Seite 7 von 11
Verfasst: So 12. Okt 2008, 23:41
von Montgomery Scott
Original von Oliver von Palm
Warum ist es menschenunwürdig, Integration zu fordern? Integration ist zunächst mal nur, dass sich Zuwanderer in unserer Gesellschaft einleben, die Sprache lernen und bestimmte gesellschaftliche Grundwertvorstellungen akzeptieren und respektieren. Nein, das muss schon verlangt werden. Aber damit sollte man keine populistische Politik machen.
Nein, die Forderung nach Integration ist die Forderung, das eigene Privatleben dem, was von bestimmten Menschen lokal als "Leitkultur" definiert wird, anzupassen oder sich wegzuscheren.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 08:34
von Michael Schneider
Original von Montgomery Scott
Nein, die Forderung nach Integration ist die Forderung, das eigene Privatleben dem, was von bestimmten Menschen lokal als "Leitkultur" definiert wird, anzupassen oder sich wegzuscheren.
Sprache lernen hat wenig mit Privatleben zu tun. Da kann jeder reden wie er will. Aber wer sich nicht gesellschaftlich anpassen will kann sich in der Tat wegscheren. Zumal oftmals dier nicht nur nicht die allgemeinen Wertevorstellungen anerkennt sogar noch der Mehrheit der Alteingesessenen seine Wertevorstellungen aufzwingt. Und da hört es ganz auf.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 10:08
von Oliver von Palm
Original von Montgomery Scott
Nein, die Forderung nach Integration ist die Forderung, das eigene Privatleben dem, was von bestimmten Menschen lokal als "Leitkultur" definiert wird, anzupassen oder sich wegzuscheren.
Den Leitkulturbegriff mag ich auch nicht besonders, aber ich bin auch der Meinung, dass es z. B. nicht erlaubt sein sollte, seine Kinder aus "religiösen Gründen" vom Sport-, Schwimm- oder Biologieunterricht abzumelden. Dabei ist mir die Religion einer Person aber auch völlig schnuppe. Ich finde es auch erbärmlich, wie fundamentalistische Christen versuchen, mittels Homeschooling eine Parallelgesellschaft aufzubauen.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 10:50
von Montgomery Scott
Original von Michael Schneider
Sprache lernen hat wenig mit Privatleben zu tun. Da kann jeder reden wie er will. Aber wer sich nicht gesellschaftlich anpassen will kann sich in der Tat wegscheren. Zumal oftmals dier nicht nur nicht die allgemeinen Wertevorstellungen anerkennt sogar noch der Mehrheit der Alteingesessenen seine Wertevorstellungen aufzwingt. Und da hört es ganz auf.
Es geht nicht nur darum, die Landessprache zu lernen und Verfassung und Gesetze zu respektieren. Dafür bräuchte man nicht den blumigen Begriff "Integration". Es handelt sich dabei um einen typischen Euphemismus.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 10:51
von Montgomery Scott
Original von Oliver von Palm
Den Leitkulturbegriff mag ich auch nicht besonders, aber ich bin auch der Meinung, dass es z. B. nicht erlaubt sein sollte, seine Kinder aus "religiösen Gründen" vom Sport-, Schwimm- oder Biologieunterricht abzumelden. Dabei ist mir die Religion einer Person aber auch völlig schnuppe. Ich finde es auch erbärmlich, wie fundamentalistische Christen versuchen, mittels Homeschooling eine Parallelgesellschaft aufzubauen.
Der Meinung bin ich auch, das betrifft aber eher die deutsche Rechtsordnung und weniger die Zuwanderer.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 11:21
von Stigman
Um nochmal auf's Thema zurückzukommen:
Es ist immer schlimm wenn jemand so unverhofft aus dem Leben gerissen wird, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich war nie ein großer Freund Haiders Politik, dennoch bzw. trotzdem möchte ich seiner Familie mein Mitgefühl aussprechen.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 12:43
von Michael Schneider
Original von Montgomery Scott
Es geht nicht nur darum, die Landessprache zu lernen und Verfassung und Gesetze zu respektieren. Dafür bräuchte man nicht den blumigen Begriff "Integration". Es handelt sich dabei um einen typischen Euphemismus.
Der begriff Integration ist positiv belegt. Ihn jetzt mißdeutend zu negativieren wirkt geradezu gezwungen...
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 12:51
von Oliver von Palm
Original von Michael Schneider
Der begriff Integration ist positiv belegt. Ihn jetzt mißdeutend zu negativieren wirkt geradezu gezwungen...
Integration ist positiv besetzt, ja. Meint aber dasselbe wie "Anpassung".
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 13:35
von Kreittmayr
Integration meint, dass man die fundamentalen Werte, auf denen eine Gesellschaft bzw das Zusammenleben dieser Gruppe von Menschen aufgebaut ist, für sich annimmt und akzeptiert, und das nötige Handwerkszeug lernt, um sich im Rahmen dieser Gesellschaft erfolgreich orientieren und interagieren zu können. Es geht darum, dass es in einer Gesellschaft bestimmte Regeln gibt, die akzeptiert und praktiziert werden müssen, wenn diese Gesellschaft zum Nutzen aller weiterbestehen soll. Würde ich jetzt mal spontan sagen.
Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 13:39
von Peter Vain
Original von Kreittmayr
Integration meint, dass man die fundamentalen Werte, auf denen eine Gesellschaft bzw das Zusammenleben dieser Gruppe von Menschen aufgebaut ist, für sich annimmt und akzeptiert, und das nötige Handwerkszeug lernt, um sich im Rahmen dieser Gesellschaft erfolgreich orientieren und interagieren zu können. Es geht darum, dass es in einer Gesellschaft bestimmte Regeln gibt, die akzeptiert und praktiziert werden müssen, wenn diese Gesellschaft zum Nutzen aller weiterbestehen soll. Würde ich jetzt mal spontan sagen.
Dem wuerde ich spontan dann auch so recht geben.