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Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 14:00
von Jasmin van Rotstein
Original von Fiete Schulze

Kann PL ja auch bleiben...nur manche stellen immer Ansprüche an die DU, von denen sie aber selbst noch ewig entfernt sind.
Ich habe immer das Gefühl, die DU muss eine Last tragen, die man von keiner anderen MN abverlangt.
Das mag ja sein, aber hier hat ein Mitspieler aus PL geantwortet der nicht für PL gesprochen hat sondern seine simoff Meinung geschrieben hat, das zu vergleichen und gleich die MN PL zu verteufeln halte ich für falsch, dann müsstest Du mich genauso an den Pranger stellen und wie ich zur DU stehe dürfte ja klar sein. :)

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 14:10
von Jasmin van Rotstein
Original von Angelo Falcone
Ich habe gestern ein so interessantes Gespräch mit einem Neuling in den MNs gehabt....und leider darf ich das jetzt vorerst nicht rekapitulieren. Aber ich glaube ich habe ein Problem erkannt....die GF ist mehr als eine Karte....eigentlich ist die GF die Spielleitung. Und die Länder nur Figuren auf einem Schachbrett. Naja das ist jetzt nicht sehr gut ausgedrückt bzw. argumentiert....aber manchmal tut es wohl gut mal einen Außenstehenden zu hören....und jene Person hatte gestern sehr gute Eindrücke.

"Die GF ist praktisch eine DU in groß"...das war eines der Zitate das mir heute noch nachhängt.
Dem möchte ich eigentlich wiedersprechen, denn als die GF gegründet wurde war das nie Thema, es war eigentlich konsenz sich nie in innere Belange von Staaten einzumischen, das kannte man genug von der OIK. Die GF sollte die Rahmenbedingungen für eine realistische Weltkarte schaffen und eine realistischere Simulation. Wenn der Sinn damals ein anderer war, habe ich gepennt, was ich nicht glaube. :) Sollte es heute anders aussehen, was ich aber eigentlich auch nicht glauben kann, halte ich das für sehr bedenklich.

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 14:42
von Andreas O'Sullivan
Original von Amber Marie Ford

Teilweise stimmt das, wahrscheinlich sogar vollen Umfanges. Wie ich erst durch die Beiträge etwa des Metternich- und des Elián-Spielers verstanden habe, ist die GF offensichtlich keine herkömmliche micronationale Weltkarte, die eben nur Micronationen einen Kartenplatz entsprechend ihrer kulturellen Ausgestaltung zuteilt und nichts weiter. Die GF ist scheinbar eine Art weltpolitisches Planspiel - sie bereitet ein Szenario, vor dessen Hintergrund dann außenpolitische Ereignisse und Krisen simuliert werden, in Anlehung an historische Konstellationen, oder frei nach der Fantasie ihrer Spieler.

Die an diesem Szenario teilnehmenden Micronationen sind etwas anderes als die Demokratische Union, oder die hergebrachten Micronationen überhaupt. Klassischerweise ist eine Micronation der ganze Stolz, das Ein und Alles ihre Gründers. Sie zu gründen und aufrecht zu erhalten ist für ihn die Verwirklichung eines privaten Traumes, und er verfolgt eine kleine Vision, was seine Micronation sein, und wie sie sich entwicklen soll. Ebenso steht für die, teilweise über viele Jahre, angestammten Spieler einer Micronation zunächst diese und das Leben in ihr im Mittelpunkt. Was kann man dort zusammen machen und erleben? Sich einfach in eine Kneipe setzen, ein Bier trinken und ein bißchen Blödsinn spamen? Ja klar, wieso denn auch nicht! Außenpolitik? Natürlich ein Element des Spiels, für das eine wichtiger als für das andere, dem einen Spieler wichtiger als dem anderen. Aber wie gesagt, ein Element - neben all den Facetten der Innenpolitik, neben der Wirtschaft, dem Sport, den gesellschaftlichen Anlässen, der Kultur und der Rechtssprechung. Jede klassische Micronation ist immer ein kleiner, eigener Kosmos, ein Kaladeiskop der Interessen und Aktivitäten seiner Spieler.

