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Verfasst: Di 29. Jan 2008, 22:46
von Fabian Montary
Mich würde ja überhaupt mal interessieren, ob dieses Forum schon vom Verfassungsschutz beobachtet wird...
Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:01
von Hajo Poppinga
Original von Konrad Grimm
Oder es kommt Jamaika - Wirtschaftspolitik ala FDP, Innenpolitik ala CDU, Bürgerrechte ala Grüne; eine großartige Politik!
Das fände ich auch. Thema Bürgerrecht - wie man hört, könnte sich Deutschland vielleicht ggü. der EU emanzipieren und die neuen Pläne über die Fluggastdatenspeicherung für unvereinbar mit dem GG erklären. Könnte spannend werden.
Und@ Montary: Hoffentlich.

Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:02
von Karl Abel
Ich glaube die haben besseres zu tun. Und mein Clanforum wäre schon längst überwacht, wenn die sowas machen xDD^^
Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:04
von Konrad Grimm
Wenn sie mich immer noch nicht im Visier hätten, wäre ich eigentlich enttäuscht.
Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:04
von Hajo Poppinga
Original von Konrad Grimm
Wenn sie mich immer noch nicht im Visier hätten, wäre ich eigentlich enttäuscht.
Vielleicht mußt doch
noch radikaler werden.

Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:05
von Amber Marie Ford
Ich sehe in Hessen nur eine sinnvolle und dauerhaft praktikable Option: Koch und - aus salomonischen Gründen, damit sich keiner der beiden als Sieger über den anderen fühlt - auch al-Wazir werden von ihren Parteien jeweils abserviert, um man installiert eine schwarz-gelb-grüne Regierung ("Jamaica-Koalition" oder "Schwampel" genannt), z. B. unter einem Ministerpräsidenten Franz-Josef Jung.
Schwarz-Gelb-Grün würde deshalb funktionieren, weil sich CDU und Grüne bei den Sachthemen erstens längst näher sind, als beide Seiten im Wahlkampf würden zugeben wollen, und zweitens die FDP dort eine tatsächliche Mittler- und Ausgleichsrolle zwischen ihren beiden Koalitionspartnern einnehmen könnte - sie hat Überschneidungen sowohl mit der CDU gegen die Grünen, als auch mit den Grünen gegen die CDU. In einer "Ampel" wäre sie nur Mehrheitsbeschafferin für das objektiv - und zwar schon an strukturellen Konstruktionsfehlern! - gescheiterte und zur Gestaltung zukunftsfähiger Politik unfähige Modell Rot-Grün.
Koch abzusägen wäre seitens der CDU eine logische Konsequenz aus dem Wahlausgang, nicht Frau Ypsilanti hat irgendwas erreicht oder gewonnen, Herr Koch allein hat mit seinem krawalligen und wie er selbst zugeben musste an der Realität seiner Regierungsarbeit vorbeigehenden Wahlkampf der CDU spürbare Verluste beigebracht. Aus Paritätsgründen Herrn al-Wazir abzusägen sollte den Grünen nicht schwerfallen, die werden doch niemandem erzählen wollen, in einem Land wie Hessen mit seinen zahlreichen urbanen Besserverdienern (ihrer wichtigsten Wählerklientel!) niemanden sonst zu haben?!
Franz-Josef Jung hat mir in einem Interview am Wahlabend schwer imponiert: der Mann verfügt über Intellekt, Charisma, diplomatisches Geschick und Mäßigung, und ist im unscheinbaren, weil weitestgehend konfliktfreien ("Über unsere Soldaten wird nicht gezankt!") Verteidigungsministerium deutlich unter Wert verwendet, er hat das Zeug, die CDU in fünf Jahren durch gute Sacharbeit und verdiente persönliche Popularität wieder zu einem Wahlergebnis von 40% + x in Hessen zu führen.
Die "Ampel" habe ich oben bereits antizipiert, große Koalitionen sind auf Grund ihrer lähmenden Wirkung auf den demokratischen Wettstreit schon grundsätzlich nicht wünschenswert, mit der desolaten SPD unter der planlosen und inkompetenten Andrea Ypsilanti speziell in Hessen noch weniger, und Die Linke hat bereits in Mecklenburg-Vorpommern bewiesen, und beweist noch immer in Berlin auf traurige Weise, dass sie an seriösen und tragfähigen Lösungen der drängenden Probleme unserer Zeit gar nicht erst interessiert ist; sie ist die Krawallplattform eitler Selbstdarsteller wie Gregor Gysi und vor allem Oskar Lafontaine, verdankt ihre Wahlerfolge in der alten Bundesrepublik v. a. Protestwählern und darf gar nicht erst ernst genommen werden.
Schwarz-Gelb-Grün hingegen könnte - solange die SPD verzweifelt Anschluss an die 1950-er Jahre sucht, und die Herren Gysi und Lafontaine sie mit ihren Agitationen piesacken wo immer sie sie zu greifen bekommen - ein Modell für die Zukunft, auch im Bund, sein. Man muss sich nur trauen...
Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:22
von Konrad Grimm
Original von Amber Marie Ford
Schwarz-Gelb-Grün hingegen könnte - solange die SPD verzweifelt Anschluss an die 1950-er Jahre sucht, und die Herren Gysi und Lafontaine sie mit ihren Agitationen piesacken wo immer sie sie zu greifen bekommen - ein Modell für die Zukunft, auch im Bund, sein. Man muss sich nur trauen...
Die Zukunft ist links, also im A...
Schau Dir mal die Umfragen in den Ländern an! Sichere bürgerliche Mehrheiten gibt es derzeit noch in - Bayern und Baden-Württemberg. Sonst nirgends. In Hamburg steht der Wechsel unmittelbar bevor - ist wenigstens von Beust am Ende, hat ja alles auch seine guten Seiten -, im Saarland und in Thüringen würde die CDU nicht nur die absolute Mehrheit verlieren, nein, diese läge bei SPD und Linkspartei.
Deutschland, wir weben dein Leichentuch...!
BY und BW sollten austreten und mit der Schweiz, Österreich und der Republik Norditalien die Alpenföderation bilden.
Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:27
von Palin Waylan-Majere
=)
Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:34
von Thorstein Richter
Der Gedanke, dass Bayern nicht mehr Teil der Bundesrepublik sein könnte, hat ehrlich gesagt in gewisser Hinsicht etwas Verlockendes

