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Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:06
von SRM
Original von Stigman

Wenn also jemand sein Kind nicht betreuen kann, weil er arbeiten muß, soll das Sorgerecht entzogen werden?
Das ist tatsächlich neoliberaler Mumpitz, der in einer modernen Gesellschaft nichts verloren hat.

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:09
von Johan Kalliklesson
Original von SRM
Das ist tatsächlich neoliberaler Mumpitz, der in einer modernen Gesellschaft nichts verloren hat.
Nicht nur neoliberal, nein besser: Das muss neoliberale faschistische Neonazi-Altnazi-Ideologie sein. =)
Ist schon lustig, wenn bei Diskussionen immer wieder die Phrasen- und Kampfbegriffmaschine angeworfen wird.

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:11
von SRM
Original von Johan Kalliklesson

Nicht nur neoliberal, nein besser: Das muss neoliberale faschistische Neonazi-Altnazi-Ideologie sein. =)
Ist schon lustig, wenn bei Diskussionen immer wieder die Phrasen- und Kampfbegriffmaschine angeworfen wird.
Das nennt sich Bullshit-Bingo. ;)

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:13
von Stigman
Original von Johan Kalliklesson

Nicht nur neoliberal, nein besser: Das muss neoliberale faschistische Neonazi-Altnazi-Ideologie sein. =)
Ist schon lustig, wenn bei Diskussionen immer wieder die Phrasen- und Kampfbegriffmaschine angeworfen wird.
Möchte nochmals, Phrasen- und Kampfbegriffsfrei wie ich finde nachfragen:
Wenn also jemand sein Kind nicht betreuen kann, weil er arbeiten muß, soll das Sorgerecht entzogen werden?

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:34
von Johan Kalliklesson
Original von Stigman
Möchte nochmals, Phrasen- und Kampfbegriffsfrei wie ich finde nachfragen:
Wenn also jemand sein Kind nicht betreuen kann, weil er arbeiten muß, soll das Sorgerecht entzogen werden?
Dich habe ich auch damit nicht gemeint, war aber glaube ich klar. Ich persönlich habe dazu gar keine feste Meinung. Ich meine nur grundsätzlich, dass es interessant ist, wie verantwortungsunfähig und -unwillig die Gesellschaft geworden ist.
In dem speziellen Fall, und wenn keine Verwandten oder Bekannten vorhanden sind, die sich um das Kind kümmern könnten, muss man entweder Geld vom Staat nehmen und sich um das Kind kümmern oder eine Betreuungseinrichtung in freier oder staatlicher Trägerschaft suchen würde ich vermuten.

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:39
von Montgomery Scott
Grundsätzlich ist das eine klassisch konservative Sozialpolitik. Denn dabei geht es - wie schon bei Bismarks Sozialstaat - primär um die reibungslose Funktion des Wirtschaftssystems. Auf individueller Ebene kann man den Menschen vielleicht vorwerfen, sie zeigten zu wenig Verantwortung für dies oder kümmerten sich zu wenig eigenverantwortlich um jenes. Statistisch gesehen braucht es aber nun mal staatliche Betreuungsangebote, wenn immer mehr Leute für immer weniger Geld immer mehr Lebensarbeitszeit leisten sollen, da hilft kein moralischer Appell.

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:43
von Rafael van der Linden
Original von Montgomery Scott
Grundsätzlich ist das eine klassisch konservative Sozialpolitik. Denn dabei geht es - wie schon bei Bismarks Sozialstaat - primär um die reibungslose Funktion des Wirtschaftssystems.
Bismarck war jedoch Konservativer. Er war geistig eher mit dem Nationalliberalismus verwandt, von dem er sich dann nach der Wirtschaftskrise abgewandt hat...

Oh Gott, mir fällt gerade wieder auf, alles wiederholt sich, alles wiederholt sich.... :D

... und Protektionist geworden ist. Er war immer realpolitisch und pragmatisch, so auch bei der Einführung des Sozialstaats um der SPD das Wasser abzugraben...

Oh Gott, Merkel ist Bismarck =)

... und niemals ideologisch konservativ. Er war durchaus macht- und herrschaftskonservativ, aber das hat nichts mit der Ideologie des Konservatismus zu tun, das findet man in allen politischen Lagern.

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 16:51
von Larifari
Das muss dann aber eine tolkienmäßige zyklische Geschichtsauffassung sein: alles wird immer kleiner und schäbiger.

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 18:01
von Cik Czaikowski
Original von Larifari
Das muss dann aber eine tolkienmäßige zyklische Geschichtsauffassung sein: alles wird immer kleiner und schäbiger.
Außer der Schuldenberg und die EU - die werden imm größer. ;)

Verfasst: Mi 30. Sep 2009, 18:26
von Johan Kalliklesson
Original von Montgomery Scott
Statistisch gesehen braucht es aber nun mal staatliche Betreuungsangebote, wenn immer mehr Leute für immer weniger Geld immer mehr Lebensarbeitszeit leisten sollen, da hilft kein moralischer Appell.
Ich verstehe was Du sagen willst. Die Frage ist auch: Macht man es manchen Leuten zu einfach, wenn man ihnen die Verantwortung zu schnell abnimmt. Könnte das nicht auch den Effekt haben, dass der Anreiz zur bequemeren Verantwortungsabgabe und die gesellschaftliche Akzeptanz der Verantwortungslosigkeit größer werden?
Manchmal ist Hopfen und Malz verloren. Aber sollte man deshalb gleich von vorneherein das unterste Niveau zum Standard machen?