Die GF-Nationen scheinen mir etwas anderes zu sein, einerseits eher Faktoren in einem auf Außen- und Sicherheitspolitik fokussierten Planspiel, und andererseits Elemente eines natürlich ein wenig verfremdeten Nachbaus der realen Welt. GF-Nationen sind nicht einfach was und wie sind, wie ihre Spieler sie gestalten, was sie aus ihnen machen, GF-Nationen spielen zum einen Rollen in einem weltpolitischen Planspiel, und sind zum anderen Repräsentanten bestimmter realer Kulturräume in dieser Simulation. Sie werden eher nicht auf Grund der bereits angesprochenen "Visionen" ihrer Gründer geschaffen, sondern um notwenige Rollen im Szenario zu besetzen, und kulturelle Lücken zu schließen. Während der Gründer einer "klassischen" Micronation sich für sein Baby noch krummlegt, und es, wenn er partout nicht mehr als Admin fungieren kann, einem langjährigen und erfahrenen Mitspieler übergibt, der für Kontinuität steht, werden GF-Nationen gehandelt wie auf einem Basar, teilweise wechseln sie nach Übernahmen kurzfristig völlig ihren Charakter - ein trauriges Beispiel ist Caskar, dass im Laufe seiner Geschichte nie wirklich aktiv, aber dafür schon bürgerliche Republik, sozialistische Volksrepublik und Königreich war. Sich einfach mal in einer Kneipe zusammen zu setzen, ein Bier zu trinken und seine Identitäten über was auch immer plaudern zu lassen, um das oben verwendete Beispiel einmal aufzugreifen, ist für GF-Nationen eher untypisch, diese Art der Simulation des täglichen Lebens ist ihnen fremd, in ihnen dreht sich alles darum, an außenpolitischen Szenarien teilzunehmen und seine Ausgestaltung als virtuelles Spiegelbild einer reale Kutlur weiterzuentwickeln.

Und das passt, finde ich, einfach nicht zum Wesen und Charakter der DU - wir sind mehr als ein Darsteller an einem weltpolitischen Szenario, und wir sind auch mehr als Politik-Community. Unsere Demokratische Union ist eine Lebenssimulation. Sie besteht aus vielen unterschiedlichen Charakteren, gesellschaftlichen Schichten, Gruppen und Parteien. Bevor uns Astor, Barnstorvia oder Chinopien interessieren, interessieren uns die Arbeit unseres Unionsparlamentes, die Fußballergebnisse unserer Unionsligen, die Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen der Identitäten unserer Mitspieler, die ausläöndsichen Identitäten, die uns besuchen kommen, das gemütliche Zusammensitzen im Krog oder im Sur la mer, im La Gondola oder im Johnny Daniels. Das einzige GF-Land mit vergleichbarer innerer und gesellschaftlicher Aktivität wie die DU ist Nöresund, dass sich - bekanntlich - aus der weltpolitischen Simulation der GF eher heraushält, und auch enge Verbindungen zu OIK-Staaten unterhält.

Ohne die Leistungen aktiver und erfolgreicher Außenminister wie Montgomery Scott oder Denise Heidenberg in Abrede stellen zu wollen - in den besten Zeiten unserer DU war unser Außenminister so wichtig wie der deutsche Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (wer weiß - ohne Google oder Wikipedia zu befragen - wer das ist?), denn wir waren einfach mit uns beschäftigt, mit den unendlichen Möglichkeiten, die unser Spiel uns geboten hat, zusammen Sachen zu machen, Dinge zu erleben, Spaß zu haben.

Ich widerspreche deutlich den Darstellungen einiger, unser Spiel wäre auf die Integration in die GF-Gemeinde und die Teilnahme an ihren Szenarien angewiesen! Wir brauchen keine Rolle in den Planspielen der GF, wir müssen zu unseren Wurzeln zurückkehren! Wir müssen wieder selbstständig und unabhängig unser Spiel spielen, wir müssen uns wieder ganz auf unsere Innenpolitik, unser Parteiensystem, unser kulturelles und gesellschaftliches Leben und unsere sportlichen Ereignisse konzentrieren, wir müssen außenpolitische Beziehungen wieder allein mit denjenigen Staaten simulieren, die uns mögen und die gerne mit uns zusammenarbeiten möchten.

Ohne irgendwelche subtilen Vorwürfe gegen die GF erheben zu wollen möchte ich feststellen: wir stehen dieser und ihrem Simulationskonzept doch auch nur im Weg herum! Wir erstrecken uns einmal von Nord nach Süd durch das für deren Simulation strategisch wichtige Ostantica, stellen wir uns in Konflikten neutral, behindern wir die beteiligten Parteien nur. Zudem belegen wir die Kartenplätze solcher Kulturräume, auf welchen die GF aktiv an ihren Szenarien teilnehmende Staaten gut gebrauchen könnte bzw. wichtig für sie wären. Was bringt es uns im Gegenzug? Wenig bis nichts, wir können auch auf einer anderen, oder ganz ohne Weltkarte simulieren, für unsere Bedürfnisse kommt es nicht auf die Darstellung geostrategischer Gegebenheiten an.

