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Verfasst: Sa 7. Nov 2009, 18:14
von Montgomery Scott
Original von Hans Sack
Das ist Schwachsinn.
Ich führe mit unter Stundenlange wundervoll Ansprechende Konversationen, über Teamspeak und diese sind in Absolut keiner form weniger befriedigend, als ein Gespräch mit Physischen Kontakt. Im gegenteil ich empfinde die Kommunikation über das Netzt sogar sehr viel Angenehmer. Ich habe somit in der regel genügendd Kontakt zu anderen Individuuen und kann nach 3 jahren resumieren das ich damit Glücklich bin.
Ich meine nicht diese Art von Beschränktheit. Was ich meine, siehst Du eben erst "von außen", also nachdem Du dich dauerhaft in die intellektuelle Praxis begeben hast.
Ich nehme mir jetzt mal heraus, auch mit "das ist Schwachsinn" zu antworten

Nur soviel: Bei Descartes hört die moderne Philosophie nicht auf, sie fängt an diesem Punkt an. Und nicht mal Descartes scheinst Du aufmerksam gelesen bzw. verstanden zu haben.
Verfasst: Sa 7. Nov 2009, 18:25
von Hans Sack
Nun das ist keine Widergabe eines Philosophischen Generes, sondern die Widergabe meiner meinung zum Thema Realität.
Ich meine nicht diese Art von Beschränktheit. Was ich meine, siehst Du eben erst "von außen", also nachdem Du dich dauerhaft in die intellektuelle Praxis begeben hast.
:rolleyes:
Verfasst: Sa 7. Nov 2009, 20:49
von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Was hast du denn vor drei Jahren gemacht?
Verfasst: So 8. Nov 2009, 15:18
von Heinrich Julius von Jagonburg
@Scott Studierst du auch Philosophie?
Verfasst: So 8. Nov 2009, 15:26
von Montgomery Scott
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
@Scott Studierst du auch Philosophie?
Si, si.
Verfasst: So 8. Nov 2009, 15:47
von Heinrich Julius von Jagonburg
Original von Montgomery Scott
Si, si.
Dann finde ich es schon ein wenig unfair, dass du ihm die Konsenstheorie einfach da hinklatschst ohne auf die Alternativen zu verweisen. Alternativen mit denen er wahrscheinlich zufriedener wäre

Ganz davon abgesehen ist die Konsenstheorie erkenntnistheoretisch hoffnungslos veraltet, die hat doch Wittgenstein ins Gespräch gebracht wenn ich mich nicht ganz täusche. Eine etwas naturalistischere Erkenntnistheorie, gewissermaßen ein Zwitterwesen aus methodologischem Naturalismus und ontologischem Naturalismus wird sich wohl in der Zukunft langsam als neues tragfähiges Konstrukt herausstellen, obwohl ich mir noch nicht ganz vorstellen kann wie das ganze dann aussehen wird, obwohl Goldman in diese Richtung bereits vorgestoßen ist. Solange das Agrippa-Trilemma aber noch nicht schlüssig entkräftet ist, bin ich ohnehin radikaler Skeptiker und kann daher zu Sacks Ehrenrettung sagen: Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Realität und Fiktion, aber der ist begriffsanalytischer Natur. De facto können wir Realität und Fiktion nicht schlüssig voneinander unterscheiden - ich verweise dazu nur auf die "Gehirn im Tank"-Hypothese.
Verfasst: So 8. Nov 2009, 15:52
von Montgomery Scott
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
Dann finde ich es schon ein wenig unfair, dass du ihm die Konsenstheorie einfach da hinklatschst ohne auf die Alternativen zu verweisen. Alternativen mit denen er wahrscheinlich zufriedener wäre
Gerade nicht, weil ich eben damit etwas demonstrieren wollte
Ganz davon abgesehen ist die Konsenstheorie erkenntnistheoretisch hoffnungslos veraltet, die hat doch Wittgenstein ins Gespräch gebracht wenn ich mich nicht ganz täusche. Eine etwas naturalistischere Erkenntnistheorie, gewissermaßen ein Zwitterwesen aus methodologischem Naturalismus und ontologischem Naturalismus wird sich wohl in der Zukunft langsam als neues tragfähiges Konstrukt herausstellen, obwohl ich mir noch nicht ganz vorstellen kann wie das ganze dann aussehen wird, obwohl Goldman in diese Richtung bereits vorgestoßen ist. Solange das Agrippa-Trilemma aber noch nicht schlüssig entkräftet ist, bin ich ohnehin radikaler Skeptiker und kann daher zu Sacks Ehrenrettung sagen: Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Realität und Fiktion, aber der ist begriffsanalytischer Natur. De facto können wir Realität und Fiktion nicht schlüssig voneinander unterscheiden - ich verweise dazu nur auf die "Gehirn im Tank"-Hypothese.
Die Konsenstheorie der Wahrheit ist vorallem durch Leute wie Habermas und Apel und ich glaube auch Charles Taylor (nein, nicht der Typ aus Liberia

