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Verfasst: Mo 9. Feb 2009, 23:17
von Hajo Poppinga
Original von Bodo von Kurzschluss

Dann frage ich mich, was Sie dann in der VU machen, wenn Sie, so wie es aussieht, für den Erhalt des Amtes sind.
Lieber Bodo, die VU verlangt von ihren Mitglieder keinen Kadavergehorsam - wir wollen eine aktive Partei sein, die von der kritischen und konstruktiven innerparteilichen Auseinandersetzung lebt. Dazu gehört auch, daß man über Positionen spricht. Wenn Herr Adomeit einzelne Teile unserer Programmatik ändern möchte, so sprechen wir darüber auf Parteitagen und werden sehen, was dabei herauskommt. Unsere Positionen sind nicht in Granit gemeißelt, wir entwickeln uns, das ist ganz natürlich.

Verfasst: Mo 9. Feb 2009, 23:18
von Christopher Adomeit
Original von Isabelle Corinne de La Fayette

Was ist zuviel: ein Unionspräsident, oder ein 11-köpfiges Parlament und eine Unionsregierung mit 6 Mitgliedern oder mehr?
Dieser Vergleich hinkt! Es ist doch klar, dass Veränderungen am System der Demokratischen Union nicht nur am Amt des Unionspräsidenten vorgenommen werden sollen. Auch andere Personalfragen müssen überdacht werden, aber im Zweifelsfall ist mir ein Unionsparlament mit 11 aktiven Politikern und eine Regierung mit sechs aktiven Politikern lieber als ein Unionspräsident. Die Repräsentativaufgaben können auch anders wahrgenommen werden - nun seien Sie doch mal ehrlich, wer hat das in den letzten Amtzeiten schon so gemacht, wie er es hätte machen sollen? Sean William Connor? Nein. Bodo von Kurzschluss? Nein. Gladstone? Nein. Die Zeit der Unionspräsidenten mit echtem Format ist vorbei - eben deshalb, weil die Kapazitäten andernorts benötigt werden.

Verfasst: Mo 9. Feb 2009, 23:27
von Isabelle Corinne de La Fayette
Original von Christopher Adomeit
Die Repräsentativaufgaben können auch anders wahrgenommen werden - nun seien Sie doch mal ehrlich, wer hat das in den letzten Amtzeiten schon so gemacht, wie er es hätte machen sollen? Sean William Connor? Nein. Bodo von Kurzschluss? Nein. Gladstone? Nein. Die Zeit der Unionspräsidenten mit echtem Format ist vorbei - eben deshalb, weil die Kapazitäten andernorts benötigt werden.
Unterstellen wir der Bequemlichkeit halber es ist wie Sie sagen, und die letzten Unionspräsidenten haben das Amt nicht wirklich adäquat ausgefüllt.

Was war dann mit den letzten Unionskanzlern? Ich habe nur die letzten Tage der Amtszeit des Monsieur Rousseau-Maosn miterlebt. Sie endete mit seiner vernichtenden Niederlage nach nur einer Legislaturperiode. Für seine Vorgängerin - Madame Heidenberg, meines Wissens - fand auch niemand so recht lobende Worte.

Mir scheint, das Problem der Demokratischen Union ist eine generelle Diskrepanz zwischen der Erwartung an die Inhaber bestimmter Ämter und des für diese zur Verfügung stehenden Personals. Ohne Zynismus erwarte ich dass die Abschaffung des Präsidentenamtes absolut keine Verbesserung bringen würde. Im Gegenteil, wahrscheinlich würde im nächsten Schritt dann die Abschaffung des Kanzleramtes gefordert, da auch der Kanzler auf den sich nach Wegfall des Präsidentenamtes alle Aufmerksamkeit konzentrieren würde den Erwartungen nie und nimmer gerecht werden könnte.

Neues Allheilmittel wäre nach Meinung der Reformer vom Dienst dann vielleicht eine Regierungsform, in der es nur noch eine Riege gleichberechtigter vom Parlament oder gleich direkt der Bevölkerung gewählter Minister ohne exponierten Regierungschef gibt, oder sowas. Dem Schwachsinn waren bekanntlich noch nie Grenzen gesetzt.

Verfasst: Mo 9. Feb 2009, 23:34
von Christopher Adomeit
So weit will hier doch keiner gehen, und das aus guten Gründen. Wir sprechen nicht über die Abschaffung des Kanzleramtes und wir sprechen nicht über die generelle Zufriedenheit nach vorher festgelegten Amtskriterien. Zwischen Unionskanzler und Unionspräsident gibt es nun den einen, wesentlichen Unterschied: Der Unionspräsident nimmt eine Repräsentativrolle wahr und muss gerade aus diesen Gründen ganz besonders positiv auftreten und auffallen. Es handelt sich beim Unionspräsidenten nicht um einen Tagespolitiker.

Beim Unionskanzler ist dass doch anders: Hier geht es um konkrete, tagespolitische Fragen, zu denen jeder andere Standpunkte vertritt. Die Kanzlerschaft von Sylvain Rosseau-Mason mag kritisiert werden; sie wird aber nicht unbedingt kritisiert, weil dieser Unionskanzler sich nicht entsprechend verhalten hat, sondern weil es politische Differenzen gibt.

Aber vielleicht ist ja gerade die Vereinigung der Ämter ein Anreiz dafür, Tagespolitik anders, nachhaltiger und hochwertiger zu gestalten. Ich sehe da jedenfalls weitaus mehr Vorteile als Nachteile.

