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Original von Joseph A. Gladstone

Argumentierst du immer so? Auf besagter Veranstaltung sind ja auch übrigens etwas merkwürdige Leute rumgelaufen, die dauernd ziemlich ausfällig wurden - bei einer Filmvorführung haben sie sich dann vermummt, weil sie das - nach eigenen Aussagen - so antifaschistisch fanden ;)
Nein, nur wenn so Vollspaten meine ihre Klischees in die Welt hinauszuposaunen.
Das kann man jetzt zwar nicht pauschalisieren, da du das tust, tue ich das aber auch: Ich nehme an, dass die Mehrheit der Juristen zu realistischem Denken in der Lage sind, während der urtypische Jusos das kommunistische Manifest runterbetet und oft gar nicht so genau weiß, was er da erzählt...
Das ist Klischeedenken. Die Juristen sind nicht zu realistischen und praxisorientierten Denken fähig, sondern Fachidioten, die überall irgendwelche Probleme sehen und eigentlich nur von Jura Ahnung haben, aber dann meinen über Arbeitsmarktpolitik schwadronieren zu können, ohne überhaupt einen blaßen Schimmer davon zu haben, Angestellter zu sein.
Tradition, Tradition. Was hat es mit dem Betreiben einer ernsthaften Politik zu tun, wenn man ständig und zu jedem Anlass die Internationale trällert und sich scheckig freut, wenn man Kapitalisten beleidigt?
Boah, wieder so klischeehaft. Man kann Realpolitik betreiben, man muss auch zurückschauen um nach vorne zu schreiten. Im übrigen ist die Internationale ein Abschlusslied, was halt eben nochmal das familiäre betont.
Jusos erheben auch den Anspruch, ernst genommen zu werden. So, wie die Jusos sich geben, werden sie nicht ernst genommen. Ich habe letztens die Drohsel reden hören - sowas wirklich schlechtes hab ich vorher nicht gesehen.
Drohsel ist ein Fall, wo ich mir denke, dass der mal ein paar Jahre Arbeit in der privaten Wirtschaft gut täten. Halt eben ein typischer Juristenfall, wie schon angemeckert.
Das können lokale Jusos mit einem Jahr Mitgliedschaftserfahrung besser, wenn sie ein wenig Verständnis mitbringen.
Pah, viele kennen gelernt, dass sind nur Plakatkleber und Winkewinke-/Fotomachmänneken, die nur nachlabern, was man denen eintrichtert. Teilweise findet da keine Bildung eigener Meinungen statt.
Jusos sind so nicht ernst zu nehmen. Sie werden ihre Ziele nicht erreichen. Auch, weil die Ziele utopisch sind. Mit Utopien aber betreibt man keine Politik.
Utopien sind gut, um eine Richtschnur zu haben. Man will ja nicht alles umsetzen, ist aber froh über jeden kleinen Teil den man umsetzen kann.
 

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Wolfgang Müller
Imperialkanzler der Republik Imperia a.D.
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Nein, nur wenn so Vollspaten meine ihre Klischees in die Welt hinauszuposaunen.
Mag sein, dass die Thesen der Person, die du angegriffen hast, durchaus mal etwas gewagt sind und sich nicht in die politische Korrektheit einreihen, aber im Gegensatz zu dir - entschuldige, wenn ich das so sage - sehe ich da eine Argumentationsstruktur mit echten Argumenten, nicht einfach nur Thesen, die in den Raum geworfen werden.
Das ist Klischeedenken. Die Juristen sind nicht zu realistischen und praxisorientierten Denken fähig, sondern Fachidioten, die überall irgendwelche Probleme sehen und eigentlich nur von Jura Ahnung haben, aber dann meinen über Arbeitsmarktpolitik schwadronieren zu können, ohne überhaupt einen blaßen Schimmer davon zu haben, Angestellter zu sein.
Dann hast du ja verstanden, was ich sagen will, denn mit dem Klischeedenken hast du eingesetzt - dass man Jurist ist, heißt ja wohl nicht gleichzeitig, von Arbeitsmarktpolitik keine Ahnung zu haben.

