Naja, da sind wir wieder beim Haufenparadoxon. es geht meines Erachtens nicht unbedingt um eine feste Grenze sondern um ein Grenzwertverhalten.Original von vSzP
Trotzdem würde es mich interessieren, wie Du Großkapital definierst.. Sonst ist mir das alles zu schwammig.
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Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
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Man sollte die Plattners, Würths und Kühnes dieser Nation verbannen. Was fällt denen ein, florierende, international führende Konzerne aufzubauen und davon auch noch zu profitieren. Gieriges, kapitalistisches Pack! Am besten mitsamt ihrer Milliarden ins Ausland abschieben.Original von Montgomery Scott
Es geht darum, dass die kapitalistische Wirtschaftsordnung zu einer Form von wirtschaftlichem Leben führt, in dem die Spitze eines Unternehmens maßlose Gewinne einstreicht während die einfachen Angestellten zu jedem Zeitpunkt potentielles Objekt von Rationalisierung und Lohnkürzung sind.
Parrallel zur Einführung des Mindestlohnes i.H.v. 1.800€ netto wird dann auch gleich ein Maximallohn i.H.v. 1.800€ netto eingeführt. Damit spart man sich dann auch diese lästigen Neiddiskussionen.
Und anstatt die Unternehmen zu retten bzw. weiterhin international wettbewerbesfähig zu halten und notwendige Einsparungen beim Personal (z.B. durch Outsourcing, Standortverlagerungen, etc.) oder bei anderen Faktoren zu erzielen, sollten sie lieber den Karren gegen die Wand fahren, so dass alle in den kollektiven Genuß staatlicher Fürsorge kommen.
Alternativ können sie auch die Unternehmen dem Staat schenken, der dann sein jahrzehntelanges Know-How in effizienter Unternehmensorganisation (s. Deutsche Post, Deutsche Telekom, Deutsche Bahn, etc.), optimalem Risk Management (s. IKB, Landesbanken), erfolgreichen Restrukturierungsprojekten (z.B. Bundesdruckerei) und strengem Cost-Controlling (z.B. Finanzministerium) einsetzen kann.
Dazu müsste man dem Kapitalismus mal eine Chance geben und ihn nicht durch staatliche Zwangsbevormundung verwässern.Und darum, dass der Kapitalismus, anders als es die wirtschaftsliberalen Vordenker angedacht haben, in der Praxis weder Arbeitslosigkeit noch Naturzerstörung in ausreichendem Maße verhindert und nicht zufriedenstellend gesellschaftlichen Fortschritt ermöglicht.
Freundlichst,
Dr. h.c. Matt Suchard
Diverses a.D.
Dr. h.c. Matt Suchard
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Anfänger
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Registriert: So 18. Mär 2007, 09:56
1. Trotz aller Rationalisierung ist Arbeitslosigkeit immer staatsgemacht. Im Kapitalismus gibt es keine (Langzeit-)Arbeitslosigkeit. Die Gossenschen Gesetze...Original von Montgomery Scott
Wenn man die wirtschaftspolitischen Interventionen nur genug verringert, werden die Arbeitnehmer also auch fair bezahlt und die Unternehmer achten darauf, sich nicht zu sehr an der gemeinschaftlichen Arbeit zu bereichern? Und die Arbeitslosen verschwinden plötzlich auch, weil den Vorständen im Wachstumsrausch plötzlich nicht mehr nach Rationalisierung ist und das ökologisch nachhaltige und ressourcenschonende Monsterwachstum sowieso für jeden eine angemessene Beschäftigung bereit hält?
2. Und damit ist auch der erstgenannte Punkt abgehakt - wenn man so simple und selbstverständliche ökonomische Gesetze wie das von Angebot und Nachfrage beachtet. Sind die Unternehmer darauf aus, so geringe Löhne wie möglich zu zahlen? Klar! Wird ihnen das gelingen, so wie es heute in einigen Brachen der Fall ist? - Nein. Es gibt viel mehr Angebot von Arbeit und viel weniger Nachfrage.
Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ja. Blöd nur, wenn der Wert der Arbeit unter ihren Selbsterhaltungskosten liegt...Original von Baudouin de Billancourt
1. Trotz aller Rationalisierung ist Arbeitslosigkeit immer staatsgemacht. Im Kapitalismus gibt es keine (Langzeit-)Arbeitslosigkeit. Die Gossenschen Gesetze...
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Und was die Steuern angeht: Die ganz oben - erwischt's sowie nicht...
Starnberger Plutokratie
Mit Steuerraubzügen erwischt man immer nur den gehobenen Mittelstand.
Starnberger Plutokratie
Mit Steuerraubzügen erwischt man immer nur den gehobenen Mittelstand.
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Noch ein Beleg dafür, dass der deutsche Staat den Mittelstand platt macht:
"Oben" schlägt "Mitte":
Die Brüder Franz und Fritz schließen mit 27 jeweils die Prüfung zum Steuerberater ab. Franz beginnt ein Angestelltenverhältnis bei einer großen Steuerberatungsgesellschaft, Fritz macht sich selbstständig.
