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So, erstmal, Scott, Pjotr: Wer hat gesagt, Griechenland sei nicht Teil Europas in geographischer und kultureller Hinsicht? Welches Land hat Europa noch so nachhaltig geprägt wie Griechenland? Hm?
Zweitens: Natürlich kann man Europa nicht klar abgrenzen, aber deshalb braucht es ja eben den Konsens, und der besagt: Am Bospurus und am Ural ist Europa zuende. Sonst könnt ihr am Ende auch China und Indien in die dann wohl Eurasische Union aufnehmen, weil es kein Halten mehr geben wird.
Drittens: Man kann Irland kaum mit der Türkei vergleichen. Irland war auch nicht sehr entwickelt, als es in den 70ern beitrat, das ist richtig. Aber dafür hat Irland auch gerade mal 5 Millionen Einwohner, die Türkei hat 14 mal so viele Einwohner, nämlich über 70 Millionen. Man kann auch den Nahen Osten als Konfliktherd heute kaum mit dem Balkan oder Nordirland vergleichen.
So, und dann zu den Arbeiterhorden: Bei Osteuropa spüren wir das noch nicht, weil die noch keinen unbeschränkten Arbeitsmarktzugang haben. 2011 fallen die letzten Beschränkungen und dann wird es wohl auch anders aussehen. Ich war übrigens auch schon immer gegen die Osterweiterung, höchstens Tschechien und Ungarn hätte man aufnehmen sollen, dann noch Malta und dann hätte Schluss sein müssen (Zypern hätte man wegen des bestehenden Türkeikonfliktes nicht aufnehmen sollen).
Und zum letzten Mal: Es überfordert die EU auch monetär, die Türkei aufzunehmen, weil die so unterentwickelt ist, dass wir auf Jahrzehnte für sie löhnen können.
Zweitens: Natürlich kann man Europa nicht klar abgrenzen, aber deshalb braucht es ja eben den Konsens, und der besagt: Am Bospurus und am Ural ist Europa zuende. Sonst könnt ihr am Ende auch China und Indien in die dann wohl Eurasische Union aufnehmen, weil es kein Halten mehr geben wird.
Drittens: Man kann Irland kaum mit der Türkei vergleichen. Irland war auch nicht sehr entwickelt, als es in den 70ern beitrat, das ist richtig. Aber dafür hat Irland auch gerade mal 5 Millionen Einwohner, die Türkei hat 14 mal so viele Einwohner, nämlich über 70 Millionen. Man kann auch den Nahen Osten als Konfliktherd heute kaum mit dem Balkan oder Nordirland vergleichen.
So, und dann zu den Arbeiterhorden: Bei Osteuropa spüren wir das noch nicht, weil die noch keinen unbeschränkten Arbeitsmarktzugang haben. 2011 fallen die letzten Beschränkungen und dann wird es wohl auch anders aussehen. Ich war übrigens auch schon immer gegen die Osterweiterung, höchstens Tschechien und Ungarn hätte man aufnehmen sollen, dann noch Malta und dann hätte Schluss sein müssen (Zypern hätte man wegen des bestehenden Türkeikonfliktes nicht aufnehmen sollen).
Und zum letzten Mal: Es überfordert die EU auch monetär, die Türkei aufzunehmen, weil die so unterentwickelt ist, dass wir auf Jahrzehnte für sie löhnen können.
Zuletzt geändert von Kathryn Janeway am Di 8. Sep 2009, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
Kathryn Janeway-Palm
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Kannst du jetzt dann mal auf den Tisch legen, wie viele Arbeitsplätze Türken jetzt wegnehmen, und was dann nach einer Erweiterung so an Zahlen prognostiziert wird?
Oder willst du einfach zugeben, dass das ganze einfach nur panikmacherische Hetze ist?
Oder willst du einfach zugeben, dass das ganze einfach nur panikmacherische Hetze ist?
RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
Fachanwalt für Strafrecht
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Registriert: Sa 4. Apr 2009, 20:52
Es geht nicht um Arbeitsplätze, die irgendwer jetzt wegnimmt, es geht um Arbeitsmarktzugang für ein völlig unterentwickeltes Land.Original von pjotr
Kannst du jetzt dann mal auf den Tisch legen, wie viele Arbeitsplätze Türken jetzt wegnehmen, und was dann nach einer Erweiterung so an Zahlen prognostiziert wird?
