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Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:33
von Bane Möllgaard
Original von Konrad Grimm
Nein, nein, immer. Was ist eine Partnerschaft anderes als ein Vertrag (ja, nicht im formaljuristischen Sinne, das ist dann erst die Ehe)? Was begründet sie anderes als Nutzungs-, also Besitz-, also Herrschaftsansprüche am anderen? Meistens exklusive (also monogame), manchmal nicht, aber darauf kommt es gar nicht an (mal wieder ein Irrtum der 68er).
Das ist doch Unsinn. Du vergisst in Deiner betont nüchternen Beschreibung das, was eine Ehe wahrhaft ausmacht: Die Besiegelung der Liebe. Und jetzt komm mir nicht damit, dass es sowas wie Liebe nicht gibt oder dass sie keine Rolle spielt. Sie ist und sollte treibende Kraft einer solchen Entscheidung sein. Aber Liebe ist nicht nur irgendein Kribbeln im Bauch und das Verlangen nacheinander, sondern auch ein tiefes Vertrauen und das bedingungslose Gefühl der Geborgenheit.

Die Ehe setzt dem Ganzen die Krone auf, weil man mit ihr klar Stellung bezieht und keinen Zweifel an seinen Gefühlen lässt.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:34
von Pawlak
Eine Protestantin, welche die Bibel nicht kennt!

Mir geht es hier im übrigen weniger um die staatliche "Ehe". Davon möchte ich mich distanzieren und habe eine ähnlich Meinung wie Hajo dazu.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:35
von Oliver von Palm
Man kann nicht sagen, wie die Gefühle in 5, 10 oder gar 20 Jahren sind.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:36
von Oliver von Palm
Original von Pawlak
Eine Protestantin, welche die Bibel nicht kennt!
Ich sagte schon, dass auch Luther die Ehe nicht für heilig hielt. Die Bibel sollte man schon in ihrem historischen Kontext verstehen und nicht wörtlich nehmen.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:37
von Konrad Grimm
Original von Bane Möllgaard
Die Ehe setzt dem Ganzen die Krone auf, weil man mit ihr klar Stellung bezieht und keinen Zweifel an seinen Gefühlen lässt.
Meine Gefühle brauchen weder Krone noch Siegel.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:37
von Pawlak
Sie bleibt auch Gottes Wort in der Gegenwart.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:38
von Pawlak
Original von Konrad Grimm

Meine Gefühle brauchen weder Krone noch Siegel.
*Sich fragt ob jemand mit solchen Meinungen und Aussagen überhaupt welche hat* :)

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:40
von Oliver von Palm
Original von Pawlak
Sie bleibt auch Gottes Wort in der Gegenwart.
Die Bibel selbst besitzt diese Vermessenheit nicht. Sie bezeichnet sich als "Sache Gottes" oder "Angelegenheit Gottes", aber nicht als "Wort Gottes". Ich bin aber nicht geneigt, hier theologische Grundsatzdiskussionen zu führen. Nimm einfach hin, das Leute sich scheiden lassen. Du musst es nicht tun, aber wenn andere es tun, hast du es hinzunehmen.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:41
von Bane Möllgaard
Original von Oliver von Palm
Man kann nicht sagen, wie die Gefühle in 5, 10 oder gar 20 Jahren sind.
Man darf sich nicht in den Lehnstuhl setzen und die Hände in den Schoß legen. Man muss die Liebe leben. Wenn man sich gehen lässt und das Gefühl als selbstverständlich hinnimmt, ist die Liebe flott vorbei. Wenn man sie aber durch das Miteinander belebt, wozu man eben den richtigen Partner braucht, kann man recht gut abschätzen, ob sie bis zum Ableben hält.

Krisen bedeuten nicht zwangsläufig den Tod der Liebe, das vergessen viele, die sich beim ersten ernsthaften Problem wie ein winselnder Hund in die Scheidung flüchten, statt das Problem zu lösen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich rede hier nicht von Alkoholikern, die ihre Frauen schlagen und vergewaltigen.

Verfasst: Do 20. Sep 2007, 16:41
von Oliver von Palm
Original von Pawlak

*Sich fragt ob jemand mit solchen Meinungen und Aussagen überhaupt welche hat* :)
Du hättest dich lieber Dziwny nennen sollen.