Ein Angesteller muss vom Politikbereich des Arbeitsmarktes übrigens auch nicht unbedingt eine Ahnung haben, das einzige Kompetenzkriterium ist doch hier nicht die Erfahrung als Teilnehmer am Markt. Das würde bedeuten, man ginge hier nach Individualinteressen, in einem Land, in dem Politik für mehrere Millionen Menschen betrieben werden kann, sind Individualinteressen aber nur sehr schwer vertretbar.

Es gibt so einige Dinge, an denen man nicht herumkommt. Da ist mir ein Realist mit seinen Argumenten zur Arbeitsmarktpolitik lieber, weil er den Kern der Sache erfasst und idealerweise das an Veränderung rausholen wird, was er rausholen kann.

Ein Vertreter von Utopien wird mit seinen traumhaften Vorstellungen auftreten und nach kurzer Zeit scheitern, ohne etwas zu erreichen. Ich denke aber, wir müssen keinen Stillstand in Kauf nehmen, nur weil Utopien existieren. Das ist ein wenig wie mit dem klassischen Drama: Die Darstellung von Idealtypen ist ja schön und gut, für die Realität aber kaum brauchbar.
Man kann Realpolitik betreiben, man muss auch zurückschauen um nach vorne zu schreiten.
Beim Zurückschauen muss aber eine differenzierte Betrachtungsweise vorliegen. Rede ich mit dem typischen, linken Juso, so höre ich was über Industrialisierung und Zerschlagung des Kapitalismus, Marx usw. Das ist nicht differenziert, das ist völlig ideologiebezogen.
Drohsel ist ein Fall, wo ich mir denke, dass der mal ein paar Jahre Arbeit in der privaten Wirtschaft gut täten. Halt eben ein typischer Juristenfall, wie schon angemeckert.
Drohsel ist inkompetent, so viel dazu.
Pah, viele kennen gelernt, dass sind nur Plakatkleber und Winkewinke-/Fotomachmänneken, die nur nachlabern, was man denen eintrichtert. Teilweise findet da keine Bildung eigener Meinungen statt.
Stimmt. Eben weil ihnen von den obersten Strukturen - vom Bundesvorstand an! - irgendwelche sozialistischen Theorien vor den Latz geknallt werden. Sozialsmus ist toll, Kapitalismus ist doof, und wenn die SPD mal nicht ganz links ist, ist sie sowieso der letzte Scheiss. Ich habe mir das angesehen und mit einigen Jusos geredet - die haben nur für einen Kandidaten gestimmt, weil er es halt sowieso machen würde - und kein Mensch hat sich den Leitantrag durchgelesen, wozu auch. Die sind determiniert von einer Art der Werbung, der sie als Teil dieser Struktur gar nicht entfliehen können, wenn sie nich wissen, was für eine Gehirnwäsche da betrieben wird.
Utopien sind gut, um eine Richtschnur zu haben. Man will ja nicht alles umsetzen, ist aber froh über jeden kleinen Teil den man umsetzen kann.
Gut, Richtschnuren. Das mag ja sein - aber zeig mir mal auf Bundes- oder Landesebene Juso-Arbeit, in der der Sozialismus nicht Mittelpunkt, sondern Richtschnur konkreter Zielsetzungen ist...?
 

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Joseph A. Gladstone, Die Grünen
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Imperias Regierungschef Wolfgang Müller sprach: "Aber ich kann auch anders, Gladstone du bist ein Hurensohn."
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Ich sag es mal so, vom Thüringer Landesverband habe ich ein ganz anderes Bild, als ihr es hier darstellt...
 