Oder willst du einfach zugeben, dass das ganze einfach nur panikmacherische Hetze ist?
Kathryn Janeway-Palm
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Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Schon mal überlegt, woher der Knilch kommt, der Dir jedes Jahr am 6. Dezember Südfrüchte in den Stiefel stopft?Original von Kathryn Janeway
So, erstmal, Scott, Pjotr: Wer hat gesagt, Griechenland sei nicht Teil Europas in geographischer und kultureller Hinsicht? Welches Land hat Europa noch so nachhaltig geprägt wie Griechenland? Hm?
Das ist völlig unsinnig. Es geht doch darum, dass die Türkei aufgrund ihrer europäischen Lage ein Interesse am EU-Beitritt hat.Zweitens: Natürlich kann man Europa nicht klar abgrenzen, aber deshalb braucht es ja eben den Konsens, und der besagt: Am Bospurus und am Ural ist Europa zuende. Sonst könnt ihr am Ende auch China und Indien in die dann wohl Eurasische Union aufnehmen, weil es kein Halten mehr geben wird.
Ah ja, es ist größer. Ok, es liegt übrigens auch woanders und heißt sogar anders. Die Leute sprechen auch eine andere Sprache. Ist also nicht vergleichbar, ganz einleuchted.Drittens: Man kann Irland kaum mit der Türkei vergleichen. Irland war auch nicht sehr entwickelt, als es in den 70ern beitrat, das ist richtig. Aber dafür hat Irland auch gerade mal 5 Millionen Einwohner, die Türkei hat 14 mal so viele Einwohner, nämlich über 70 Millionen.
Heute nicht, in der Vergangenheit ja. Und die muss als Maßstab herangezogen werden.Man kann auch den Nahen Osten als Konfliktherd heute kaum mit dem Balkan oder Nordirland vergleichen.
Was ist mit den Italienern? Das sind in mehrfacher Hinsicht die Türken von gestern, was die deutsche Angst vor südländischen Einwanderern angeht.So, und dann zu den Arbeiterhorden: Bei Osteuropa spüren wir das noch nicht, weil die noch keinen unbeschränkten Arbeitsmarktzugang haben. 2011 fallen die letzten Beschränkungen und dann wird es wohl auch anders aussehen.
Kannst Du mir das kurz vorrechnen?Und zum letzten Mal: Es überfordert die EU auch monetär, die Türkei aufzunehmen, weil die so unterentwickelt ist, dass wir auf Jahrzehnte für sie löhnen können.

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Registriert: Sa 23. Mai 2009, 10:12
Viele Polen gehen aber mittlerweile zurück nach Polen und wollen nicht mehr auf deutschen Feldern arbeiten, weil sich der Lebensstandart erhöht hat.
Viele deutsche Bauern haben probleme Leute zu finden.
So ähnlich ist es mit Tscheschien.
Selbst der Lohn in den Niederlanden ist heute teilweise höher als bei uns.
Also das Ausländer hier arbeitsplätze wegnehmen ist Käse.
Allerdings würde ich alle Mittelmeer Staaten in Afrika und die Türkei in ein Boot holen, ohne gleich Mitglied der EU zu werden.
Viele deutsche Bauern haben probleme Leute zu finden.
So ähnlich ist es mit Tscheschien.
Selbst der Lohn in den Niederlanden ist heute teilweise höher als bei uns.
Also das Ausländer hier arbeitsplätze wegnehmen ist Käse.
Allerdings würde ich alle Mittelmeer Staaten in Afrika und die Türkei in ein Boot holen, ohne gleich Mitglied der EU zu werden.
Unionsvorsitz. der RVP
MdUP a.d. (2003)
Senator Katista a.d.
Tel.: 452705882

MdUP a.d. (2003)
Senator Katista a.d.
