprechen.Wenn Staatsorgane ihren Pflichten nicht nachkommen, dann ist es sicherlich wichtig, den Ursachen dafür nachzugehen und auch kritische Fragen zu stellen. Wovor wir sollten uns jedoch davor hüten, anderen Verfassungsorganen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten abzusprechen und so das Vertrauen der Bevölkerung in diese zu untergraben. [...]
Dummerweise haben wir ein System, in dem ein Abgeordneter für Versagen sorgen kann.Wenn einzelne Abgeordnete ihren Pflichten nicht nachkommen oder "querschießen", so ist dies noch lange kein Beweis dafür, dass die gesamte Institution Unionsparlament versagt hat.
Sie hat ihn längst erlitten. Ich kann nicht im geringsten nachvollziehen, wie man den - um mal weitere Medizinerfloskeln zu benutzen - komatösen Zustand der DU noch übersehen kann. Selbst Sie kennen doch noch halbwegs bessere Tage.Dieser Vergleich hinkt: die Demokratische Union ist von einem "Infarkt" noch Lichtjahre entfernt.
Das Leben geht immer weiter. Ich wage auch nicht zu behaupten, dass die DU morgen verschwindet oder eingehen wird. Aber die DU hat andere Ansprüche als Stabilität und "ruhige Hand". Um den Anspruch zu präzisieren: Höchste Attraktivität und Aktivität. Und an diesem Anspruch gemessen ist die Lage desaströs.Original von Maximilian von Rohan-Mason:
Niemand wird ernsthaft irgendjemanden verbieten wollen, sich kritisch mit der Lage im Lande zu befassen; und das die jetzige Situation unerfreulich ist, ist unbestritten. Nur: von einem Verfall der Union kann keine Rede sein: trotz der derzeitigen Blockade auf Unionsebene und der geringen Aktivität in den Ländern geht das Leben weiter, die politischen Verhältnisse sind in der gesamten Demokratischen Union stabil, und demnächst wird es auch wieder eine funktionierende Unionsregierung geben, die sich den drängenden politischen Problemen stellen wird.
Das Menschen sich irren, weiß ich. Nicht weniges an der derzeiten Situation, obacht Herr Schulze, muss ich mitverantworten, weil ich seinerzeit andere Dinge für richtig erachtete. Aber es bleibt festzuhalten, dass meine Ansprüche keine hohen sind.Im übrigen bitte ich zu bedenken, dass es nicht nur die Möglichkeit des Versagens von Politikern, sondern auch die Möglichkeit des Versagens von Moralisten gibt. Moralisten versagen insbesondere dann, wenn sie zu hohe Ansprüche an die Möglichkeiten menschlichen Handelns legen und insbesondere übersehen, dass menschliches Handeln, so gut die Planungen auch im Vorfeld waren, von vielen Unwägbarkeiten betroffen werden, und menschliches Denken immer der Möglichkeit des Irrtums unterliegt.
Wenn ich nach Wislanien gucke, muss nicht sein.Original von Maximilian von Rohan-Mason
Wenn das Parlament nicht mehr in der Lage ist, eine Regierung zu wählen, dann sollte dieses selbst das erkennen und die Kompetenz dazu abgeben. So einfach ist das.