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Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 08:53
von Michael Schneider
Am rande soll es ein Wahlkampf sein, indem man um Stimmen kämpft, also um Fürsprache hält. Nicht um einen WahlKRIEG in dem man Gegner möglichst grausam abmurkst, um dafür blutüberströmt gekrönt zu werden.
Wähler respektieren nämlich diese aggressive Form der Vorwahlzeit in keiner Hinsicht.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 09:05
von Gustav von Struve
Sie haben das richtig erkannt Herr Schneider. Als mündiger Bürger sieht man dieses Gemetzel mit Schrecken. Sicherlich ist die Wahlkampfphase eine zeit in der aggressiver um Stimmen geworben wird. Aber meiner bescheidenen Ansicht nach wäre es für die Meinungsbildung unter den Wahlberechtigten sinnvoller, wenn die Parteien mit ihren Programmen glänzen würden, denn mit der Streitaxt auf den Gegner einzuprügeln.
Solche Ausfälligkeiten wie von dem Abgeordneten Müller gegen meine Person, nur weil ich tiefer nachgefragt habe, sind absolut nicht zu tolerieren. Weder im Wahlkampf noch sonst irgendwie. Wer solche Sachen von sich gibt, disqualifiziert sich doch von vornherein. Das kann kein VERTRETER des Volkes sein.
Aber offensichtlich hat man die hiesige Streitkultur derart "kultiviert", dass so etwas schon an der Tagesordnung zu sein scheint. Die gehobene Politikerklasse ist derart weit entfernt von der Basis, dass es mich schon leicht erschüttert hat.
Ich bin durchaus der Meinung, dass man auch in einer kontrovers geführten Diskussion noch die Achtung vor seinem Gegenüber bewahren kann. Wer das nicht kann hat als politischer Vertreter versagt.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 09:18
von Michael Schneider
Herr von Struve, ich freue mich auf die Tage, wo wir entweder uns als respektable Gegner gegenüberstehen oder gemeinsam in einer Regierung sitzen. Ich glaube dabei würden uns unterschiedliche Parteibücher sogar helfen.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 09:22
von Gustav von Struve
Vielen Dank Herr Schneider. Aber sagen Sie das nicht zu laut, sonst hauen die zwei Dunkelroten auf uns beide gleichzeitig ein.

Mir ist ein aufrechter politischer Gegner deutlich sympatischer wie ein hinterlinke Bazille, die einem immer nur ans Bein pinkelt und rumpöbelt ohne wirklich etwas zu sagen. Entschuldigen Sie mir bitte diesen Ausdruck, aber ich bin noch etwas angesäuert.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 09:24
von Michael Schneider
*grinst nur*
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 10:10
von Montgomery Scott
Original von Gustav von Struve
Sie haben das richtig erkannt Herr Schneider. Als mündiger Bürger sieht man dieses Gemetzel mit Schrecken. Sicherlich ist die Wahlkampfphase eine zeit in der aggressiver um Stimmen geworben wird. Aber meiner bescheidenen Ansicht nach wäre es für die Meinungsbildung unter den Wahlberechtigten sinnvoller, wenn die Parteien mit ihren Programmen glänzen würden, denn mit der Streitaxt auf den Gegner einzuprügeln.
Das tun wir doch - als erster nebenbei. Von allen anderen Seiten ist bisher nur heiße Luft gekommen.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 10:12
von Palin Waylan-Majere
Original von Gustav von Struve
hinterlinke Bazille, die einem immer nur ans Bein pinkelt und rumpöbelt ohne wirklich etwas zu sagen.
Nach ihren salbungsvollen Worten haben Sie sich damit gerade selbst ins Aus geschossen. Gratulation.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 10:29
von Fiete Schulze
Ich finde im Wahlkampf muss es schon mal ordentlich krachen, der darf auch mal derbe sein und soll auch einen gewissen Aufrüttlungsefekt haben, schließlich will man ja den Wähler auf sich aufmerksam machen und ihn zur Wahl bewegen.
Was gar nicht geht, überhaupt gar nicht, ist wenn man den Wahlkampf so führt, dass die sexuelle Ausrichtung des "Gegners" in der Öffentlichkeit gegen ihn genutzt wird oder wie es bei Brain Mason der Fall war, sogar mit Mord gedroht wird.
Da hört der Spaß an der Freud auf und da zeigt sich auch die Qualität der Politiker.
Wie gesagt im Wahlkampf muss es ordentlich knallen aber hinterher muss man sich immer noch in die Augen sehen können.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 10:36
von Palin Waylan-Majere
In den letzten Wahlkämpfen wurde gerne mal bemängelt, dass überhaupt keiner stattfand. Es ist der Linken Liste zu verdanken, dass es diesmal anders ist. Wir haben uns inhaltlich klar positioniert. Aus einer Position der Lethargie heraus ist dies natürlich nicht so schön, weil dann die eigene Untätigkeit umso deutlicher zu Tage tritt.
Für meine Person kann man davon ausgehen, dass ich keinem meiner politischen Gegner den Tod oder ein Bad in einer Jauchegrube wünsche. Mit solchen unkontrollierten Emotionien spricht man sich nicht unbedingt eine Empfehlung zu verantwortungsvollen Aufgaben aus.
Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 11:41
von Gustav von Struve
Original von Palin Waylan-Majere
Nach ihren salbungsvollen Worten haben Sie sich damit gerade selbst ins Aus geschossen. Gratulation.
Warum? Das war eine allgemeine Feststellung und "hinterlinke" hat nichts mit der politischen Ausrichtung zu tun, sondern damit meinte ich die derzeitige Streitkultur in der Demokratischen Union. Oder fühlten Sie sich etwa angesprochen?