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Original von Amber Marie Ford
Und wenn sie nicht ausreichen muss eben scharf geschossen werden, damit die anwesenden Polizisten sich selbst, die Rettungskräfte, friedliche Demonstranten und Passanten effektiv vor Gewalttätern - egal ob sie nun Fahnen der Linke.PDS, NPD oder wessen auch immer schwenken - schützen zu können.

Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen - das Recht darf dem Unrecht nicht weichen!
Sehr gut bringen wir einfach alle Gewaltbereiten um und schon lösen wir die Probleme der Gesellschaft. :rolleyes:

Wenn ich das hier so lese kommt es mir echt hoch.
Ich halte nichts von den Ausschreitungen, genauso wenig wie ich einen 12,5 Millionen teuren Schutzzaun für gut finde.
Dieser Gipfel braucht nicht stattzufinden dafür gibt es in der heuten Zeit dank moderner Technik, bessere Mittel und Wege. Die 120 Millionen hätten dann auch der 3. Welt gespendet werden können. In diesem Sinne verabschiede ich mich genau wie die letzten Tage und Wochen wieder aus der DU, ich habe einfach keine Freude mehr daran ...
 

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Jasmin van Rotstein
Unionsministerin für Arbeit, Soziales, Familie, Bildung und Touristik a.D.
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Ja, und die Probleme der Dritten Welt löst man mit Geldspenden :rolleyes:. Wann lernen wir endlich mal, dass man die Probleme vor allem Afrikas nicht mit Geld, nicht mit Entwicklungshilfe, sondern nur mit Handel lösen kann?
 

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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von vSzP
Wenn tatsächlich weniger Polizisten verletzt werden, bin ich auch für härte Maßnahmen. Allerdings schaukelt das die Gewalt nur hoch.
Nun ja; Gummigeschosse werden auch standardmäßig von den israelischen Sicherheitskräften gegen gewalttätige Palästinenser verwendet und waren zudem eine der wichtigsten Waffen der britischen Armee im Nordirlandkonflikt. Wen so ein Ding erwischt, der läuft nicht mehr weiter. Sie können aus sicherer Entfernung abgefeuert werden. Insofern verzichtet die deutsche Polizei schon auf eines der effizientesten Mittel.
Dabei ist mir klar, dass Gummigeschosse bei ungünstigen Treffern (insbesondere Kopf und Hals) tödliche Wirkung haben können - der Grund, warum die deutsche Polizei sie nicht verwendet. Aber diese Güterabwägung würde ich mittragen, schließlich sind die Polizisten durchaus gleichwertiger Gefahr ausgesetzt - ein Pflasterstein kann auch töten, ein Molli sowieso. Die Ford'sche Abwägung erscheint mir krass unverhältnismäßig, aber ein geringes Risiko für die Straftäter muss man in Kauf nehmen, wenn man dafür das Risiko für die Sicherheitskräfte massiv senkt.
 

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Erleuchteter
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Original von Oliver von Palm
Ja, und die Probleme der Dritten Welt löst man mit Geldspenden :rolleyes:. Wann lernen wir endlich mal, dass man die Probleme vor allem Afrikas nicht mit Geld, nicht mit Entwicklungshilfe, sondern nur mit Handel lösen kann?
Wir handeln doch mit denen seit Jahrhunderten. Murmeln gegen Sklaven und so.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Witzig, dass 40 Jahre nach Benno Ohnesorgs Tod und knapp 18 Jahre nach dem Fall der Mauer hier solche Debatten über Todesschützen geführt werden.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Palin Waylan-Majere
Witzig, dass 40 Jahre nach Benno Ohnesorgs Tod und knapp 18 Jahre nach dem Fall der Mauer hier solche Debatten über Todesschützen geführt werden.
Man kann natürlich auch alles in einem Topf kochen.
Den Fall Ohnesorg anzusprechen ist deplaziert, weil niemand weiss, ob sein Tod nun in Notwehr verursacht wurde oder nicht. Die Mauerschützen mit in diesen Topf zu werfen ist sogar kreuzdämlich, weil es hier weder um ein legitimes Ziel ging, noch in irgendeiner Form eine Zweck-Mittel-Relation gewahrt wurde.
 

