Im Wesentlichen haben vSzP und Lichtenstein schon alles ausgeführt was ich auf van Tulpe und Schulze erwidern wollte, darum nur kurz was ich noch ergänzen möchte:
Van Tulpe dreht mir das Wort im Mund herum wenn er sagt ich behauptete, "das SPD und Die Linke Nazis seien", denn das habe ich hinsichtlich der SPD weder gesagt, noch glaube oder meine ich das. Im Gegenteil, ich weiß aus persönlicher Bekanntschaft mit
echten Sozialdemokraten, dass diese stets auch entschiedene Gegner des Kommunismus, Marxismus und anderer linksextremistischer Demagogien à la "Die Linke" sind, sondern überzeugte Streiter für Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft.
"Die Linke" hingegen, mit ihrem kollektivistischen, freiheitsfeindlichen und menschenverachtenden Programm ist in meinen Augen nichts anderes als eine rote NPD. Da können sich ihre Anhänger und Aktivisten nun auf den Boden werfen, brüllen und mit den Fäusten trommeln, es ändert
rein gar nichts daran, dass der Nationalsozialismus seine ideologischen wie organisatorischen Wurzeln in der Arbeiterbewegung hatte und etwa das "25-Punkte-Programm", so etwas wie das Grundsatzprogramm der NSDAP, stark von sozialistischen und kommunistischen Ideen beeinflusst war. Im Volltext kann man das
hier nachlesen, die in diesem Zusammenhang interessanten Passagen sind:
13.Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe.
14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.
...
16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Gemeinden.
17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation.
18. Wir fordern den Rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininteresse schädigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, Schieber usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne Rücksichtnahme auf Konfession und Rasse.
19. Wir fordern Ersatz für das der materialistischen Weltordnung dienende römische Recht durch ein deutsches Gemeinrecht.
...
24....
Gemeinnutz vor Eigennutz
25. Zur Durchführung alles dessen fordern wir: Die Schaffung einer starken Zentralgewalt des Reiches. Unbedingte Autorität des politischen Zentralparlaments über das gesamte Reich und seine Organisationen im allgemeinen...
Das alles könnte sinngemäß auch im Programm der "Linken" stehen, bzw. steht es in leicht variierten Formulierungen ja. Kommt aber von der NSDAP, die nicht von ungefähr viele ehemalige Sozialisten und Kommunisten angezogen hat, und deren Anhänger und Mitglieder nach dem Ende des 2. Weltkrieges nicht von ungefähr in geringer Zahl zur SED und den sozialistischen bzw. kommunistischen Parteien der anderen Ostblockländer übergelaufen sind.
Zur Erinnerung: die Welt ist rund. Auf der Vorderseite liegen zwischen Sozialismus/Kommunismus und Nationalsozialismus zwar die verschiedenen Strömungen, Untergruppen usw. von Liberalismus, Konservativismus und Sozialdemokratie, auf der Rückseite aber grenzen Sozialismus/Kommunismus und Nationalsozialismus aneinander, und die Grenze ist schwimmend.
Und
Schulze verdreht und verzerrt die Zusammenhänge, wenn er die Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern im Dritten Reich als einen kapitalistischen Vorgang hinzustellen versucht. Selbst Marx (!) hat die kapitalistische Gesellschaft von der Sklavenhaltergesellschaft unterscheiden - und die Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen und aus den besetzten Gebieten Verschleppten war ja nichts anderes als Sklaverei!
Ein Wesensmerkmal des Kapitalismus ist hingegen die
Vertragsfreiheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, der
freiwillige Verkauf der eigenen Arbeitskraft gegen Entlohnung. Nicht jede auf die Erwirtschaftung von Gewinn gerichtete Wirtschaftsordnung ist kapitalistisch, letztlich zielen darauf ja alle Wirtschaftsordnungen, auch der Sozialismus - im Marxismus wird der Gewinn "Mehrwert genannt - darauf ab, Gewinne zu erwirtschaften. Die Kollaboration einer Handvoll Industrieller mit dem NS-Regime zum gegenseitigen Nutzen gereicht nicht, den Kapitalismus als mit dem Nationalsozialismus in ideologischem Zusammenhang stehend zu inkriminieren.