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[b]Professor Dr. Dr. Fabian von Montary[/b]
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[size=85]Präsident der Unionsstiftung für Kultur, Gesellschaft und Geschichte
Dekan des Roldemian Institute for History an der Montary University
Staatsarchivar der Republik Roldem und Honorarkonsul im Dominion Cranberra
Sprecher des Parlaments von Roldem und Abgeordneter für den Wahlkreis W. City of Montary[/size]

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Ich muss ehrlich sagen, jemand wie Gladstone gefällt mir politisch sogar besser als diese ganzen selbsternannten "linken" Jusos, die sowieso nach rechts kippen, wenn es drauf ankommt und überhaupt das Prinzip des "links reden, rechts handeln" verinnerlicht haben. Dann lieber einer der gar nicht erst links redet.
 

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Original von Joseph A. Gladstone
Gut, Richtschnuren. Das mag ja sein - aber zeig mir mal auf Bundes- oder Landesebene Juso-Arbeit, in der der Sozialismus nicht Mittelpunkt, sondern Richtschnur konkreter Zielsetzungen ist...?
Schön wärs. Die reden doch in ihrer Jusozeit (fast) alle vom Systemwechsel, wenn es dann an die schönen Posten geht, sind sie 100% auf Linie und halten die Marktwirtschaft für ein gottgebenes Geschenk, dass es zu schützen gilt.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Das macht es ja nur noch schlimmer. Das zeigt ja: Die Jusos sind ein Utopiebelagerter Haufen, bis es an eigene Vorteile geht, dann vergessen sie sowieso alles.

Eigentlich ist das keine besonders wünschenswerte Organisation. Da bin ich lieber ehrlich und äußere jetzt schon meinen eigentlichen Standpunkt, bevor ich vorher lüge und mich dann verbiegen lasse.
 

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Man kann sich aber auch in Dinge hineinsteigern... :rolleyes:
 

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Siehst du es anders?
 

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Original von Joseph A. Gladstone
Eigentlich ist das keine besonders wünschenswerte Organisation. Da bin ich lieber ehrlich und äußere jetzt schon meinen eigentlichen Standpunkt, bevor ich vorher lüge und mich dann verbiegen lasse.
Recht so ;)

Mal im Ernst, die SPD hat nicht erst gestern, sondern vor bald fünfzig Jahren den Kampf um den Systemwechsel förmlich beendet, und seitdem und dadurch beachtliches erreicht. Denn auch wenn manch linker Nostalgiker es anders sieht, es gibt keine "Arbeiterklasse" in dem Sinne mehr. Wer heute arbeitsrechtlich als Arbeiter beschäftigt ist, genießt heute eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Stellung, die selbst kleine Angestellte vergangener Tage weit übertrifft. Das ist der Erfolg der sozialliberalen Reformen der 1970-er Jahre, die in dieser erst dadurch möglich wurden, dass die SPD sich vom revolutionären Sozialismus abgewandt und auf den Boden einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft gestellt hat.

Das "Old Labour"-Getöse einiger (oder vieler? Ich gebe zu, ich verkehre eher in anderen Kreisen ;)) JuSos ist doch nur Koketterie mit den Nachwehen pubertärer Querulanz, je erwachsener die Leute werden, desto eher begreifen sie die Organisation als beruflich nützliches Netzwerk weltanschaulich ähnlich gesinnter Leute, und merken irgendwann, dass der "rechte" JuSo mit zusammen man sich selbstständig machen kann der wertvollere Gesprächspartner ist als der marxistische Dogmatiker, der Coca Cola vergesellschaften will.
 

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Susan Abigail Jefferson
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Erleuchteter
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Original von Susan Jefferson
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Es geht doch gar nicht um die 1:1 Umsetzung des Kommunistischen Manifests. Ich glaube, bei den Jusos findest du überall große Verehrer Willy Brandts - und die wissen auch, mit wem der so zwischen '66 und '74 so koaliert hat ;).
Das die SPD keine revolutionäre Partei ist, weiß man schon seit den Tagen der Weimarer Republik. Bei Tucholskys "Ein älterer, aber leicht besoffener Herr" heißt es:
«Wat brauchst du Jrundsätze», sacht er, «wenn dun Apparat hast!» Und da hat der Mann janz recht. Ick werde wahrscheinlich diese Pachtei wähln - es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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