Verfasst: Mo 5. Mai 2008, 00:03
Oh nein, in Ihrem sogenannten Regierungsprogramm steht etwas, dass erst erörtert werden soll, ob der Unionsrat ersatzlos gestrichen werden soll.Original von Thorstein Richter
1. Es geht nicht darum, Länder zu bevormunden. Also "Ländernanny" zu spielen. Die neue Unionsregierung hat sich alle zum Föderalismus, den Ländern und vor allem dem Unionsrat bekannt.
Föderalismus und Kleinstaaterei sind durchaus synonym zu gebrauchen. Das eine ist nur eher pejorativ besetzt.Original von Thorstein Richter
Dennoch gibt es Bereiche, wo der Föderalismus wie "Kleinstaaterei" wirkt.
Wie können Sie nur gerade Bildung und Umwelt da als Beispiel heranziehen? Jedes Unionsland hat andere Bedingungen, und die können die Länder selbst besser regeln als irgendeine Zentralgewalt, die blind regulieren will. In Roldem ist es sinnvoll, Albernisch als erste Sprache zu lernen, in Salbor deren Sprache, in Südheroth Harbothensisch. Jedes Land hat auch seine Eigenheiten in der Schulgeschichte. Und gerade auch ein Umweltgesetz von Freistein passt nicht unbedingt zu den Westlichen Inseln. Mit solchen Aktionen würden Sie natürlich den Wettbewerb der Länder vernichten, und gleichzeitig Kernkompetenzen.Original von Thorstein Richter
Und das ist gerade in manchen Fragen von Bildung, Hochschule oder eben auch Umwelt eher weniger sinnvoll. In Katista wird ein anderes Abitur als in Imperia abgelegt, das Schulsystem ist anders aufgebaut. In Roldem sind Studiengänge anders im Hinblick auf Abschlüsse als zum Beispiel in Freistein. Ob das im Sinne der Studierenden, Schülerinnen und Schüler ist, ist eher fraglich. Das sind Beispiele. Es geht nicht darum, den Wettbewerb zwischen den Unionsländern auszustalten.
Nichtsdestoweniger wird die Union da auch weiterhin keine Kompetenzen haben, also keine einheitliche Gesetzgebung durchsetzen können, lediglich per Staatsvertrag.
Oh doch, da ist die Nanny. Die UKK haben die Länder ganz allein auf die Beine bekommen und Herr Kurzschluss als Vertreter der Unionsregierung hat bis auf die Anmeldung nichts zu stande gebracht, wir brauchen keinen Unionsbeamten, um uns als Länder untereinander zu verständigen.Original von Thorstein Richter
Die Unionskommunikationskonferenz sehe ich als guten Anfang, aber mit Verlaub: das ist ausbaufähig. Deutlich. Ich sehe mich als einen Mediator in diesem Prozeß. Auch in anderen Fragen, als einen Ansprechpartner für die Länder. Das hat nichts mit dem Job einer "Nanny" zu tun. [...] Es wird hier vermehrt um die Vermittlung bei solchen Länderkonferenzen gehen, genau wie um die Forcierung von Staatsverträgen.
Das sind sie durchaus. Ich habe bereits mehrfach ein Konzept vorgestellt, wie man fehlende Landesgesetze möglicherweise durch Unionsgesetze ersetzen könnte, aber das stieß stets auf taube Ohren.Original von Thorstein Richter
Vor allem geht es darum, die Frage neu aufzurollen: "Sind die Kompetenzen in der Gesetzgebung, so wie sie verteilt sind, wirklich sinnvoll ?"
Sie wollen also den Ländern ein Vertragswerk vorlegen und dann sagen: Fresst oder sterbt? Staatsverträge werden unter den Ländern abgeschlossen und das funktioniert auch, da müssen Sie nichts vorlegen. Einzig einspringen dürfen Sie, wenn die Union etwas von den Ländern will, also ein Union-Länder-Staatsvertrag, meinetwegen, aber dazu braucht es kein eigenes Ressort im Kabinett.Original von Thorstein Richter
Eine Variante: man könnte einen Rohvorschlag für einen Vertrag vorlegen, die Länder äußern sich. Das könnte solche Prozesse beschleunigen.
