Doppel-As
Beiträge: 553
Registriert: Sa 13. Jun 2009, 12:32
Studieren lohnt sich nicht. Ich würde es nicht nochmal tun. Viele Studiengänge haben selbst im besten Fall eine negative Rendite zu verzeichnen, siehe http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD ... ntent.html
Selbst die OECD schafft es nur durch banale Zahlenspielereien, dem Studium noch eine Überrendite anzudichten. So behauptet die OECD, ein deutscher Akademiker hätte auf seine Lebensarbeitszeit gegenüber dem Durchschnittseinkommen einen Vorsprung von (in meinen Augen lächerlichen) 10.000,- Euro an Netto-Mehrentgelt; um hier nun noch einen Sinn im Studium unterstellen zu können, behauptet man dort schlicht, Akademiker würden seltener arbeitslos und das sei 38.000,- Euro wert.
Ein Studium lohnt sich nicht. Es wird überhaupt nur propagandiert, weil die Politschranzen damit eine großangelegte ABM-Maßnahme fahren können.
Selbst die OECD schafft es nur durch banale Zahlenspielereien, dem Studium noch eine Überrendite anzudichten. So behauptet die OECD, ein deutscher Akademiker hätte auf seine Lebensarbeitszeit gegenüber dem Durchschnittseinkommen einen Vorsprung von (in meinen Augen lächerlichen) 10.000,- Euro an Netto-Mehrentgelt; um hier nun noch einen Sinn im Studium unterstellen zu können, behauptet man dort schlicht, Akademiker würden seltener arbeitslos und das sei 38.000,- Euro wert.
Ein Studium lohnt sich nicht. Es wird überhaupt nur propagandiert, weil die Politschranzen damit eine großangelegte ABM-Maßnahme fahren können.
Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit.
Beiträge: 554
Registriert: Mo 8. Okt 2007, 19:58
Wenn man einen ganz allgemeinen Durchschnitt der Geldbilanz macht dann vielleicht nicht oder nur in wenigen Fächern ganz deutlich. Aber: Man hat ja auch verschiedene Lebensabschnitte. Man lebt als Student meist von weniger Geld als jemand, der Vollzeit einem Beruf nachgeht. Aber dafür hat man hinterher (auch meist) mehr Arbeits-Auswahlmöglichkeiten; kann körperlich schwere Arbeiten umgehen, wenn man möchte; verdient ab Berufseinstieg besser und kommt so von der freiwilligen Phase des Studentenlebens in eine oft gut bezahlte Berufsphase, in der man auch noch größere soziale Sicherheit (deutlich geringere Akademiker-Arbeitslosenquote) etc. hat.Original von Richard Stresemann
Studieren lohnt sich nicht.
Es könnte sich aber vielleicht auch unter anderen Gesichtspunkten lohnen: Es könnte teilweise unterhaltsam sein, den Geist auf anregende Weise herausfordern (Befriedigung eines intellektuellen Triebs); man ist zufrieden, wenn man geistige Herausforderungen geschafft hat; die Zeit ist oft (nicht immer) doch relativ lässig im Vergleich zum Berufsleben (Weniger Geld, mehr Freizeit); u.a.Ein Studium lohnt sich nicht.
Das ist sicher mit ein Grund, warum viele Politiker darauf drängen, dass möglichst viele junge Menschen heute Abitur machen sollen.Es wird überhaupt nur propagandiert, weil die Politschranzen damit eine großangelegte ABM-Maßnahme fahren können.
Andere Gründe sind aber vermutlich auch: Es kommt gut an, wenn man "in Bildung investiert". Bildung ist (teiliweise) eine Art weltlicher Heilsbringer geworden. Man erhofft sich davon Wohlstand, Frieden, bessere Menschen. In gewisser Weise auch eine Fortsetzung des Aufklärungsoptimismus.
Idealismus und Realismus sind in der Politik bzw. im Leben ja im Wechselspiel vorhanden.