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Registriert: Sa 4. Apr 2009, 20:52
Ein wunderbarer Artikel aus 2004:
http://www.welt.de/print-welt/article34 ... erkei.html
http://www.welt.de/print-welt/article34 ... erkei.html
Einfache, klare Wahrheiten. So klar, dass sie jedem einleuchten, solange er nicht aus ideologischen Gründen für die Türkei ist.3. Es droht eine Völkerwanderung
In der Europäischen Union herrscht das Prinzip der Freizügigkeit. Jeder darf dort hinziehen, wo es ihm gefällt. Das gilt auch für die Türken als Mitglieder der EU – selbst wenn Brüssel Übergangsfristen von bis zu sieben Jahren wie im Falle Polens einführen sollte. Die Freiheit brächte viele anatolische Bauern auf die Beine. Experten fürchten, dass bis zu drei Millionen Menschen gen Nordwesten ziehen könnten. Etwa 15 Millionen Moslems leben in der EU, allein in Deutschland 2,5 Millionen Türken. Von Ausnahmen abgesehen, ist ihre Integration gescheitert. Eine türkische Masseneinwanderung würde die Probleme nur noch verschärfen.
4. Die Unionsidee wird zerstört
In dem Versuch, Europa aus den Trümmern des Weltkrieges zu führen und es zu einen, lag stets auch die Idee, „eine Art Vereinigte Staaten von Europa“ zu schaffen, wie es Winston Churchill 1946 in seiner Züricher Rede formulierte. Bis heute halten die meisten Mitglieder der EU daran fest. Beleg dafür ist die Umbenennung der „Europäischen Gemeinschaft“ in „Europäische Union“, von der Einführung einer gemeinsamen Währung zu schweigen. Will man den Unionscharakter bewahren, will man die Union vertiefen, ist ein europäisches Wirgefühl vonnöten. Ein EU-Beitritt der Türkei – in 20 Jahren das bevölkerungsreichste Land der EU – brächte die wirklich europäischen Staaten auseinander. Aus diesem Grund sind übrigens die Briten für den Beitritt Ankaras. Sie hoffen, die EU mithilfe der Türkei in eine Freihandelszone zu verwandeln und die politische Vertiefung zu unterlaufen.
5. Die Kosten sind nicht zu bewältigen
Und das in allen Bereichen: finanziell, politisch und in sozialer Hinsicht. Experten verschiedener unabhängiger Institute haben errechnet, dass der Beitritt der Türkei weitaus teurer wäre als die Aufnahme aller zehn neuen Länder am 1..Mai. Nimmt man an, dass Ankara genauso behandelt wird wie jene zehn, hätte es Anspruch auf über 45 Milliarden Euro. Doch damit nicht genug: Der türkische Agrarmarkt – er macht immer noch über 14 Prozent des türkischen Bruttoinlandsproduktes aus – brächte Brüssel und seine Agrarpolitik in schwerste Bedrängnis. Darüber hinaus würde die Türkei als größter Staat innerhalb der europäischen Institutionen den gleichen Rang wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien erhalten. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU erhielte das ärmste Land eine politisch dominierende Rolle.
6. Die EU ist keine karitative Anstalt
Die Entwicklung in der Türkei ist eine innertürkische Angelegenheit. Die Türkei selbst und viele Anhänger eines Beitritts sehen das anders. Sie instrumentalisieren die EU, um eine bestimmte politische Linie im Land durchzusetzen. Die Türkei muss ein Eigeninteresse an Reformen und der Modernisierung haben. Die Türkei muss ihre politischen Hausaufgaben selbst lösen.
7. Das Strategie-Argument zieht nicht
Die Befürworter betonen sinngemäß: Um den Konflikt der Kulturen im Kampf gegen den Terrorismus zu entkrampfen, müsse das EU-Mitglied Türkei als Modell eines verwestlichten, wohlhabenden islamischen Staates auf die moslemisch-arabische Welt ausstrahlen. Dort aber ist Ankara etwa so beliebt wie die Japaner in Korea. Viele Araber haben die Türken als Kolonialmacht noch immer nicht vergessen. Die Türkei ist keine Brücke zwischen Ost und West. Zudem ist für strategische Fragen vor allem die Nato zuständig. Ihr gehören die Türken seit 1949 an.
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8. Die EU kommt in üble Nachbarschaft
Wäre Ankara Mitglied in der EU, stießen Europas Grenzen an die zentralen Konfliktregionen der Erde. Plötzlich wären wir Nachbarn höchst unappetitlicher Regime mit der Neigung zu unberechenbaren Drohgebärden und unglaublichen Potenzialen an Extremisten. Viele Tausend Grenzkilometer müssten streng bewacht werden, um all die Menschen abzuhalten, die aus Asien, der Arabischen Halbinsel, vielleicht sogar aus Afrika über die Türkei nach Europa wollen.