Endlich hat es mal einer kapiert. Hoffentlich kommt auch die Umsetzung dieser Worte....Original von Thorstein Richter
Doch eine neue Föderalismusreform wird ein Prozeß sein, der nur mit den Ländern geht.
Die Länder sitzen am längeren Hebel, das ist Ihnen hoffentlich klar.Original von Thorstein Richter
Es wird nicht ohne Kompromisse gehen, sowohl für die Union, als auch die Länder. Es geht mir auch nicht darum, in einer neuen Föderalismusreform, deren Begleiter ich sein will, die Länder auszubooten. Keinesfalls. Es soll offen, fair und vor allem sachlich diskutiert werden, was wo wirklich sinnvoll aufgehoben ist. Das gilt für beide Seiten.
Damit haben Sie allerdings bereits angefangen mit der Bildungs- und Umweltgeschichte weiter oben. Schlechte Voraussetzungen...Original von Thorstein Richter
Das letzte, was diesem Land gut tut, ist engstirniges Gerangel um Gesetzgebungskompetenzen.
Dann haben wir die Förderalismusreform ja schon fast unter Dach und Fach, jetzt müssen wir uns nur noch über die Fachbereiche einig werden. Das ging ja schnell.Original von Thorstein Richter
Ein weiterer Punkt ist beispielsweise die vielmals vorgeschlagene "Vertretungsgesetzgebung": die Union könnte in Bereichen der Länder Gesetze beschließen, die gelten würden, wenn die jeweiligen Länder kein eigenes Gesetz beschließen. Das wäre nur fair: wenn die Länder einverstanden mit der Regelung sind, gibt es keine Gesetzverabschiedung ihrerseits. Wenn doch, dann haben sie immer noch das Recht, andere Regelungen zu treffen. Ein fairer Prozess ohne Verlierer. Und selbst wenn die Länder reagieren und die Nase über die Vertretungsregelung rümpfen, dann ist der positive Nebeneffekt, neuen Wind in die jeweilige Landespolitik zu bringen.
Insgesamt stelle ich mir da aber die Frage, warum das nicht ein Unionsinnenminister macht.
Richtig, aber dann richten Sie bitte ein Weltumweltforum ein, das ist vielleicht wirksam.Original von Thorstein Richter
Umwelt hält sich nicht an Grenzen.
Woher haben Sie diese Zahlen?Original von Thorstein Richter
Aber nehmen wir doch mal Roldem: Roldem erzeugt nur 41 % seiner Schadstoffbelastung selbst. In Salbor sind es beispielsweise nur 38 %. [...] Umwelt ist zudem ein internationales Thema zunehmenden Maßes: 20 % der roldemischen Schadstoffbelastung kommen beispielsweise aus den Vereinigten Staaten und umgekehrt erzeugt Roldem Schadstoffe, die sich in Astor äußern.
Sie werfen den Ländern hier Sachen vor, Sie müssten sich mal reden hören. Als ob nur die Union vernünftig wäre, das ist sie nicht und das hat sie vor allem in den letzten Monaten des unionspolitischen Stillstandes gezeigt. Die Definition für Politik trifft auch auf die Landespolitik zu: „Politik ist jenes menschliche und soziale Handeln, das auf die Herstellung und Durchsetzung allgemein verbindlicher Entscheidungen zur Lösung öffentlicher Probleme bei nicht vorauszusetzendem Konsens abzielt.“ Das können die Länder, auch und vor allem vernünftig.Original von Thorstein Richter
In diesem Fall halte ich absolut nichts von sturer Kleinstaaterei, man muss zusammenarbeiten.
Warum argumentierst du simoff? ?(Original von Thorstein Richter
*sim off* Im übrigen: ich halte die Simulation von Umweltaspekten für durchaus eine interessante Variante, mehr Leben in die Simulation zu bringen. *sim on*
Man sollte doch eher die Idealbesetzung suchen und da traue ich Ihnen eher das Innenministerium zu, aber das tut nicht zur Sache...Original von Thorstein Richter
Das sehe ich zwar ebenfalls als ein Kompliment an, dass Sie das denken, dennoch bin ich der Ansicht, dass ich in diesem Amt ganz gut aufgehoben sein werde.
Das kann man durchaus auch in einer Republik umgangssprachlich benützen.Original von Thorstein Richter
Haben wir letzte Woche die Monarchie wieder eingeführt und ich habs nicht mitbekommen ?