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Verfasst: So 5. Aug 2007, 23:13
von Helmut Hennrich
Original von Kreittmayr

Ich fürchte, Herr Unionspräsident, das Parlament wird sich nicht einmal mehr zu so einem Ermächtigungsgesetz durchringen können. :rolleyes:
Ja, und zwar aus dem Verständnis von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität heraus.

Verfasst: So 5. Aug 2007, 23:17
von Kreittmayr
Original von Helmut Hennrich
Ja, und zwar aus dem Verständnis von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität heraus.
Herr Hennrich, Sie machen immer so ein fürchterlich staatstragendes Gesicht. Haben Sie eigentlich auch einmal Spass? :rolleyes:

Verfasst: So 5. Aug 2007, 23:19
von Maximilian von Rohan-Mason
Original von Helmut Hennrich
Der Politik in Bausch und Bogen aber Unfähigkeit vorzuwerfen, halte ich für maßlos übertrieben und abwegig. Das Parlament als solches hat in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass es Regierungsmehrheiten zustande bekommt, und in der Lage ist, verantwortungsvoll mit seinen Aufgaben umzugehen...
Dem Land geht es wirklich wunderbar. Das sehe ich jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster schaue. Aber danke für die Belehrung, ich werde sie aus gutem Grunde nicht zu Herzen nehmen.

Verfasst: So 5. Aug 2007, 23:26
von Helmut Hennrich
Original von Maximilian von Rohan-Mason

Nein. Dazu wäre Problembewusstsein und Verantwortungsgefühl notwendig. Allzu leichterfertig wäre es, dies zu erwarten.
Zum Verantwortungsgefühl zählt meiner Meinung auch, zum richtigen Zeitpunkt einfach mal schweigen zu können, und den zweiten Wahlgang abzuwarten. Dummes Gewäsch von wegen "Ermächtigungsgesetz" sowie die Demontage anderer Verfassungsorgane durch ein anderes Verfassungsorgan sind völlig fehl am Platz.

Verfasst: So 5. Aug 2007, 23:42
von Helmut Hennrich
Original von Maximilian von Rohan-Mason

Dem Land geht es wirklich wunderbar. Das sehe ich jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster schaue. Aber danke für die Belehrung, ich werde sie aus gutem Grunde nicht zu Herzen nehmen.
Die gescheiterte Wahl von von Metternich hat das Regierungshandeln für kurze Zeit aus dem Tritt gebracht und der vor kurzem gescheiterte erste Wahlgang ist eine Ärgernis, das nicht zur Gewohnheit werden sollte. Im übrigen, Herr Unionspräsident: es muss nicht unbedingt ein Zeichen von Schwäche sein, wenn man gut gemeinte Ratschläge zu Herzen nimmt.

Verfasst: So 5. Aug 2007, 23:44
von Helmut Hennrich
Original von Kreittmayr

Herr Hennrich, Sie machen immer so ein fürchterlich staatstragendes Gesicht. Haben Sie eigentlich auch einmal Spass? :rolleyes:
Natürlich habe ich den, Frau Kreittmayr. Zum Beispiel wenn Sie mal wieder Rollaugen drehen, habe ich meine helle Freude daran. =)

Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 00:00
von Maximilian von Rohan-Mason
Original von Helmut Hennrich
Die gescheiterte Wahl von von Metternich hat das Regierungshandeln für kurze Zeit aus dem Tritt gebracht und der vor kurzem gescheiterte erste Wahlgang ist eine Ärgernis, das nicht zur Gewohnheit werden sollte. Im übrigen, Herr Unionspräsident: es muss nicht unbedingt ein Zeichen von Schwäche sein, wenn man gut gemeinte Ratschläge zu Herzen nimmt.
Sehen Sie, wir kommunizieren nicht auf Grundlage gleicher Betrachtungen. In der Tat ist eine gescheiterte Kanzlerwahl und daraus resultierende Neuwahlen bisher kein sonderlich großses Ärgernis gewesen, und in der Tat hatten bisher erste Wahlgänge nie sonderliche Beachtung verdient, wenn sie scheiterten. Aber die Betonung liegt auf bisher! Dieser Staat war noch nie, und ich schaue da auf eine doch mitlerweile beachtliche Betrachtungsdauer zurück, so nah am Exodus, wie er heute ist. Und in einer Situation gelten neue Maßstäbe, daher sehe ich mich notwendigerweise in der Pflicht, dies auch anzumerken.

Wenn in Zeiten höchster Krise ein Staatsorgan monatelang nicht in der Lage ist, seine Pflichten zu erfüllen, dann ist es notwendig, dies auch zu hinterfragen. Genauso, wie es zu hinterfragen ist, was andere Staatsorgane derzeit leisten. Ironischerweise scheinen es die in der Vergangenheit viel gescholtenen Gerichte zu sein, die noch am ehesten das tun, was sie tun sollten.

Früher waren schlechte Regierung kein Problem: Eine aktive Opposition hatte seine Freude und hat das Land am Leben gehalten. Heute gilt dies offenkundig nicht mehr, und angesichts der letzen Wahlkämpfe muss ich das auch nicht weiter begründen.