Darum spreche ich mich dafür aus, dass wir die GF-Karte verlassen sollten. Und nicht, weil ich der GF die Schuld oder eine Mitschuld am Spielregelbruch einiger Herrschaften gebe.
Da muss ich dir Recht geben. Es ist außerdem auffallend, dass die Staaten am aktivsten sind, die bereits vor der Gründung der GF existierten und das darstellen, wie du es treffend beschrieben hast.

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 15:24
von Natalie von Matahari
Miss Ford wird OIK Anhängerin, das ich das noch erleben darf.

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 15:33
von Andreas O'Sullivan
Original von Natalie von Matahari
Miss Ford wird OIK Anhängerin, das ich das noch erleben darf.
Das würde ich nicht sagen. Ich denke, sie sieht die GF immernoch als die bessere Karte an, kritisiert aber die Vorstellung führender GFler in ihrer Vorstellung der GF und das die Union dazu nicht passt. Von OIK ist hier keine Rede gewesen.

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 15:52
von Natalie von Matahari
So wie man Frau Ford in der Vergangenheit aber gehört hat ist das schon eine Drehunhg um 780°

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 16:02
von Michael Schneider
Wenn die DU sich von einer Karte verabschiedet verabschiedet sie sich davon eine Micronation zu sein. Dieses "wir liegen irgendwo und keiner weiß wo und eigentlich sind wir dadurch auch wunderbar unantastbar"-Konzept ist vollkommen unrealistisch. Und das war nie so. Wir lagen immer auf einer Karte, früher UVNO dann OIK jetzt GF. Und deswegen sehe ich es nicht als "wenn meine Meinung sich nicht durchsetzt gehe ich!", sondern wenn die DU eine Abkehr von ihrer Tradition macht dann ist das nicht mehr das Projekt für das ich mich einst begeistert hatte. Das Ratelon von vor 7 Jahren hat doch immer weniger mit der DU von heute zu tun, wenn das so weitergeht gar nichts mehr. Dann ist es auch scheinheilig sich auf die DU von vor Jahren zu berufen um zu behaupten alles würde besser wenn man sich von den Werten des Sppiels der DU verabschiedet (und dazu gehört die Karte!).

Im Gegenteil wird dadurch garantiert nichts besser, wir isolieren uns, igeln uns ein und werden selbst allmählich aussterben, weil kein echter Austausch mehr vonstatten geht.

Im übrigen: das gesamte Problem ist hausgemacht. Früher waren ALLE Unionsländer praktisch wie die Bundesländer Deutschlands. Alle ein bißchen anders, aber wirklich Teil eines Landes. Jetzt kann doch ein Katise einen Heroter nicht mehr verstehen weil sie nicht mal die gleiche Sprache sprechen! Diese "Ausgestaltung" hat dazu geführt, dass die Länder sich fremd wurden, sich zwangsweise auch von der Union abgegrenzt haben, anstatt zusammen zu arbeiten. Ich sehe meine strikten Widerstand gegen die "Entdeutschung" der Unionsländer als bestätigt durch das Ergebnis, dass wir heute haben. Nur leider wurde mein Widerstand immer als Blockierung angesehen. Es mag das Ganze kurzfristig interessanter gemacht haben, aber langfristig dividiert sich die DU so auseinander. Und die kürzliche Seperation wird trotz Verbot nicht die letzte geblieben sein...

Ich wäre dafür unser Gesatkonzept DU zu überdneken und vielleicht zu den Wurzeln zurückzukehren: Union=Bundesrepublik, Unionsländer=Bundesländer mit ähnlichen Kulturellen Wurzeln, aber einer einzigen Nationalität.

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 16:07
von Angelo Falcone
Ich habe die Union nie als Bundesrepublik-Verschnitt gesehen. Dann schon eher PFKanien.
Ich könnte mich nicht mal entsinnen dass die DU irgendwann einmal einer Bundesrepublik geähnelt hätte....

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 16:12
von Michael Schneider
Original von Angelo Falcone
Ich habe die Union nie als Bundesrepublik-Verschnitt gesehen. Dann schon eher PFKanien.
Ich könnte mich nicht mal entsinnen dass die DU irgendwann einmal einer Bundesrepublik geähnelt hätte....
Scheinst ja net lange dabei zu sein. ^^

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 16:16
von Natalie von Matahari
Ich aber auch nict wirklich, schon als ich hier ankam war es doch so das Herót italienische Einschnitte hatte und Roldem eher an England/Amerika angelehnt war.