) entwickelt worden. Dass sie veraltet ist, würde ich auf keinen Fall sagen, auch wenn ich da nicht 100%ig drin bin.
Zum Thema "Fiktion": Eine Fiktion ist etwas, das sich jemand ausgededacht hat. Ein wenig näher an eine sinnvolle Aussage über das Wesen der Realität kommt man vielleicht, wenn man "Fiktion" durch "Konstruktion" ersetzt, was gleichzeitig aussagekräftiger, realitätsnäher (ich weiß...) und offener ist.
Verfasst: So 8. Nov 2009, 16:13
von Heinrich Julius von Jagonburg
Original von Montgomery Scott
Gerade nicht, weil ich eben damit etwas demonstrieren wollte
Das hab ich schon verstanden, aber das wird er so nicht verstehen
Die Konsenstheorie der Wahrheit ist vorallem durch Leute wie Habermas und Apel und ich glaube auch Charles Taylor (nein, nicht der Typ aus Liberia

) entwickelt worden.
Ja das stimmt wohl, aber sie baut inhaltlich sehr stark auf die Korrespondenztheorie auf, die Wittgenstein mitentworfen hat.
Dass sie veraltet ist, würde ich auf keinen Fall sagen, auch wenn ich da nicht 100%ig drin bin.
Ich bin gerade sehr in Erkenntnistheorie und Bewusstseinsphilosophie drin weil ich die Chance nutzen muss bei einigen der weltweit fähigsten Leute auf diesem Gebiet studieren zu können, wer weiß wie lange so jemand Professor an einer Uni bleibt.
Ich würde die Konsenstheorie inhaltlich bei Korrespondenztheorie, Kohärenztheorie und Evidenztheorie einordnen, also bei den epistemischen Wahrheitstheorien und die haben alle ein entscheidendes Problem mit dem Wahrmacher. Hinzu kommt, dass die epistemischen Wahrheitstheorien und ebenso die Konsenstheorie wenn ich die Funktionsweise der Theorie richtig verstanden habe, voll im Agrippa-Trilemma hängen, im Rechtfertigungszirkel. Dass der Rechtfertigungszirkel mitunter so groß ist das man ihn nicht mehr überblicken kann, ändert nichts an der Tatsache, dass das dadurch entstandene Konstrukt keinerlei Verbindung mit der Realität aufweist. Versucht man das zu beheben endet man also entweder, wie immer, im infiniten Regress oder im Rechtfertigungsabbruch und beides ist logisch unzulässig. Das Agrippa-Trilemma ist eine zu große Nuss für die Konsenstheorie.
Zum Thema "Fiktion": Eine Fiktion ist etwas, das sich jemand ausgededacht hat. Ein wenig näher an eine sinnvolle Aussage über das Wesen der Realität kommt man vielleicht, wenn man "Fiktion" durch "Konstruktion" ersetzt, was gleichzeitig aussagekräftiger, realitätsnäher (ich weiß...) und offener ist.
Der Begriff ist besser ja, aber wir hatten ja die ganze Zeit schon "Fiktion" benutzt

Verfasst: So 8. Nov 2009, 16:57
von joukersendler
Ich weiß schon warum ich nicht Philosophie studiere

Verfasst: So 8. Nov 2009, 19:11
von Hans Sack
Original von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Was hast du denn vor drei Jahren gemacht?
Da ich mich noch nie für die Gesellschaft anderer Menschen erwärmen konnte wagte ich noch einen Versuch und verkehrte mit Menschen meins Alters. Ich wurde zwar schnell angenommen, aber auf Dauer erschien mir deren Lebensweise als Sinnlos und Abstoßent, Allgemein verlor die Pysische Kommunikation in meinen Augen immer mehr dan Wert und meine starke Affinität zum Internet steigerte sich stetig. Da mich mein Virtuelles Leben erfüllte, beschloss ich mit 15 Jahren Folglich dieses Leben Dauerhaft zu führen. Das ist nun 3 Jahre her und ich habe es bis heute nie Bereut im Gegenteil, nie zuvor hat mich meine Lebensweise mehr erfüllt.
Ich kann es nur empfehlen ^^