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Verfasst: Fr 1. Jun 2007, 00:34
von Palin Waylan-Majere
Original von Oliver von Palm
Konnte RCTV nachgewiesen werden, am Putsch gegen Chavez beteiligt gewesen und ihn nicht nur meinungsmäßig gutgeheißen zu haben?
Zwischen "etwas gutheißen" und aktiv Propaganda (oder neudeutsch: Meinungsbildung) zu betreiben besteht ein erheblicher Unterschied. Der Terminus nennt sich wohl Volksverhetzung...
Zumal es mir ohnehin merkwürdig vorkommt, einen _Putsch_ gegen eine _demokratisch legitimierte_ Regierung üerhaupt auch nur ansatzweise toll zu finden.
RCTV werden in einem normalen Verwaltungsvorgang die Lizenzen für die öffentlichen Sendefrequenzen nicht verlängert - die dazu nötigen Anlagen sind ohnehin in öffentlicher Hand. RCTV kann seine Telenovelas (und seine Hetzpropaganda dazwischen) weiterhin senden - eben über Kabel oder Satellit.
Das sich darüber in einem Land echauffiert wird, dass im Angesicht eines Kaspertheaters in Scheinheiligendamm gestandenen Journalisten die Akkreditierung entzieht (von umfassenden Demonstrationsverboten reden wir mal gar nicht erst - eine andere Meinung als die des dummen Mainstreams zu vertreten scheint hier ja ohnehin verpönt), zeigt deutlich das Doppeldenk unserer "Moralisten" aus den großen Medienkonzernen. Es wäre geboten, das Konstrukt der "Pressefreiheit" mal gründlich zu überdenken.
Verfasst: Fr 1. Jun 2007, 00:37
von Palin Waylan-Majere
Original von Kreittmayr
Meines Erachtens sollte man dieses Land Seeblockieren und völlig abriegeln, bis das Regime ausgehungert ist.
Alternativvorschlag: Um Scheinheiligendamm ist doch schon so ein praktischer Zaun. Besetzen wir in einer demokratischen Aktion den Zaun und lassen die Leute hinter ihrem eigenen Zaun verrotten. Die Welt würd den Deutschen zujubeln.
Verfasst: Fr 1. Jun 2007, 08:53
von Fiete Schulze
Also eigentlich hätte Chavez dem Sender die Lizenz nicht entziehen müssen, weil dieser Sender sowieso unglaubwürdig für die meisten Menschen war. Schließlich wurden ja die gefälschten Nachrichtenbeiträge aus der Putschzeit ziemlich deutlich aufgezeigt. In meinen Augen hat dieser Sender auch Tote zu verantworten, weil sie halt den Putsch mit Falschinformationen und Lügen unterstützt hatten, aber das Scheitern des Putsches und der freie Wille des Volkes an Chavez zu glauben, haben ja deutlich gezeigt, dass dieser Sender nicht so mächtig ist. Man muss auch dazu sagen, dass dieser Sender ja nicht verboten wurde, sondern er einfach keine Lizenz bekommen hat, er kann weiterhin senden, nur nicht mehr über staatliche Anlagen und ich denke dieser Schritt ist zu verstehen.
Schaut euch den Film: "Chávez - Ein Staatsstreich von innen" an, vielleicht könnt ihr dann diesen Schritt besser verstehen.
Titel: Chávez - Ein Staatsstreich von innen
Originaltitel: Chávez - Ein Staatsstreich von innen
Erscheinungsjahr: IR/FN/NL/FR/BRD 2002
DVD-Fassung/Label: ?
Buch/Regie/Kamera: Kim Bartley & Donnacha Ò Briain
Länge: ca. 60 Minuten
FSK: ?
Seite zum Film
Interview
Inhalt:
1954 als Sohn eines Grundschullehrers in der Provinz geboren, ging Chavez mit 17 Jahren zur Armee und wurde gleich im Kampf gegen die linke Guerilla im Dschungel im Süden des Landes eingesetzt. Aber er weigerte sich, auf Bauern zu schießen. 1992 versuchte er sich an die Macht zu putschen und landete für zwei Jahre im Gefängnis. Damals wurde er zum Helden der Massen, die gegen die notorisch korrupte politische Führung des Landes revoltierte. 1998 wurde Hugo Chavez mit breiter Mehrheit zum Präsidenten gewählt und begann vom "Miraflores Palast" aus, sein Land umzukrempeln.
Im April 2002 wurde er abgesetzt, inhaftiert und innerhalb von zwei Tagen durch zwei Amtsnachfolger ersetzt. Dann brachte der Druck der Straße ihn zurück ins Amt.
Ein dokumentarischer Krimi
Das irische Filmteam um Kim Bartley und Donnacha Ó Briain hat Chavez über Monate begleitet. Sie waren dabei, als der "Miraflores Palast" gestürmt wurde und Chavez für zwei Tage außer Amt war. Der Krimi, der sich in der belagerten Residenz abspielte, macht den Film zu einem einmaligen Dokument.
Nachdem der Film über den gescheiterten Putsch gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez bereits im kanadischen Banff und beim Internationalen Filmfestival in Monte Carlo zur besten Dokumentation des Jahres gekürt worden war, riss der Preissegen auch in diesem Sommer nicht ab. Auch die Jurys der Internationalen Filmfestivals von Malaga, Marseille und Galway erkannten dem Film der jungen irischen Filmemacher Kim Bartley und Donnacha Ó Briain ihren jeweiligen Hauptpreis zu.
'Chavez – Ein Staatsstreich von innen' wurde in Zusammenarbeit mit ARTE, der BBC, dem irischen, niederländischen und finnischen Fernsehen produziert. (zdf.de)
Verfasst: Fr 1. Jun 2007, 22:06
von Aaron Sulla
Original von Oliver von Palm
Du hast ein ganzes Buch drüber geschrieben?