9. Das Beitrittsversprechen ist Legende
Um die Südostflanke der Nato auch wirtschaftlich zu stabilisieren, baten die Amerikaner in der Hochzeit des Kalten Krieges darum, der Türkei wirtschaftlich auf die Beine zu helfen. Aus diesem Grund eröffnete der europäische Klub der sechs in Artikel.28 des Assoziierungsvertrages von 1964 Ankara die prinzipielle Möglichkeit eines Beitritts. Nur war damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gemeint. Ein Beitritt zu einer politischen Union stand nie zur Diskussion. Die Europäer werden nicht wortbrüchig, wenn sie die Türkei nicht als Vollmitglied in die EU integrieren.
10. Es gibt sinnvolle Alternativen
Setzt Ankara seinen Reformkurs fort, wird es auch ohne Vollmitgliedschaft – assoziiertes Mitglied der EU ist es bereits – eine moderne Demokratie werden. Geschützt würde sie im Rahmen der Nato. Darüber hinaus könnten ihr weitere Vorzüge in der Zollunion gewährt werden. Auch ließen sich schon bestehende Hilfsprogramme aufstocken. Die Türkei gehört zu Europas Nachbarn, sie ist Bündnispartner in der Nato. Wo liegt das Problem?
Zuletzt geändert von Kathryn Janeway am Di 8. Sep 2009, 23:20, insgesamt 1-mal geändert.
Kathryn Janeway-Palm
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Es ist natürlich sehr einfach zu sagen, dass alle, die sich für einen Türkei-Beitritt aussprechen quasi ideologisch verblendet sind. Merküwrdig mutet es dann auch noch an mit einem Artikel aus der Welt der Halbwahrheiten des ASV zu argumentieren.
Zuletzt geändert von Sven Wenzel am Di 8. Sep 2009, 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Registriert: Di 20. Mär 2007, 11:33
So war es 2007 und 2008 nachdem die Polen nach UK, Niederlande etc. fuer die Saisonarbeit gehen durften. Im Rahmen der globalen Krise hat sich das wieder geaendert. Im Gegensatz gibt es zu den Polen jetzt auch verstaerkt Konkurrenz aus Rumaenien und Bulgarien, tlw. sogar aus der Ukraine.Original von McBryan
Viele Polen gehen aber mittlerweile zurück nach Polen und wollen nicht mehr auf deutschen Feldern arbeiten, weil sich der Lebensstandart erhöht hat.
Viele deutsche Bauern haben probleme Leute zu finden.
Kann gerne entsprechende Belege suchen, weiss das aber auch aus erster Hand.
Freundlichst,
Dr. h.c. Matt Suchard
Diverses a.D.
Dr. h.c. Matt Suchard
Diverses a.D.
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Registriert: Sa 4. Apr 2009, 20:52
So, und was meinst du, was passiert, wenn die Kassandrarufer Recht behalten und man die Türkei dann nicht mehr loswird? Lieber eine Aufnahme endlich ausschließen. Du machst jedes Argument nieder, das man gegen einen EU-Beitritt anführt. So kann man nicht diskutieren.Original von Montgomery Scott
Der Text ist unter dem Strich so subjektiv und dumpf geschrieben, dass er gut aus einer Kolumne der großen Schwester der WELT stammen könnte. Desweiteren ist er auch nicht besser belegt als Deine Beiträge.
Es ist einfach, jedes Argument abzubügeln und so zu tun, als ob ein Beitritt der Türkei keine negativeren Auswirkungen auf Europa haben würde als der Beitritt anderer Länder.Original von Sven Wenzel
Es ist natürlich sehr einfach zu sagen, dass alle, die sich für einen Türkei-Beitritt aussprechen quasi ideologisch verblendet sind. Merküwrdig mutet es dann auch noch an mit einem Artikel aus der Welt der Halbwahrheiten des ASV zu argumentieren.
Man kann die Türkei eben nicht mit Irland, Italien oder sonst einem EU-Land vergleichen. Selbst wenn sie mal die Kopenhagenkriterien erfüllt, bleibt die Türkei strukturschwach und ein Entwicklungsland.
Kathryn Janeway-Palm
