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Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 20:52
von Natalie von Matahari
Sollte nicht jede Liste demokratisch zu stande kommen, also müsste laut gladstonscher §reiterei, die Menschen, die auf der Liste stehen über diese auch abstimmen. Wie sieht es dabei aber mit den impliziten Vertragsdetails aus?
Verfasst: Mi 23. Apr 2008, 20:58
von Schrobi
Original von Peter Vain
Ist dem Genossen Schrobi, nicht schonmal seine parteipolitische Aktivität während seiner Unionspräsidialzeit zum Verhängnis geworden, oder zumindest beinahe?
Korrekt.
Es ist nicht so einfach ein überparteiliches Amt führen zu wollen, wenn man noch Parteimitglied ist. Die Grenzen sind einfach nicht eindeutig genug gewesen - zumindest war das für mich nicht so einfach. Deswegen habe ich die notwendigen Konsequenzen gezogen: Mich für mein Verhalten entschuldigt und mein Parteibuch abgegeben.
Verfasst: Do 24. Apr 2008, 12:51
von Michael Heen
Original von Andreas Portman
Ein für die Sozialdemokratie mehr als peinlicher Vorfall! Die SPDU ist nun ein für alle Mal politisch vom Tisch.
Diese These halte ich für sehr gewagt. Nur weil bei einer Wahl nicht alles gesetzeskonform zuging heißt das noch lange nicht, das deswegen gleich eine ganze politische Grundströmung und deren parteipolitische Vertretung vom Tisch sind.
Original Natalie von Matahari
=) =) So etwas von lächerlich in meiner Parteikarriere ist es schon so oft vorgekommen, dass Liste und Wahlprogramm nur abgenickt worden sind und ganz ohne Abstimmung veröffentlicht worden sind. ich denke jedes Parteimitglied hatte solch einen Vorfall schon einmal erlebt. Das dann aber Parteimitglieder so doof sind und diese Verfehlung öffentlich publik machen, grenz doch schon etwas an Kannibalismus und grenzenloser Dummheit.
Anscheinend ist der Sozialdemokrat des Sozialdemokraten Wolf.
Original Helen Bont
Kann es sein, dass Teile der Linke einen Drang zum politischen Selbstmord verspüren?
Nach Durchlesen der Klageschrift und dem darin enthaltenen Brief von Herrn Hennrich an seine Parteigenossen wage ich mal zu behaupten, dass jeder andere Parteivorsitzende in dieser Situation genauso gehandelt hätte, auch wenn dieser Gladstone heißen würde. Wer das bestreitet, der heuchelt uns was vor. Und ehrlich gesagt, als einfaches Parteimitglied hätte ich den Parteivorstand - bildlich gesprochen - in der Luft zerissen, wenn meine Partei durch ein Untätigbleiben des Vorstandes nicht an der Wahl teilnehmen würde.
Es ist sicherlich richtig, dass eine möglichst große Übereinstimmung von Gesetzestheorie und Gesetzespraxis erreicht werden sollte. Wenn das aber nun in Paragraphenreiterei ausartet, dann ist der Gerechtigkeit sicherlich nicht gedient. Aber sicherlich hat Herr Gladstone zuerst das klärende Gespräch mit Herrn Hennrich gesucht, bevor er diesen Schritt getan hat, der der SPDU nicht nur ihre Mandate, sondern auch noch den einzigen einigermaßen "vorsitztauglichen" Politiker Kopf und Kragen kosten wird - politisch gesehen natürlich. Dann könnte sich die politische Konkurrenz in derTat bei Herrn Gladstone dafür bedanken, einen Mitbewerber um die Gunst der Wähler wenn nicht ausgeschaltet, so doch wenigstens diskreditiert zu haben.
Das haben Sie sehr schön auf den Punkt gebracht.
Verfasst: Do 24. Apr 2008, 13:56
von SRM
Original von Natalie von Matahari
Sollte nicht jede Liste demokratisch zu stande kommen, also müsste laut gladstonscher §reiterei, die Menschen, die auf der Liste stehen über diese auch abstimmen. Wie sieht es dabei aber mit den impliziten Vertragsdetails aus?
Bei einer Wahlliste gibt es keine impliziten Vertragsdetails - expliziter gehts eigentlich gar nicht