Nein, aber das Copyright liegt nicht mehr bei mir und man kann sich die Dissertation meines Wissens nach bei der Buchhandlung erwerben.
Verfasst: Fr 1. Jun 2007, 22:11
von Fiete Schulze
Ich habe mich auch schon mal in einem Buch verewigt:
klick

Verfasst: Fr 1. Jun 2007, 22:52
von vSzP
Original von Aaron Sulla
Nein, aber das Copyright liegt nicht mehr bei mir und man kann sich die Dissertation meines Wissens nach bei der Buchhandlung erwerben.
Du hast doch geschrieben, dass es deine Arbeit ist. Dann liegt das Copyright eigentlich auch bei dir.
Bevor du dich nocht weiter in solche.. Verstrickungen... verwickelt, würde ich vorschlagen, du nennst einfach die ISBN-Nr. oder eben Titel und Verfasser und wir alle können uns einfach und problemlos eine Meinung darüber bilden...
Verfasst: Di 5. Jun 2007, 16:41
von Julia Elián
Diese einseitigen Diskussionsmuster sind doch dumm. Ok, ich gehöre auch zu den Antisozialisten, aber so zu tun, als seien Chavez und Castro Teufel aller Stalin ist genauso dämlich wie die Relativierung der menschenrechtlichen Missstände in diesen Ländern durch die Linken mit Parolen wie: "Ja, aber in Heiligendamm/Guantanamo/etc. ist es doch genauso"
Man kann durchaus Belege dafür finden, daß z.B. Castro für sozialen Fortschritt in Kuba gesorgt hat (z.B. Gesundheitssystem), aber rechtfertigt das oder der Hinweis darauf, daß es vorher noch schlimmer war, eine Diktatur? Ich denke nein. Genausowenig wie das Fehlverhalten von Rechtsstaaten (z.B. Guantanamo) diese Staaten nicht automatisch delegitimiert oder als "unfrei" klassifiziert.
Man muss doch die Relationen beachten und da ist etwa Amerika (bei allen Fehlern) immernoch eher eine freiheitliche Demokratie als Kuba und da ich eine freiheitliche Demokratie für erstrebenswert halte, können auch alle vermeintlichen Erfolge von Castro/Chavez/Putin/China usw. nicht legitimieren, daß es eben keine Demokratieen sind, oder zumindest erhebliche Mängel bestehen.
Verfasst: Di 5. Jun 2007, 19:01
von Aaron Sulla
Original von vSzP
Du hast doch geschrieben, dass es deine Arbeit ist. Dann liegt das Copyright eigentlich auch bei dir.
Bevor du dich nocht weiter in solche.. Verstrickungen... verwickelt, würde ich vorschlagen, du nennst einfach die ISBN-Nr. oder eben Titel und Verfasser und wir alle können uns einfach und problemlos eine Meinung darüber bilden...
Pack deine arrogante Attitüde woandershin, ich bin auf Glauben oder Nicht-Glauben von dir oder sonstwem nicht angewiesen und deine "Verstrickungen" kannst du dir ebenfalls wieder einpacken.
Das du zudem keine Ahnung vom Thema hast schreibst du direkt selbst. Ich werde dich informieren:
1. Wenn ein Autor oder Verfasser sein Werk bei einem Verlag bzw. einer Stiftung einreicht, und dieses dann gedruckt wird, oder im Falle der Stiftung dort zur Verfügung steht, geht in den allermeisten Fällen das Copyright an den Verlag bzw. die Stifung, um zu vermeiden, dass der Autor mit demselben Buch, demselben Werk zu einem anderen Verlag oder zu einer anderen Stiftung geht o.Ä.. Durchaus logisch?
2. Wie ich eben entdeckt habe, ist der Beitrag ausleihbar (gegen Leihgebür) bei der "Körber Stiftung" bei der ich im Rahmen eines Wettbewerbs dissertiert habe. Bedigung ist unter anderem die Abgabe des Copyrights
Datenbank der Körber-Stiftung
Du kannst es auch per E-Mail (
) oder telefonisch (040 / 80 81 92 - 145) bestellen.
Verfasser ist: Robert HERR (wie du dich auch unter
gerne versichern kannst, solltest du das anzweifeln.)
Titel: Die Tradition des 11. September
Wenn du zu faul sein solltest das anzufordern, zu bezahlen oder nachzuprüfen hier der Eintrag:
Autor/in: Robert Herr
Die Tradition des 11. September
Jahr 2003
Nr. 2003-0182, Förderpreis
Der Verf. untersucht die chilenische Emigration nach Deutschland infolge des Militärputsches vom 11. September 1973. Er setzt sich mit den Ursachen der Auswanderung ebenso auseinander wie mit dem anschließenden Leben in Deutschland. Die Grundlage des Beitrags bilden die Gespräche mit zwei Zeitzeugen, an deren Beispiel allgemeine Entwicklungen veranschaulicht werden.
Quellen: Zeitzeugeninterviews, Experteninformationen, Sekundärliteratur, Internetrecherche, Zeitungsartikel, sowie Beiträge aus zeitgenössischen Publikationen
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:14
von Kreittmayr
Original von Oliver von Palm
Und die Menschen noch gleich mit krepieren lassen :rolleyes:?
Das liegt in der Natur von Diktaturen und totalitären Regimes: Unter ihnen ist kein Leben möglich.
Verfasst: Do 7. Jun 2007, 12:49
von Oliver von Palm
Original von Kreittmayr
Das liegt in der Natur von Diktaturen und totalitären Regimes: Unter ihnen ist kein Leben möglich.
Einfach bombardieren hilft also nicht gegen Castro?