Original von Palin Waylan-Majere
Das ist doch der eigentliche Inhalt solcher Debatten und das Ziel dieser Volksinitiative: die Islamophobie zur Staatsräson mit Verfassungsrang erklären. Wo es kein Nebeneinander geben kann, kann es zwangsläufig auch keine muslimische Minderheit geben: entweder sie assimilieren sich oder werden abgeschoben.
Ich halte es für bedenklich, "Islamophobie" als Kampfbegriff radikaler, antiabendländischer Multikulturalisten mit der Staatsräson in einem Satz zu nennen. Denn ein Gemeinwesen bedarf zu seiner gedeihlichen Funktionsfähigkeit nun einmal einer gewissen Räson. Was passiert wenn diese fehlt und die Gemeinschaft aus falschem Freiheitsverständnis heraus ganz und gar dem freien Spiel der Ideologien preisgegeben wird, kann in der deutschen Geschichte zwischen 1919 und 1933 besichtigt werden.
Zur Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland gehören und müssen gehören die freiheitliche demokratische Grundordnung, wie vom Bundesverfassungsgericht in seinem Verbotsurteil gegen die Sozialistische Reichspartei (SRP) vom 23.10.1952 zum entwickelt (Az.: 1 BvB 1/51; BVerfGE 2, 1), und die Trennung von Staat und Religion.
Die Definition der freiheitlichen demokratischen Grundordnung schließt dabei die Achtung der Grundrechte mit ein, insbesondere auch das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 GG), das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (ebd. Abs. 2), die Gleichberechtigung von Frauen und Männern (Art. 3 Abs. 2 GG), das Recht, seine Religion frei zu wählen und seine gewählte Religion zu ändern oder aufzugeben (Art. 4 Abs. 1 GG) sowie das Recht, frei über eine Eheschließung sowie seinen Ehepartner zu entscheiden (Art. 6 Abs. 1 GG).
Ich habe exemplarisch diese Grundrechte ausgewählt, weil der orthodoxe, an der Schari'a orientierte Islam insbesondere diese Rechte negiert, in Deutschland lebende Muslime sie mit politischen Forderungen sowie ihrem Verhalten aktiv bekämpfen sowie für ihre Familienangehörigen zu "suspendieren" versuchen.
Von jemandem, der in Deutschland lebt, ist nicht nur zu erwarten, diese Grundrechte als "Mehrheitsmeinung" anzuerkennen oder sie irgendwie "schari'a-konform" auszulegen zu versuchen, sondern vielmehr, sich mit diesen zu identifizieren und aktiv für sie als die eigenen Werte und Überzeugungen einzutreten.
Wenn du meinst, das sei mit dem dank "Star Trek" vernichtend negativ konnotierten Begriff der "Assimilation" zu bezeichnen, dann bitte. Es ändert nichts daran, dass es in Deutschland keinen Platz für Personen, Gruppen, Religionen oder Ideologien geben kann und darf, die diese Werte ablehnen, bekämpfen oder relativieren.