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Verfasst: Mo 30. Apr 2007, 17:05
von Julia Elián
Original von Montgomery Scott

Können Sie diese Behauptung irgendwie belegen?
Gerne:

Ich sehe das so:

Gerade außenpolitisch hat die Linke Liste kein Konzept, bzw. noch nie eins gehabt. Dabei muss ich sie sogar an einer Stelle in Schutz nehmen: Die Linke Liste plant(e) wohl nicht, die DU an den BP auszuliefern. Die Linke Liste will Ratelon an niemanden ausliefern. Die LL predigt einen Fundamentalpazifismus und eine damit zusammenhängende Neutralität.

Das klingt gut, beschreibt aber auch genau das Kernproblem:

Eine solche Sichtweise wird den Interessen der DU einfach nicht gerecht. Die DU ist der bevölkerungsreichste und größte Staat in Antica. Sie kann sich eine solche Sicht nicht erlauben, denn diese entspricht einer Kopf in den Sand steck Politik. Wenn wir für andere Staaten ein verlässlicher Partner sein und als solcher auch ernst genommen werden wollen, dann erfordert dies, daß die DU in Krisen auch bereit ist, eine Position zu beziehen. Was soll einen Staat denn dazu veranlassen, mit der DU mehr als einen nichtssagenden Freundschaftsvertrag zu schließen, wenn man nur eins über die DU mit Sicherheit weiß: Das man im Zweifel ohnehin nicht auf sie zählen kann.

Die LL fördert dieses Dilemma gezielt und genau da werfe ich ihr auch das Versagen in der Regierungspolitik vor (Chinopien Vertrag). Ein weiteres aktuelles Beispiel: Die Regierung hat für die ganze Antarktisaktion ziemlich viele Prügel eingesteckt, aber sie hat dazu geführt, daß die DU bei der Antarktiskonferenz mit am Tisch sitzt. Hätte sie nichts unternommen, wäre das vermutlich im Sinne der LL gewesen, aber man hätte eben wieder draußen vor der Tür gesessen. Nun mag die LL sagen, daß das Problem darin liegt, daß die ganzen anderen Staaten ja auch "böse" und "imperialistisch" sind, aber - unabhängig davon, ob man diese normativen Einschätzungen teilt - sind sie nunmal so und wenn die DU bzw. die LL für diese Art von internationaler Politik zu fein ist, dann bleiben die Interessen und die Mitwirkungsmöglichkeiten eben auf der Strecke.

Die Regierung Metternich hat das erkannt, die LL eben nicht. Meinetwegen könnte die LL sogar schreiben: "Lasst uns dem BP beitreten und Astor den Krieg erklären." Das würde ich zwar nicht teilen, aber es wäre zumindest ein außenpolitisches Konzept mit einer klaren Linie, die der LL - wie beschrieben - völlig fehlt.

Verfasst: Mo 30. Apr 2007, 21:41
von Montgomery Scott
Original von Julia Elián
denn diese entspricht einer Kopf in den Sand steck Politik. Wenn wir für andere Staaten ein verlässlicher Partner sein und als solcher auch ernst genommen werden wollen, dann erfordert dies, daß die DU in Krisen auch bereit ist, eine Position zu beziehen.
Ganz im Gegenteil: Wir stehen gerade dafür, klare Positionen zu beziehen. Eine konstruktive Position wird aber nicht mit militärischen Mitteln durchgesetzt denn diese bedeuten das Ende aller konstruktiven Inhalte. Das ist doch aktuell wieder gut zu beobachten: Wer fragt, seitdem die Armeen in der Antarktis aufmarschiert sind, noch nach den inhaltlichen Intentionen der Konfliktparteien? Niemand, es geht nur noch um Macht, nur noch darum, wer das größte Stück des Antarkts-Kuchens auf der Karte bekommt.
Die Regierung hat für die ganze Antarktisaktion ziemlich viele Prügel eingesteckt, aber sie hat dazu geführt, daß die DU bei der Antarktiskonferenz mit am Tisch sitzt. Hätte sie nichts unternommen, wäre das vermutlich im Sinne der LL gewesen, aber man hätte eben wieder draußen vor der Tür gesessen.
Das sehe ich gerade nicht so. Die Einmischung in einen Konflikt muss ganz und gar nicht mit Waffengewalt geschehen.

Verfasst: Mi 2. Mai 2007, 08:27
von Rita Klempin
Original von Montgomery Scott
Grandios analysiert, Frau Klempin. Wächst da ein neues politisches Talent?

:rolleyes:
Danke, immer wieder gerne. ;)

Verfasst: Mi 2. Mai 2007, 17:40
von Montgomery Scott
Original von Rita Klempin
Danke, immer wieder gerne. ;)
Ich verzichte. Stattdessen wäre ich froh, eine Argumentation für Ihre Behauptung zu hören.

Ansonsten einfach mal die F. halten ;-)