Franz zahlt 40 Jahre lang bis zum Renteneintritt Beiträge an der Beitragsbemessungsgrenze, d.h. 6300 Euro jährlich; sein Arbeitgeber zahlt noch einmal den gleichen Beitrag an die Rentenversicherung. Insgesamt fließen also 12.600 Euro jährlich an die Deutsche Rentenversicherung.
Fritz ist von der Rentenversicherungspflicht befreit. Er darf sich selbst um seine Altersvorsorge kümmern. Er wählt hierfür einen konservativen Mainstreamweg: eine klassische Rentenversicherung beim Marktführer, der vergleichsweise teuren ARROGANZ-Versicherung. Auch er zahlt 12.600 Euro pro Jahr in die Versicherung ein.
Mit 67 erhalten beide ihre Rentenbescheide.
Franz hat pro Jahr bei der Deutschen Rentenversicherung zwei Beitragspunkte im Wert von je 26 Euro monatlich erworben. Das ergibt eine monatliche Rente von gut 2000 Euro.
Fritz erhält dagegen eine Rentenleistung von gut 7000 Euro (Grundlage: Prognostizierte Rentenzahlung Allianz Zukunftsrente Klassik).
Beide Zahlungen sind lebenslang garantiert. Da beide aber hart gearbeitet haben und zudem sehr unter dem leistungsfeindlichen Klima im von der Sozialdemokratischen Einheitspartei Deutschlands (SED) regierten Land gelitten haben, leben beide nur noch 10 Jahre. Fritz lässt sich daher lieber das angesparte Kapital - knapp 1,4 Millionen Euro - auszahlen; Franz müsste, um auf diese Summe zu kommen, noch einmal 58 Jahre leben.
Und während Fritz die 1,4 Millionen am Strand des inzwischen turbokapitalistischen Ferienparadies Kuba verpulvert, zahlt Franz zuhause noch Steuern und Sozialabgaben auf seine Rente...
"Unten" schlägt die "Mitte" auch!
Ein Durchschnittsverdiener (knapp 30.000 Euro brutto) muss im deutschen System 25 Jahre gearbeitet haben, um mehr zu bekommen, also jemand, der nicht einen Tag gearbeitet hat! (Berechnungsgrundlage: durchschnittliche Grundsicherungsleistung 650 Euro geteilt durch 26 Euro Beitragspunktwert)
"Oben" schlägt "Mitte":
Die Brüder Franz und Fritz schließen mit 27 jeweils die Prüfung zum Steuerberater ab. Franz beginnt ein Angestelltenverhältnis bei einer großen Steuerberatungsgesellschaft, Fritz macht sich selbstständig.
Franz zahlt 40 Jahre lang bis zum Renteneintritt Beiträge an der Beitragsbemessungsgrenze, d.h. 6300 Euro jährlich; sein Arbeitgeber zahlt noch einmal den gleichen Beitrag an die Rentenversicherung. Insgesamt fließen also 12.600 Euro jährlich an die Deutsche Rentenversicherung.
Fritz ist von der Rentenversicherungspflicht befreit. Er darf sich selbst um seine Altersvorsorge kümmern. Er wählt hierfür einen konservativen Mainstreamweg: eine klassische Rentenversicherung beim Marktführer, der vergleichsweise teuren ARROGANZ-Versicherung. Auch er zahlt 12.600 Euro pro Jahr in die Versicherung ein.
Mit 67 erhalten beide ihre Rentenbescheide.
Franz hat pro Jahr bei der Deutschen Rentenversicherung zwei Beitragspunkte im Wert von je 26 Euro monatlich erworben. Das ergibt eine monatliche Rente von gut 2000 Euro.
Fritz erhält dagegen eine Rentenleistung von gut 7000 Euro (Grundlage: Prognostizierte Rentenzahlung Allianz Zukunftsrente Klassik).
Beide Zahlungen sind lebenslang garantiert. Da beide aber hart gearbeitet haben und zudem sehr unter dem leistungsfeindlichen Klima im von der Sozialdemokratischen Einheitspartei Deutschlands (SED) regierten Land gelitten haben, leben beide nur noch 10 Jahre. Fritz lässt sich daher lieber das angesparte Kapital - knapp 1,4 Millionen Euro - auszahlen; Franz müsste, um auf diese Summe zu kommen, noch einmal 58 Jahre leben.
Und während Fritz die 1,4 Millionen am Strand des inzwischen turbokapitalistischen Ferienparadies Kuba verpulvert, zahlt Franz zuhause noch Steuern und Sozialabgaben auf seine Rente...
"Unten" schlägt die "Mitte" auch!
Ein Durchschnittsverdiener (knapp 30.000 Euro brutto) muss im deutschen System 25 Jahre gearbeitet haben, um mehr zu bekommen, also jemand, der nicht einen Tag gearbeitet hat! (Berechnungsgrundlage: durchschnittliche Grundsicherungsleistung 650 Euro geteilt durch 26 Euro Beitragspunktwert)
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