Früher waren mäßig engagierte Parlamente kein Problem, weil ein neuer Wahlkampf den Laden wieder belebt hätte, oder zumindest von Regierung oder aus dem Volk heraus Impulse gekommen wären. Aber auch dies ist nicht mehr der Fall.

Wer steht nun also besonders in der Pflicht? Die ehemaligen Alternativprogramme oder die staatstragenden Institutionen? Richtig, die Institutionen. Und dieser besonderen Pflicht wird nicht nachgekommen.

Lassen Sie es mich plastisch darstellen: Bei einer Erkältung ist es nicht schlimm, wenn der Doktor ein paar Tage später kommt. Bei einem Herzinfarkt dürfte es ein paar Tage später aber vielleicht schon zu spät sein.

Und ich werde den Teufel tun, die Situation dieses Lands noch einmal gut zu reden. Es hilft nur noch, den Finger in die Wunden zu legen. Sollte sich herausstellen, dass das nicht gewünscht wird, bin ich kein geeigneter Präsident für dieses Land - aber solange ich Präsident bin, hielte ich es für höchst unmoralisch, aus poltischer Korrektheit weiter den Verfall der Union zu verschweigen und nicht kritisch zu hinterfragen.

Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 00:06
von Fiete Schulze
Original von Maximilian von Rohan-Mason

Dem Land geht es wirklich wunderbar. Das sehe ich jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster schaue. Aber danke für die Belehrung, ich werde sie aus gutem Grunde nicht zu Herzen nehmen.
Sie sollten sich nicht an Ihrer eigenen Leiche vergehen, Herr Rohan-Mason.

Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 00:10
von Maximilian von Rohan-Mason
Original von Fiete Schulze

Sie sollten sich nicht an Ihrer eigenen Leiche vergehen, Herr Rohan-Mason.
Geistreich. Geistreicher. Schulze. Sonst noch etwas zu sagen?

Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 00:24
von Amber Marie Ford
[so]Zunächst einmal empfehle ich dem Poppinga-Spieler dringend, seine Fähigkeit Texte zu verstehen zu verbessern. Wenn er daran arbeitet, wirft er anderen nicht mehr so einen Dünnpfiff vor.

Denn mit keinem Wort habe ich ihm unterstellt, Katista abspalten zu wollen. Ich glaube auch noch nicht einmal, dass er das vorhat oder jemals vorhatte. Ich schätze ihn nämlich klug genug ein zu wissen, dass Katista ohne die Demokratische Union R. nicht lebensfähig wäre. Und genau das kritisiere ich an ihm: das permanente Eintreten für immer größere Selbstständigkeit der Länder, dabei aber die Union als Bürgerlieferanten und Feindbild erhalten zu wollen, auf das eingeschlagen werden kann um Stimmen zu heischen und Themen zu haben.

Meine Ausführungen dazu was er wohl am liebsten mit Katista täte wenn man ihn ließe waren lediglich ein ironisches Gedankenspiel, in welchem ich spöttisch sein Verhalten in der Demokratischen Union R. auf Katista projiziert habe, wo er die von ihm götzenhaft und entgegen aller simulatorischen Vernunft gepredigten Prinzipien des subsidiären Föderalismus weiterspinnen könnte bzw. müsste. Davon dass er dazu Katista aus der Demokratischen Union R. herauslösen müsste war nicht die Rede, diese Spitze passt auch auf Katista während es nach wie vor Unionsland der Demokratischen Union R. ist.

Recht hat er, wenn auch nicht in dem von ihm selbst angenommenen Sinne, wenn er sagt, ich selbst hätte "maßgeblich zu Verschlechterungen beigetragen". Ja, das stimmt, das habe ich tatsächlich. Im Frühjahr 2004 habe ich nämlich als MdUP einem - welch bitterböse Ironie, ausgerechnet von DvA erarbeiteten! :P - Gesetz zur weiteren Demontage der Union zu Gunsten der Länder zugestimmt. Ich kann mich von der Beteiligung am Herbeiführen des aktuellen Zustandes also nicht freisprechen. Aber, jetzt kommt der Witz: das will ich auch gar nicht! Im Gegenteil! Ich bin froh sagen zu können, dass auch ich mich in der Vergangenheit falsch verhalten habe, denn gerade das macht mich, um seine Worte aufzugreifen, zwar nicht zu einer "große[n] Lichtgestalt, die uns allen hier das Heil der perfekten Simulation bringt", aber eben doch einen Deut besser als die Leute, die ich kritisiere. Und nicht nur mich, sondern auch viele andere, die in der Vergangenheit die Zersplitterung der Demokratischen Union R. in immer stärkere Länder und einen immer schwächeren Gesamtstaat vorangetrieben, aber mittlerweile umgedacht haben.

