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Verfasst: Mi 20. Mai 2009, 14:51
von Vanessa Garland
Nein, warum? Wenn Imperia nach Lady Teris Logik zu existieren aufhört, sobald es sich nicht mehr als Kaiserreich sieht, scheint sie logischweise dem absolustischen Staatsbegriff anzuhängen, der Staat und Regent gleichsetzt.

Verfasst: Mi 20. Mai 2009, 19:05
von Johannes Georg Graf von Falkenstein
Was hier wieder für ein Blödsinn verzapft wird.

Herr Schneider, ist Albernia für Sie kein Rechtsstaat? Was spricht gegen einen Kaiser mit ähnlichen Rechten, Pflichten und Aufgaben wie in diesem Land?

Verfasst: Do 21. Mai 2009, 22:09
von Lady Teri Shark
Original von Vanessa Garland
Diese Aussage klingt, als seien Sie Anhängerin des Absolutismus? ?(

In jener Zeit war es in der Tat so, dass man einen Staat allein als das Herrschaftsgebiet seines Regenten sah, und jedwede Nationalität - begründet etwa durch ethnische, sprachliche, religiöse, sittliche u. a. Verbindungen und Gemeinsamkeiten seiner Einwohner bestritt. Staaten waren in ihrer Existenz an den Bestand der sie regierenden Dynastie, oder ggf. die Institution ihrer Krone gebunden. Mit dem Aussterben der Dynastie bzw. dem Erlöschen der Krone, hörte der Staat auf zu existieren.

Man könnte meinen, Sie sähen eben das auf Imperia zukommend, wenn es den überflüssig gewordenen Präfix "Imperial-" aus einigen Bezeichnungen streicht und damit die logische Konsequenz aus dem Ende des Kaisertums zieht.

Sieht man Imperia jedoch als Staat im Sinne der Ideen der Aufklärung, dann bedeutet es keinerlei Bedrohung nicht mehr länger so zu tun, als hätte Imperia einen Kaiser!
Ich lebe in der ältesten modernen Demokratie der Welt, gehöre als gewählte Abgeordnete dem Parlament an und habe mit der albernischen Empire Doctrine als Premierministerin die Demokratie zu einem der Leitprinzipien albernischen Wirkens in der Welt deklariert. Ich glaube, der Vorwurf geht fehl. Meine Äußerung zielte auf die wahrnehmbare Identität Imperias ab. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt, mich dafür entschuldigt und bin inzwischen froh, dass Imperia ein demokratischer Bestandteil der Demokratischen Union ist.

Verfasst: Fr 22. Mai 2009, 12:26
von Michael Schneider
Imperia ist nicht Albernia.
Imperia ist eine Republik.
Und Imperia wird Republik bleiben.

Und ich würde es schätzen, wenn die Abgeordnete aus Albernia sich nicht in die inneren Angelegenheiten und die innere Diskussion der Unionsrepublik Imperia einmischen würde, gleichgültig welche Position sie vertritt, da dies allein Fragen sind die Bürger Imperias betreffen. Es würde sonst der Eindruck entstehen Albernia könnte ein persönliches Interesse daran haben in Imperia monarchistisches Strukturen zu installieren.

Verfasst: Fr 22. Mai 2009, 16:07
von Lady Teri Shark
Original von Michael Schneider
Imperia ist nicht Albernia.
Stellen Sie sich vor, dass habe ich gemerkt.
Imperia ist eine Republik.
Und Imperia wird Republik bleiben.
Auch das sind keine Neuigkeiten für mich, Mister Schneider, und ich habe auch nicht dazu aufgerufen, das zu ändern. Im Gegenteil, wie Sie wüssten, wenn Sie mir zugehört hätten, habe ich gerade gesagt, dass ich froh bin, dass Imperia ein demokratischer Bestandteil der Demokratischen Union ist.

Es wird Zeit, dass Sie Ihre Klischeebilder überprüfen, Herr Unionspräsident.

Verfasst: Sa 23. Mai 2009, 20:20
von Michael Schneider
Lady Teri Shark, ich agiere hier im Rahmen meines Amtes als Unionspräsident. Meine persönliche Meinung hat damit nicht das geringste zu tun. Ich bitte sie das zu respektieren.

Verfasst: So 24. Mai 2009, 01:08
von Klaus Quistorp
Original von Vanessa Garland
Es hat aber Sinn: der lateinische Begriff des "Imperators" hat sich im Laufe der Zeit von seiner ursprünglichen Bedeutung "Feldherr" hin zum "Gebieter" oder schlicht "Kaiser" entwickelt, da die römischen Caesaren (von "Caesar" leitet sich "Kaiser" ab) auch den Oberbefehl über das Heer innehatten.

