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Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 08:01
von Wolfgang Müller
Original von Michael Schneider

HA! Das sagen Sie mal den Gesamtschulbefürwortern...
Herr Schneider, Sie reden wieder Bullshit. Gesamtschule bedeutet nicht Gleichmacherei, sondern Gleichberechtigung.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 09:18
von Michael Schneider
Ich bezweifele, dass sie wissen was Gleichberechtigung heißt. Es geht aber um Gleichbefähigung. Und die gibt es nicht, außer man setzt das Niveau extrem niedrig an.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 10:34
von Madonna Ritchie-Ashcraft
Gesamtschulen befürworte ich in keinem Fall! :O

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 15:15
von pjotr
Original von Michael Schneider
HA! Das sagen Sie mal den Gesamtschulbefürwortern...
Im Gegensatz zum dreigliedrigen Schulsystem ist die Gesamtschule ja auch keine Gleichmacherei.
Das gegliederte Schulsystem geht davon aus, dass man Menschen gleichmacherisch in die Kategorien "hervorragend", "durchschnittlich" und "unterdurchschnittlich" einteilen kann.
Die meisten Gesamtschulkonzepte tragen stattdessen jedoch einen pädagogischen Ansatz, der davon ausgeht, dass es nichts nützt, Kinder nach irgendeiner fingierten generellen Intelligenzleistung in Schubladen zu sortieren. Das Gesamtschulsystem geht dagegen davon aus, dass jeder Stärken und Schwächen hat, in denen er gefordert und gefördert gehört.
Einer solchen Förderung tut man aber nicht genüge dadurch, dass man Kinder in Schubladen steckt und in diesen Schubladen dann jegliche Förderung unterlässt. Stattdessen unterrichtet man gemeinsam, nimmmt sich aber mehr Zeit für den einzelnen Schüler.
Außerdem erlernen die Kinder aus heterogenen Klassenverbünden diverse Soft Skills und Analytische Kompetenz.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 15:50
von Michael Schneider
Die einzigen, die Kinder in Schubladen stecken, sind die gesamtschulbefürworter, die nicht kapiert haben dass Hauptschule nicht "unterdurchschnittlich" heißt, sondern besondere Stärke fördert und die Kinder nicht überfordern soll mit Dingen, die sie von den elementaren Dingen des Grundwissens ablenken.

Ich nehme immer wieder mit Verwunderung zur Kenntnis, daß Schüler früher auf der hauptschule keineswegs als unterdurchschnittlich eingeschätzt wurde und aus diesen trotzdem in Berufen, die ihnen zusprachen etwas werden konnten. Heute scheint das ja unmöglich, wenn man das so hört. Wer kein Universitätsstudium hat scheint heute ja schon bei den Linken als unterklassig zu gelten und damit als unterdrückt.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 15:59
von pjotr
Aber worin besteht die Notwendigkeit, Kinder in Schubladen zu stecken? Es ist nachweislich so, dass Kinder aus heterogeneren Klassenverbänden mehr Social Skills und analytische Fähigkeiten ziehen und dass die Durchschnittsleistungen solcher gemischen Klassen besser sind. Außerdem ist es völlig unnütz die Kinder in drei verschiedene Schularten zu stecken, weil individuelle Förderung eben nicht daduch geht, dass wir in drei Kategorien sieben, sondern die Kinder individuell betreuen lassen.

Sie hängen hier einem alten ideologischen Konstrukt aus der Zeit nach als die imperianische Gesellschaft noch dreigegliedert war (Lesen Sie dazu auch mal den barnstorvischen Sozilogen Baudelaire). Heute hat dieses Schulsystem keinerlei Nutzen mehr.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 17:49
von Michael Schneider
Nun ich sehe das nicht so, dass ihre Form erwiesen sei.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 20:29
von pjotr
Original von Michael Schneider
Nun ich sehe das nicht so, dass ihre Form erwiesen sei.
Stimmt, man kann Tatsachen und Forschungsergebnisse auch einfach mit "das sehe ich nicht so" abtun^^

Verfasst: Do 19. Feb 2009, 10:27
von Michael Schneider
Original von pjotr

Stimmt, man kann Tatsachen und Forschungsergebnisse auch einfach mit "das sehe ich nicht so" abtun^^
Dagegen gibt es mindestens ebensoviele gegenteilige Forschungsergebnisse und Tatsachen...

RE: Regionalparteien nicht mehr zu Unionswahlen zulassen

Verfasst: Do 19. Feb 2009, 12:54
von Helen Bont
Original von Antonio Sandro
Im Unionsparlament wird gerade über eine Änderung des Parteiengesetzes diskutiert. Unter anderem soll die Mindestanzahl von 2 auf 3 Mitgliedern erhöht werden.

Prompt kam der Einwurf, dass Regionalparteien dadurch benachteiligt seien. Immerhin würde es in den Ländern noch schwieriger sein entsprechende Mitgliederzahlen zu bekommen.
Da frag ich mich doch, warum eine Regionalpartei in ihrem Unionsland nicht genügend Mitglieder findet, aber dann bei Unionswahlen teilnehmen will? Entweder man findet genügend Mitglieder oder aber die Partei hat den Parteienstatus nicht verdient. In den Parteien soll sich ja die Bevölkerung gruppieren und dann bei der politischen Willensbildung mitwirken. Wenn sich aber nunmal nicht genügend Leute finden, so hat meines Erachtens dieser Vereinigung nicht unbedingt den Parteienstatus verdient.

Da ich im Unionsparlament kein Rederecht habe, möchte ich deswegen den Volksvertretern vorschlagen, auch mal darüber nachzudenken, ob man nicht sagt, dass alle Parteien, die die 3 Mitglieder zusammen bekommen, unionsweite Parteien sind, die auch bei den Unionsparlamentswahlen antreten und die Regionalpartien, die halt keine 3 Mitglieder zusammen bekommen als Regionalparteien wirken und dementsprechend auch nicht ins Parteiregister eingetragen werden müssten. Regionalparteien mit weniger als 3 Mitgliedern können sich problemlos als Vereine organisieren und Landespolitik betreiben.
Was die Erhöhung der Mindestmitgliederzahl angeht, so gibt es in meinen Augen keinen Sinn, wenn man sich die Zielsetzung des Antragsstellers vor Augen führt, nämlich die Zersplitterung des Unionsparlaments zu überwinden, da auch weiterhin Listen von Nicht-Parteien zur Wahl zulässig sind. Warum also eine Regelung einführen, die ohnedies umgangen werden kann?

Was Ihre Argumentation bezüglich Regionalpartei und unsweit tätiger Partei angeht, so ist diese überhaupt nicht nachvollziehbar. Warum soll eine Partei automatisch eine Regionalpartei, nur weil zwei Mitglieder hat? Was ist, wenn zum Beispiel das eine Mitglied in Katistau únd das andere in Roldem wohnt? Das Hauptargument gegen eine Beschränkung der Beteiligung an der Unionsparlamentswahl ist das des Verstoßes gegen ein grundlegendes demokratisches Prinzip, nämlich das der politischen Gleichheit, die allen das Recht der gleichen Teilhabe am politischen Leben und damit auch die Beteiligung an der Legislative, garantiert.