Verfasst: Mo 9. Feb 2009, 23:56
von Isabelle Corinne de La Fayette
Und ich sehe die ganze Diskussion als bloßes Ablenkungsmanöver von der Ermüdung und Einfallslosigkeit der Spitzenpolitiker auf Unionsebene.

Was gäbe es nicht alles zu regeln: von einer aktiven Kontaktpflege auf internationale Ebene und Integration in die Staatengemeinschaft über das Wirtschaftsleben und die soziale Sicherung der Bevölkerung bis hin zum Umweltschutz, Bildungswesen und der verkehrstechnischen Erschließung. All diese fantastischen Gestaltungsmöglichkeiten bleiben brach liegen, weil ein Konsortium müder und abgestumpfter Gestalten es sich in die Dickköpfe gesetzt hat, den bösen Unionspräsidenten abzuschaffen.

Wenn aber die Unionspräsidenten ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen sind, dann sind die Unionskanzler es auch nicht. Streicht man von zwei Posten für die sich keinerlei qualifiziertes Personal findet einen weg, verbessert das die Besetzungsaussichten der verbliebenen Stelle auch nicht.

Man muss kein Orakel sein um voraussehen zu können, dass eine Abschaffung des Unionspräsidenten nichts ändern würde. Das heißt, sie würde nur eines ändern: man bräuchte einen neuen Sündenbock für die eigene Antriebslosigkeit und Abgestumpftheit. Und das würde dann nun mal der Unionskanzler.

Ich biete Ihnen eine Wette um die Ehre an: wird der Unionspräsident abgeschafft, dauert es keine sechs Monate bis die erste Partei oder Liste mit der nächsten Forderung nach dem Umbau der Staatsorganisation antritt. Denne sgeht nicht darum, irgendwelche Probleme zu lösen oder Verbesserungen zu erreichen. Es geht nur darum, die eigene Langeweile und Einfallslosigkeit zu übertünchen.

Verfasst: Di 10. Feb 2009, 07:29
von Gustav von Struve
Das Amt des Unionspräsidenten sollte jemand bekleiden, der nicht nur eine grosse Akzeptanz in der Bevölkerung hat, sondern auch das Amt als das versteht, was es der Verfassung nach eigentlich sein sollte, nämlich überparteilich und vermittelnd.

Welche Persönlichkeiten kämen da ernsthaft in Frage?

Verfasst: Di 10. Feb 2009, 10:25
von SRM
*erwägt eine Kandidatur*

Verfasst: Di 10. Feb 2009, 13:02
von Sean William Connor
Nachdem ich das Amt nun sechs Monate inne gehabt habe, darf ich für mich konstatieren, dass ich nicht mehr antreten werde. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig – es spielen persönliche Überlegungen genauso eine Rolle, wie politische.

Aber anders als Bürger der Demokratischen Union, die das Amt des Unionspräsidenten verklären und glauben, dass die Zeit der „großen Unionspräsidenten“ längst vorbei ist, glaube ich, dass es diese Zeit niemals gegeben hat. Selbst der letzte bürgerliche Präsident, der hier genannt wurde, hat dieses Amt benutzt um sich aus dem politischen Leben zu verabschieden. Die Anforderungen an den Amtsträger sind mitnichten identisch mit dem Respekt, den man ihm entgegenbringt (nicht aufgrund seiner Person, sondern den Respekt, den er aufgrund des Amtes verdient!).

Ich wurde im Amt provoziert, beleidigt und offen herausgefordert. Von aktiven Unionspolitikern, von Mitgliedern der Regierung SRM. Auf der anderen Seite wurde öffentlich Zurückhaltung von mir verlangt. Wie kann man?

Ich warne ausdrücklich und eindringlich davor einen aktiven Bürger der Demokratischen Union auf den Abstellgleis „UNIONSPRÄSIDENT“ zu stellen. Jeden, den wir hier haben wollen, jeden Quer- und Mitdenker brauchen wir auf der aktiven politischen Bühne – nicht im Altenteil der Republik.

Ich persönlich würde der Institution des Unionspräsidenten nicht nach weinen, wenn man sie abschaffen würde.

Verfasst: Di 10. Feb 2009, 14:11
von Fabian Montary
Original von Sean William Connor
Die Anforderungen an den Amtsträger sind mitnichten identisch mit dem Respekt, den man ihm entgegenbringt (nicht aufgrund seiner Person, sondern den Respekt, den er aufgrund des Amtes verdient!).

Ich wurde im Amt provoziert, beleidigt und offen herausgefordert. Von aktiven Unionspolitikern, von Mitgliedern der Regierung SRM.
Erzählen Sie das mal Ihrer Ehefrau. :rolleyes: Diese Furie hat auch nie davor Halt gemacht, insbesondere als meine Person nach dem Rücktritt von Herrn von Kurzschluss das Amt zu verwesen hatte.

Verfasst: Di 10. Feb 2009, 14:15
von Joeli Veitayaki
Original von Sean William Connor
Nachdem ich das Amt nun sechs Monate inne gehabt habe, darf ich für mich konstatieren, dass ich nicht mehr antreten werde. .......

Ich wurde im Amt provoziert, beleidigt und offen herausgefordert. Von aktiven Unionspolitikern, von Mitgliedern der Regierung SRM. Auf der anderen Seite wurde öffentlich Zurückhaltung von mir verlangt. Wie kann man?

......
Teil 1: Hurra
Teil 2: Wer Wind sät, wird Sturm ernten ! Sie haben lang genug gesät !