Den Regierungschef eines Kaiserreiches als "Imperialkanzler" zu bezeichnen ist sprachlich logisch, er ist der "kaiserliche Kanzler" (oder "Kanzler des Kaisers").
Vielen Dank für diese fundierte historisch-philogische Herleitung der Begrifflichkeiten, Frau Garland - sie hat gemischte Erinnerungen an meinen Lateinunterricht heraufbeschworen. ;)

Ergänzen möchte ich, dass man das Präfix "Imperial-" nicht zwangsläufig vom "Imperator"/Kaiser, sondern ebenso auch vom "Imperium" - ursprünglich lat. für "Befehlsgewalt", im späteren Gebrauch häufiger für "Reich" - ableiten kann.

"Imperialkanzler" wäre also ein Synonym für "Reichskanzler". Nun ist es zwar nicht die Regel, dass Republiken sich als Reiche bezeichnen - aber es kommt, historisch-traditionell begründet, durchaus vor. Ebenso verhält es sich in Imperia.

Neben der Traditionskomponente und der Bedeutung der von der Norm abweichenden Titulaturen als Alleinstellungsmerkmal für unser Land - auf die Lady Teri hingewiesen hat - möchte ich noch ein weiteres Argument für die Beibehaltung der gegenwärtigen Titel und Amtsbezeichnungen anführen:

Eine nennenswerte Minderheit der imperianischen Gesellschaft hat sich nach wie vor nicht mit dem Verlust der Eigenständigkeit Imperias und mit dem Ende der Monarchie abgefunden - das haben uns die (gescheiterten) Sezessions- und Restaurationsversuche in den Jahren 2001 und 2007 klar vor Augen geführt. Diesen Teil der Bevölkerung mit der Zugehörigkeit zur Union und der republikanischen Staatsform auszusöhnen kann und wird nicht gelingen, wenn man diese Leute in Bausch und Bogen verdammt und dauerhaft ausgrenzt.

Im Gegenteil: Man muss ihnen Brücken bauen und sie zur konstruktiven Mitwirkung animieren, damit Gegner des Systems sich schließlich langsam zu Trägern des Systems wandeln. Das Festhalten an traditionellen Begrifflichkeiten allein vermag dies natürlich nicht zu leisten - aber es wäre ein Signal: Wir nehmen euch und euere Werte ernst und teilen sie in gewissem Umfang - dieser Staat bietet auch für euch eine akzeptable Grundlage für konstruktives Engagement.

Verfasst: So 24. Mai 2009, 09:58
von Michael Schneider
Herr Quistorp, falsch. Imperia bezeichnet und empfindet sich nicht als Reich, im Gegensatz zu anderen Ländern. Die offizielle Bezeichnung ist "Unionsrepublik Imperia" Und nicht "imperianisches Reich". Daher ist auch der Vergleich zu einem Reichskanzler nicht griffig.

Verfasst: So 24. Mai 2009, 10:06
von Heinrich Julius von Jagonburg
Warum so verbohrt?

Verfasst: So 24. Mai 2009, 10:12
von Robert Cullen
Nun ist die Frage eh hinfällig, da die Volksabastimmung nicht Rechtskräftig ist, da es sich um eine einfache veränderung laut §25 der GO handelt. Insofern, können wir uns hier gerne weiterstreiten.

Scheinbar muss das Herrenhaus darüber abstimmen und nicht, das Volk, wie es mir fälschlicherweise gesagt wurde.

Ich bin immer noch für eine modernisierung, bin aber auch für die Vorschläge der Bürger offen, vielleicht gelingt uns in Konsenz zu finden, der die alten Werte beibehält, aber gleichzeitig ein Schritt nach vorne ist.

Die Volksabstimmung, bzw. die Ergebnisse wird uns zeigen, inwiefern die Bürger eine Veränderung wollen. Ich bin bereit, mich den WÜnschen der Bürger zu beugen, und meinen Antrag gegebenenfalls zu ändern, oder, sollte gar keine Einigung zustande kommen, Ihn fallen zu lassen. Aber das zeigt die Debatte im Herrenhaus. Gleichzeitig hoffe ich aber auch auf ein wenig Kooperation von Seiten meiner Kollegen im Herrenhaus, anstatt nur sich querzustellen.