Seite 7 von 8
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 12:56
von Larifari
Original von Konrad Grimm
Dass Du das "so what" nicht ernst meinst zeigt sich daran, dass Du hier von einer "detour de norme" sprichst; warum schreibst Du nicht: "Selbst wenn Homosexualität eine Krankheit sein sollte - was soll's?"
Doch nicht "so what"?
Weil nicht jede Normabweichung den Charakter einer Krankheit hat.
Für mich stehen Ärzte auf einer Ebene mit Autowerkstätten - "reparieren sie's!"
Und selbst der Begriff der Reparatur ist normativ aufgeladen und setzt einen Begriff von Funktionieren und Fehlfunktionieren voraus. Wenn man deine Argumentation zu ihrem logischen Ende führen würde, dann gäbe es keine Ärzte. Wo es kein Funktionieren/Fehlfunktionieren gibt, wo der Begriff von Gesundheit und Krankheit als Unsinn betrachtet wird, dort gibt es auch keinen Bedarf an jemandem, der repariert. Dort ist so jemand überflüssig.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 13:22
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
Eine merkwürdige Aussage. Also: Wenn man die sexuelle Orientierung verändern kann, ist sie eine Frage der Moral, wenn nicht, dann nicht?
Ja. Wenn man sich freiwillig dafür entscheiden könnte/würde, ob man nun homo-, bi- oder heterosexuell ist, dann könnte man über eine moralische Bewertung dieser Entscheidung reden.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 13:37
von Larifari
Original von Damian Fuller
Ja. Wenn man sich freiwillig dafür entscheiden könnte/würde, ob man nun homo-, bi- oder heterosexuell ist, dann könnte man über eine moralische Bewertung dieser Entscheidung reden.
Da aber nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis, und auch nach der introspektiven Erfahrung eines jeden Menschen, der ein wenig über seine Sexualität nachdenkt, es nicht der Fall ist, dass man sich entscheiden kann, ist die Frage nach einer etwaigen moralischen Bewertung ziemlich müßig und sogar uninteressant. Ich halte da auch nicht so viel von luftschlossartigen "Was wäre wenn"-Szenarien. Es ist nun einmal so, und das ist zu akzeptieren, solange, wie sich an unserem Wissensstand darüber nichts ändert.
Und da es so ist, gibt es nur eine Sache, die zu tun ist: Im Sinne der Tugend der Integrität dazu stehen, es als legitimen Teil der eigenen Persönlichkeit akzeptieren, und leben.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 14:45
von Konrad Grimm
Original von Larifari
Und selbst der Begriff der Reparatur ist normativ aufgeladen und setzt einen Begriff von Funktionieren und Fehlfunktionieren voraus.
Ja. Da Maschinen aber menschengemacht sind, sind sie auch mit einem Sinn versehen worden. Die Natur kennt keinen Sinn und schert sich nicht darum, die Menschen schon.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 18:11
von Larifari
Original von Konrad Grimm
Ja. Da Maschinen aber menschengemacht sind, sind sie auch mit einem Sinn versehen worden. Die Natur kennt keinen Sinn und schert sich nicht darum, die Menschen schon.
Wir redeten allerdings gerade nicht von Maschinen, sondern von Ärzten.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 19:33
von Konrad Grimm
Original von Larifari
Wir redeten allerdings gerade nicht von Maschinen, sondern von Ärzten.
Eben. Auch hier legen die Menschen subjektiv fest, wie etwas funktionieren soll.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 19:59
von Alan W. Patterson
EDIT: Nicht zuende gedacht. Ich geh mich dann mal ein bisschen über das Thema belesen.
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 21:13
von Larifari
Original von Konrad Grimm
Eben. Auch hier legen die Menschen subjektiv fest, wie etwas funktionieren soll.
Ein Glück, dass Du keine medizinischen Fachbücher schreibst. Von jemandem, der diese gelesen hat, wollte ich mich nämlich nicht behandeln lassen.
Dummerweise wird die Realität nämlich ignorieren, was Du als korrektes Funktionieren willkürlich festlegst, und Dich im Zweifelsfall trotzdem draufgehen lassen.
Merkst Du eigentlich nicht selbst, wie absurd Deine Position ist?
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 21:54
von Konrad Grimm
Original von Larifari
Dummerweise wird die Realität nämlich ignorieren, was Du als korrektes Funktionieren willkürlich festlegst, und Dich im Zweifelsfall trotzdem draufgehen lassen.
Ich habe Dir kürzlich doch schon dargelegt, dass man den Tod mindestens ebenso gut zum "Sinn" von allem erklären kann, wie das Leben (- nämlich gar nicht).
Verfasst: Do 1. Nov 2007, 22:29
von Madonna Ritchie-Ashcraft
Original von Amber Marie Ford
:klatsch: :klatsch: :rolleyes: :rolleyes: X( X(
Natürlich: heterosexuelle Männer sehen Frauen als sexuelle Objekte, jedwede Konversationen welche sie mit ihnen führen zielen allein darauf ab, sie schlussendlich zu vögeln. Schwule Männer hingegen haben ein Gespür für die erhabene Heiligkeit und Reinheit des weiblichen Geschlechts, und können mit Frauen auf einer besonderen geistigen und spirituellen Ebene verkeh-, ähm *hust* Konservation pflegen.
Klar, dass man mit Ironie versucht, diese schwer zu widerlegende Tatsache zu kaschieren.
