Original von A. M. von Kurzschluss
"Dein" Recht hört genau da auf, wo es anfängt andere zu "belasten"..... in dem du in Folge deines Alkoholwahns andere anfährst, verprügelst oder sonst was tust, da wo du in Folge deines Drogenkonsums andere mit den Kosten für deine Entgiftungen "belastest".
Was ist das denn für eine Logik? Jeden Tag trinken Millionen Menschen in Deutschland Alkohol. Bei jedem dritten oder vierten von einigen zehntausend Verkehrsunfällen spielt Alkohol als Unfallursache eine Rolle. Ich würde eher sagen: würden sich alle Führerscheinbesitzer täglich betrinken und ihr Auto stehen lassen, würden die Unfallzahlen wesentlich signifikanter sinken, als wenn man die Prohibitionskeule schwingt!
Und zum Thema Kostenbelastung anderer durch Alkoholkonsum etc.: das Problem ist auch hier nicht der Alkohol, sondern wiederum der Staat. Was geht den die Krankenversicherung an? Gar nichts! Ob und zu welchen Bedingungen Menschen sich zusammenschließen, um sich auf Gegenseitigkeit gegen krankheitsbedingte Kosten abzusichern, und mit wem sie sich dazu zusammenschließen oder eben nicht, ist allein deren Entscheidung.
Meinetwegen sollen doch einige ihre "Asketenkrankenkasse" aufmachen, die nur Leute nimmt, die sich ausschließlich von Rohkost und stillem Mineralwasser ernähren, und täglich zwei Stunden Yoga machen. Bitte, Handlungsfreiheit. Und wenn einige sich für ganz clever halten und sagen, sie gründen eine Krankenkasse, die nur Leute unter 35 aufnimmt, sollen sie das auch tun - Handlungsfreiheit eben. Ob das klug ist, weil die Mitglieder dieser Kasse ja auch mal älter und dann vielleicht von anderen Kassen ebenfalls nicht mehr aufgenommen werden ist deren Problem, nicht das irgendeiner "Gesellschaft". Jeder ist für sich selbst verantwortlich, Verantwortung für andere übernimmt man freiwillig im Rahmen willentlich eingegangener sozialer Bindungen wie Familien, Partnerschaften, Freundschaften - aber nicht, weil man vom Schicksal einfach ungefragt an irgendeinem Flecken der Welt ausgekippt, und dort gleich von einer sog. "Gesellschaft" einkassiert wurde, nach deren Pfeife man Zeit seines Lebens zu tanzen hat.
So lange du das alles irgendwo im Wald machst, wo das keiner mitkriegt und du in Ruhe "verreckst", ist das völlig in Ordnung.
Ganz schön dreist sich einfach hinzustellen und so zu tun, als seien die Störer im Recht, und wer seine Ruhe vor ihnen will, müsse eben ausweichen, findest du nicht? Wer sich selbst für zu dumm, zu unreif oder zu faul hält, Verantwortung für sich selbst und dafür, die Rechte seiner Mitmenschen nicht zu beeinträchtigen zu tragen und deshalb reguliert und kontrolliert werden will,
der muss eben mit Seinesgleichen woanders hingehen!
Im Wald kannst du mit Gleichgesinnten gerne den totalen Umerziehungs- und Überwachungsstaat gründen, der euch vor euch selbst schützt. Das ist euer gutes Recht, solange ihr niemanden zwingt, dort mitzumachen. Aber warum soll euch ausweichen, wer einzig sein alleiniges Naturrecht - das Recht, in Ruhe gelassen zu werden - beansprucht?
Beispielhafte Gegenfrage an die Gesundheitsfachfrau: wer muss vor die Tür gehen, der Nichtraucher oder der Raucher? Wie bitte, auf einmal der Raucher? Weil der andere Leute stört, auf eine Weise (i. e. durch Tabakrauch) auf sie einwirkt, die sie nicht wollen und sich nicht gefallen lassen müssen? Na, sowas aber auch - du verstehst das Prinzip ja doch...
Der Staat macht das nicht, um dich zu "belästigen", sondern andere vor den Folgen deines Tuns zu schützen. Und das ist auch gut so. Ob das alles in dem Ausmaß, das es angenommen hat, gerechtfertigt und auch richtig ist, sei mal dahingestellt. Mir gehts hier um den prinzipiellen Gedanken.
Dein prinzipieller Gedanke ist das Anspruchsdenken: "Ich habe ein Recht darauf anderen vorzuschreiben bzw. vorschreiben zu lassen, wie sie ihr Leben zu leben haben, damit die Auswirkungen ihrer Lebensweise meinen Bedürfnissen entgegenkommen." Und das ist Unfug.