Verfasst: So 7. Sep 2008, 17:03
Ich auch und zwar letzteres. 
Das, was von Ratelon über ist und als Imperia-Freistein bekannt ist.
https://ratelon.nationen.org/boards/
Du wirst lachen, aber das war kein Zufallstreffer - ich kenne doch meine bei den JuSos engagierten Pappenheimer und ihre persönlichen HintergründeOriginal von Rainer Zufall
Du wirst dich wundern, aber du hast gerade zwar etwas polemisch aber recht adäquat beschrieben, wieso die SPD den Draht zur Basis komplett verloren hat - die SPD ist die Partei des höheren Mittelstandes mit sozialem Gewissen und hat somit nichts mehr mit ihrer Stammwählerschaft zu tun, die natürlich zu denen abgewandert ist, die großteils nichts anderes vertritt, als die SPD der 80er, die neue Linke.
Das Problem ist noch tiefgreifender: Wenn Marx wüsste, dass Leute, die sich heute auf ihn Berufen, von "sozialer Gerechtigkeit" reden und erzählen, man müsste der "Ökonomisierung aller Lebensbereiche" entgegenwirken, würde er sich im Grabe umdrehen. Die marxistische Weltanschauung und das westlich-demokratische Politikverständnis sind völlig inkompatibel. Wer wirklich marxistisch denkt, für den sind Begriffe wie Gerechtigkeit und Widerstand gegen Ökonomisierung reine ideologische Worthülsen, die vom eigentlichen Gang der Weltgeschichte ablenken.Original von Gunnar Svensson
Es ist für eine linke Partei sicher eine völlig falsche Haltung, nur auf die Revolution zu warten und sonst nichts zu tun, andererseits bedeutet dieser schillernde Begriff "Realpolitik" in der Praxis wenig mehr, als es sich im Kapitalismus gemütlich zu machen und danach zu streben, ihn besser zu verwalten als die bürgerlichen Parteien. Eine linke Kraft die auf Reformismus statt auf Klassenkampf setzt macht sich überflüssig.
Vollkommen richtig, Marx war alles andere als der Ethiker und Utopist zu dem er sowohl von Gegnern als auch "Freunden" stilisiert wurde. Moralische Empörung über gesellschaftliche Zustände war Marx fremd.Original von Montgomery Scott
Das Problem ist noch tiefgreifender: Wenn Marx wüsste, dass Leute, die sich heute auf ihn Berufen, von "sozialer Gerechtigkeit" reden und erzählen, man müsste der "Ökonomisierung aller Lebensbereiche" entgegenwirken, würde er sich im Grabe umdrehen. Die marxistische Weltanschauung und das westlich-demokratische Politikverständnis sind völlig inkompatibel. Wer wirklich marxistisch denkt, für den sind Begriffe wie Gerechtigkeit und Widerstand gegen Ökonomisierung reine ideologische Worthülsen, die vom eigentlichen Gang der Weltgeschichte ablenken.
Die Frage muss lauten: wie viele Wähler der Linken halten sich für Marxisten weil sie glauben, Marxismus hieße eben, dass die angeblich das Land beherrschenden bösen Manager entmachtet und enteigent werden, künftig der kleine Mann auf der Straße alles bestimmt, ab Mittwochmittag Wochendene hat und sein garantiertes Mindesteinkommen von 3.000 € in den Media Markt und zu H&M tragen kann, bevor in den Kurzurlaub nach Mallorca abdüst?Original von Rainer Zufall
Nur; wieviele Wähler auch der Linken denken noch marxistisch?
Als "böse" würde ein Marxist Manager nicht bezeichnen, sowas kommt eher aus der sozialkonservativen Ecke.Original von Tennessee Rockefeller
die angeblich das Land beherrschenden bösen Manager