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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Konrad Grimm
Nun, was genau es ist, weiss ich auch nicht. Aber es gibt da ja ein interessantes Phänomen, das im Zuge des demographischen Wandels beschrieben wurde: Gesellschaften sind dann instabil, wenn es viele Junge (besonders junge Männer) gibt. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass diese Gruppe immer gewalttätig in Erscheinung tritt, in jeder Generation:
So, die Wissenschaft gibt mir Recht.

Wolfgang Sofsky, Professor für Soziologie an der Uni Göttingen im FAZ-Interview:

"Es geht um Action. Aber die Gewaltformen unterscheiden sich. Hooligans prügeln brutal, zunächst einander, dann auch die Polizei. Bei den Autonomen wird mehr geworfen, gezündelt und gelaufen. Mit einem gewissen Potential von Gewaltbereitschaft junger Männer muss jede Gesellschaft umgehen, solange sie ihren Nachwuchs nicht in den Krieg schicken will."
 

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Original von Konrad Grimm

So, die Wissenschaft gibt mir Recht.

Wolfgang Sofsky, Professor für Soziologie an der Uni Göttingen im FAZ-Interview:

"Es geht um Action. Aber die Gewaltformen unterscheiden sich. Hooligans prügeln brutal, zunächst einander, dann auch die Polizei. Bei den Autonomen wird mehr geworfen, gezündelt und gelaufen. Mit einem gewissen Potential von Gewaltbereitschaft junger Männer muss jede Gesellschaft umgehen, solange sie ihren Nachwuchs nicht in den Krieg schicken will."
Ja, genau. Weiten wir die Wehrpflicht mal wieder aus, schaffen das Kriegsdienstverweigerungsrecht ab und schicken wir die jungen Männer Deutschlands (alle unter 35, z. E.) mal wieder in einen ordentlichen Krieg. Vielleicht im Irak? Oder noch besser: Im Iran. Da können wir genug abschlachten lassen.

Sorry. Gewaltbereitschaft hat nichts mit dem Geschlecht an sich zu tun, sondern vor allem mit Sozialisation. Jungs werden schon von Klein auf dazu erzogen, später mal gute Soldaten zu sein. Oder wozu ist das Kriegsspielzeug, die Kriegs- und Gewaltspiele, die Gewalttrickfilme etc. pp. wirklich gedacht? Ich meine nicht, dass das bewusst passiert. Eher subtil.
 

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Lebende Foren Legende
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Lebende Foren Legende
Was dabei nicht unterschlagen werden darf ist auch der Einfluss der Ewartungen, welche Frauen an potenzielle Partner stellen.

Während einerseits die 3% oder so weiblichen Soldaten stets in jede lobende Erwähnung einbezogen und sogar zuvörderst genannt werden ("unsere Soldatinnen und Soldaten"), Mädchen am Girls' Day von Technischen Universitäten, Luft- und Raumfahrtzentren etc. hofiert werden (als Kanalarbeiter in der Scheiße wühlen kann aber ruhig Männern vorbehaltern bleiben), z. B. Uma Thurman als "The Bride" oder Sarah M. Gellar als "Buffy" Ikonen der Pop-Kultur, weibliche Rollenbilder also höchst ambivalent sind, gelten für Männer nach wie vor vorsintflutliche Stereotype.

Egal was Sozialwissenschaftler über die Notwendigkeit, Männern mehr Sozialkompetenz zu vermitteln reden und schreiben, auf dem Partnerschaftsmarkt ist und bleibt der asoziale Macker das Erfolgsmodell schlechthin. Und er schlägt eben auch mal zu, sei es auf Fußballplatz, der Demonstration, oder im Schlafzimmer. Zumindest letztgenanntenfalls ist das Geschrei dann groß...
 

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Amber Marie Ford
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Registriert: Mi 21. Mär 2007, 11:28
Richtig. Man muss erstmal die Rollenklischees, die für Männer gelten, aufbrechen.
 

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