Ot Hennerk Helfsen
Doppel-As
Beiträge: 553
Registriert: Sa 13. Jun 2009, 12:32
Beiträge: 257
Registriert: Do 5. Nov 2009, 16:32
Beiträge: 1198
Registriert: So 16. Mär 2008, 00:41
Hebelwirkung des FremdkapitalsEine kleine ordnungswidrigkeit und du machst den Laden Dicht, wenn du mein Kapital hast. Ein Gutlaufendes Unternehmen kann eventuell sagen 5000 Oeken naund, aber ich habe nur 4000 Euro Gesamtkapital und wenn man da einmal untendurch ist beginnt das Kredit aufnehmen und das schulden machen.
Christopher Adomeit, MdUP
Unionsminister des Innern und der Justiz
Stellvertreter der Unionskanzlerin
Präsident des Unionsparlaments a.D.
Inselpräsident a.D.
Unionsminister des Innern und der Justiz
Stellvertreter der Unionskanzlerin
Präsident des Unionsparlaments a.D.
Inselpräsident a.D.
Beiträge: 554
Registriert: Mo 8. Okt 2007, 19:58
Das ist ja aber auch eine Frage des Geschmacks bzw. der Neigung und Talente. Wer auf harte oder (von den Fähigkeiten her) anspruchsvolle körperliche Arbeit steht, wird damit bestimmt glücklicher als im Büro. Aber eben auch umgekehrt.Original von Cameron Philips
Einige der glücklichsten Menschen stinken nach ihrer Arbeit wie ein Schwein
Ein Studium sollte für mich vor allem eben dafür da sein, dass ich - mindestens teilweise - später auch geistig herausfordernd und interessant arbeiten kann und ein mittelgutes Einkommen bei noch vorhandener deutlicher Freizeit habe.
Ot Hennerk Helfsen
Beiträge: 1369
Registriert: Mi 10. Jun 2009, 16:33
Eben.Original von Christopher Adomeit
Hebelwirkung des Fremdkapitals
Ich finde es allgemein sehr befremndlich wie scheinbar Selbstverstaendlich es fuer die meisten Leute ist sich zu verschulden. Sicher ist das Geil, da man mit viel mehr Kohle auch viel mehr machen kann. Doch zu welchem Preis ? Um dann 10 Jahre lang seine eigenen Altlasten abzubezahlen.
Zuletzt geändert von Hans Sack am Mo 22. Feb 2010, 01:50, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin Legastheniker und bitte um Verständnis.
Ministerpräsident des Freistaates Freistein.
Bekennender:
Exentriker
Ministerpräsident des Freistaates Freistein.
Bekennender:
Exentriker
Beiträge: 1401
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 10:30
Vielleicht etwas Verspätet, hier mal die Weisheit eines alten Herrn: Ich habe nicht studiert, habe nicht einmal das Abi und habe es bereut. Hier die Gründe:
1. Ich habe als Chemielaborant angefangen und habe nach der Arbeit gestunken wie ein Schwein. wie ein Plastikschwein in der Sonne. Gefüllt mit ranziger Butter. Und war nicht besonders glücklich dabei.
Es hat mich einiges an Mühe gekostet, mich da rauszulavieren.
2. Der Titel: Ich arbeite seit nunmehr zehn Jahren als Unternehmensberater, war CIO bei einem Internet Startup, habe ich einem internationalen Chemiekonzern die Internet-Entwicklung betreut. Trotzdem fragen mich irgendwelche Affen immer wieder nach einem Titel. Vielleicht sollte ich doch mal irgendwas nebenher studieren. Hält ja auch das Hrn fit.
3. Die Mädels. Sind an der Uni einfach hübscher als im Labor.
4. Das Leben. So mit Mittezwanzig, da hatten es meine Kumpels schon nicht schlecht. Weniger Geld, aber mehr Spaß.
Warum nicht studieren?