An dieser Stelle beweist er einmal mehr genau die Realitätsverweigerung, die ich ihm vorwerfe: er versucht ein Bild der Spielerschaft zu zeichnen, nach welchem ich mit meiner Meinung allein auf weiter Flur stehe, während er der Streiter für die Meinung aller anderen ist. Aber dem ist ja nun einmal nicht so. Die fortschreitende Schwächung der Union zu Gunsten der Länder wurde schon zu Zeiten der großen Föderalisierungswelle vor allem von den Parteien des linken Spektrums (SPR, ehem. BZ, LL) mit Bauchschmerzen begleitet oder abgelehnt, mittlerweile ist die ehemals ultraföderalistische VFD als UFD ebenso auf einen unionistischen Kurs umgeschwenkt wie zumindest Teil der FDU. Es ist ja nun auch nicht so, dass die Spieler von IDs wie Sean William Connor, Jonathan von Metternich oder Maximilian von Rohan-Mason, die sich aktiv für Korrekturen am ausgeuferten Föderalismus eingesetzt haben und einsetzen erst seit gestern dabei wären und keine Ahnung hätten...

Wahrscheinlich wird er sich zur Erwiderung auf sein jüngstes Wahlergebnis berufen und behaupten, das besagte aber etwas anderes. Ich denke es besagt nicht mehr als dass unter den noch verbliebenen Spielern Nostalgie und Sentimentalität weit verbreitet sind. Die Blütezeit der Demokratischen Union R. und ihrer Länder liegt nun schon eine ganze Weile zurück, und wie wir Menschen nun einmal so sind neigen wir dazu, die Vergangeheit irgendwann zu verklären und zu idealisieren: "War das damals schön als X Ministerpräsident des Unionslandes Y war, was der alles gemacht und erreicht hat, damals hat eben der Föderalismus noch funktioniert, und eines Tages wird er das bestimmt wieder, wenn man den Ländern nur genug Aufgaben lässt...usw..." Darauf wird er zu Erwiderung vermutlich großartig tönen wie überheblich doch bin, wie ich darauf komme zu wissen was in anderen vorgeht und warum sie handeln wie sie handeln usw. Damit bewiese er nur Mangel an Reife, Erfahrung, Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen.

Was soll ich sonst noch über diesen Spieler sagen, außer dass er zukünftig eben sorgfältiger lesen soll, wenn er dem Rest der Spielerschaft lange Erwiderungen auf unsinnige Ausführungen seinerseits ersparen will? Acj, nochmal zur Erinnerung, der Montary-/Mason-Smith-Spieler tut sich auch schwer damit: ich spreche mich nicht gegen kulturelle Ausgestaltung aus, im Gegenteil! Ich sage nur, sie kann keine Micronation tragen, nachdem man die Politiksimulation abgeschafft hat. Und den Beweis sieht man ja derzeit...

Und auch dem Kreittmayr-Spieler empfehle ich, sorgfältiger zu lesen und sich mit der Realität auseinanderzusetzen. So schrieb ich etwa:

"Es gibt nur noch vier konstant aktive Parteien, von denen die nächste - wenn Scott sich zurückzieht und Gladstone seine entsprechende Ankündigung ebenfalls durchzieht - wohl auch vor dem Kollaps steht und ob sie sich würde berappeln können bleibt fraglich, das Unionsparlament ist wegen Bevölkerungsschwundes verkleinert worden, es gibt kaum noch für Führungsaufgaben geeignete IDs so dass mittlerweile auf relativ neue IDs wenigstens erfahrener Spieler zurückgegriffen werden muss, es gibt keine echten Charakterköpfe, keine schwierigen, umstrittenen oder witzigen IDs mehr, alles was passiert sind Reaktionen auf außenpolitische Ereignisse, es erscheint keine einzige Zeitung mehr, die TV-Sender haben ihren Betrieb abseits von Wahlberichterstattungen auch schon so gut wie wieder eingestellt, es gab seit Monaten kein Gerichtsverfahren mehr, seit Monaten passiert in den Ländern fast nichts mehr, manche Landesfürsten hat man seit Wochen oder Monaten nicht mehr gesehen, geschweige denn dass diese politisch aktiv gewesen wären, das schwache aber stete "Zutropfen" neuer Bürger (von einem "Zustrom" konnte längst keine Rede mehr sein) scheint auch versiegt zu sein..."

Das kann er nachprüfen, wenn er sich umschaut. Anschließend sollte er einmal überlegen, ob das Land nicht genug richtige Probleme hat die es zu bewältigen gilt, soll seine Geschichte nicht in näherer Zukunft zu einem Ende kommen, sondern tatsächlich auf künstliches Konfliktpotenzial wie die Simulation ultraprovinzialistischer und separatistischer Kräfte angewiesen ist, die konsequent zu Ende gespielt alles nur noch schlimmer machen.

Wenn er das Spiel "überaltert" findet frage ich mich, warum er sich nicht mit seiner Meinung zeitgemäßeren Hobbys beschäftigt, sondern die Zerstörung dieses Spieles, an dessen Fortbestand andere eben noch interessiert sind, weiter fördert.

Und das darf man in einem Spiel, indem die Simoff-Spielleitung mittlerweile mehr Kompetenzen besitzt als die Simon-Regierung, und die Simoff-Spielregeln wichtiger geworden sind als die Simon-Gesetze auch einmal ganz simoff sagen![/so]