Verfasst: Di 29. Jan 2008, 23:53
von Amber Marie Ford
Original von Konrad Grimm
Die Zukunft ist links, also im A...
Schau Dir mal die Umfragen in den Ländern an! Sichere bürgerliche Mehrheiten gibt es derzeit noch in - Bayern und Baden-Württemberg. Sonst nirgends. In Hamburg steht der Wechsel unmittelbar bevor - ist wenigstens von Beust am Ende, hat ja alles auch seine guten Seiten -, im Saarland und in Thüringen würde die CDU nicht nur die absolute Mehrheit verlieren, nein, diese läge bei SPD und Linkspartei.
So "links" sehe ich die Zukunft noch nicht
Gregor Gysi ist sechzig, Oskar Lafontaine wird dieses Jahr noch fünfundsechzig - wie viele Schuss Pulver Die Linke ohne diese beiden Herren wert sein wird, muss sich erst noch zeigen. Meine Prognose: wenige bis keinen.
Die Etablierung einer Partei in Staat und Gesellschaft bemisst sich nicht an einzelnen Wahlerfolgen oder Regierungsbeteiligungen, das Urteil darüber, ob eine Partei es "geschafft" hat oder nicht, kann frühestens in der zweiten oder dritten Generation gesprochen werden - fraglich, ob Die Linke diese überhaupt wird heranbilden können. Derzeit steht und fällt sie in den "alten Bundesländern" mit dem Protest gegen die Nachwehen der Schröder'schen Sozialreformen, und in den "neuen Bundesländern" mit unverbesserlichen "Ostalgikern". Ich prophezeie ihr die endgültige Margianlisierung im Osten spätestens mit dem Abtritt der letzten "DDR"-erfahrenen Jahrgänge, im Westen schon deutlich eher, voraussichtlich nach dem nächsten oder spätestens übernachsten Landtagswahldurchgang.
Denn wo Die Linke mitmischt zeigt sie, dass sie es (= die Zukunft gestalten) nicht kann und auch nicht errnsthaft will, Protestparteiej in Parlamenten und sogar Regierungen (STATT-Partei in Hamburg etwa) gab es schon zur Genüge, irgendwann normailisert sich doch alles wieder.