1. Der Wissensdurst. Den kann man sich auch gezielter stillen. Ich habe in den letzten 15 Jahren drei Diplomarbeiten, zwei Semesterarbeiten geschrieben aus den unterschiedlichsten Wissensbereichen - weil es mich einfach interessiert hat. Dafür muss ich mir nicht das 80% überflüssige und veraltete Bücherwissen antun.
2. Die Profs: *seufz* Ja, ich hatte sogar mit qualifizierten Professoren zu tun. Das waren meist die, die die Uni verlassen hatten um etwas Gescheites zu tun. Der Lehrbetrieb ist nicht unbedingt für jemanden geeignet, der Dinge gerne bewegt. Da muss man schon an ein MPI gehe, damit man mal Spaß hat.
3. Meine Eltern: Ich musste mir das nicht antun "Kind, wir zahlen für Dich, tue mal was dafür".
Gründe, die keine Gründe sind:
1. Das Geld. Des Geldes wegen sollte man seinen Beruf ohnehin nicht auswählen, das macht nicht wirklich glücklich. Und auch ohne Studium kann man gut verdienen, das ist klar.
2. Das Ego. Natürlich kann man sein Ego mit einem "Dr." streicheln und sich furchtab ernst nehmen. Trotzdem doof, wenn man dann ganz viel Mühe da rein stecken muss seine Nachbarn nicht merken zu lassen, dass man als freischaffender Jurist auf 1700 Netto kommt.
1. Ich habe als Chemielaborant angefangen und habe nach der Arbeit gestunken wie ein Schwein. wie ein Plastikschwein in der Sonne. Gefüllt mit ranziger Butter. Und war nicht besonders glücklich dabei.
Es hat mich einiges an Mühe gekostet, mich da rauszulavieren.
2. Der Titel: Ich arbeite seit nunmehr zehn Jahren als Unternehmensberater, war CIO bei einem Internet Startup, habe ich einem internationalen Chemiekonzern die Internet-Entwicklung betreut. Trotzdem fragen mich irgendwelche Affen immer wieder nach einem Titel. Vielleicht sollte ich doch mal irgendwas nebenher studieren. Hält ja auch das Hrn fit.
3. Die Mädels. Sind an der Uni einfach hübscher als im Labor.
4. Das Leben. So mit Mittezwanzig, da hatten es meine Kumpels schon nicht schlecht. Weniger Geld, aber mehr Spaß.
Warum nicht studieren?
1. Der Wissensdurst. Den kann man sich auch gezielter stillen. Ich habe in den letzten 15 Jahren drei Diplomarbeiten, zwei Semesterarbeiten geschrieben aus den unterschiedlichsten Wissensbereichen - weil es mich einfach interessiert hat. Dafür muss ich mir nicht das 80% überflüssige und veraltete Bücherwissen antun.
2. Die Profs: *seufz* Ja, ich hatte sogar mit qualifizierten Professoren zu tun. Das waren meist die, die die Uni verlassen hatten um etwas Gescheites zu tun. Der Lehrbetrieb ist nicht unbedingt für jemanden geeignet, der Dinge gerne bewegt. Da muss man schon an ein MPI gehe, damit man mal Spaß hat.
3. Meine Eltern: Ich musste mir das nicht antun "Kind, wir zahlen für Dich, tue mal was dafür".
Gründe, die keine Gründe sind:
1. Das Geld. Des Geldes wegen sollte man seinen Beruf ohnehin nicht auswählen, das macht nicht wirklich glücklich. Und auch ohne Studium kann man gut verdienen, das ist klar.
2. Das Ego. Natürlich kann man sein Ego mit einem "Dr." streicheln und sich furchtab ernst nehmen. Trotzdem doof, wenn man dann ganz viel Mühe da rein stecken muss seine Nachbarn nicht merken zu lassen, dass man als freischaffender Jurist auf 1700 Netto kommt.
Ehemaliger Bürger der DU
Beiträge: 1599
Registriert: Mo 9. Jul 2007, 22:48
Beiträge: 1401
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 10:30
