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Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 21:29
von Konrad Grimm
Original von Kreittmayr
Ich fand seine Siegesrede ganz amüsant, wie er wichtige Stationen der US-Geschichte aufzählt, jedes Mal ruft "Yes We Can", und die Menge ihm unisono "Yes We Can" zurückruft. Fast wie in der Messe. Amen.
"Ich frage Euch: WOLLT IHR DEN TOTALEN..."
Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 23:34
von Jonathan Metternich Hughes
*lol*
Das Obama-Katastrophengerede könnte ich ja verstehen, wenn er einen Erdrutschsieg gewonnen hätte, aber davon kann man ja beim besten Willen nicht reden - nicht einmal ansatzweise, genaugenommen. Wahrscheinlich neigt man auch nur dann dazu, den Enthusiasmus für Obama massiv zu überschätzen, weil man im Fernsehen ja gesehen hat, dass seine Anhänger ihm Zujubeln.
Aha.
Wahrscheinlich war Willy Brandt nach eurer Denke für den amerikanischen Fernsehzuschauer auch ein zweiter Adolf Hitler. Die Leute haben ja gejubelt. Und er hat gewonnen. Und so langweilig wie der Rest der politischen Klasse war er auch nicht.
Na, wenn das mal keine Zeichen waren.

Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 23:50
von Montgomery Scott
Original von Jonathan Metternich
*lol*
Das Obama-Katastrophengerede könnte ich ja verstehen, wenn er einen Erdrutschsieg gewonnen hätte, aber davon kann man ja beim besten Willen nicht reden - nicht einmal ansatzweise, genaugenommen.
Naja, der Sieg ist schon recht deutlich. Obama hat 7 Millionen Stimmen oder 7% mehr als McCain. Zum Vergleich: Bush hat bei seiner ersten Wahl 500.000 Stimmen weniger als Gore und bei seiner Wiederwahl, die im Allgemeinen als deutlich gilt, 3 Millionen mehr als Kerry. Für einen wesentlich deutlichen Wahlausgang muss man schon in die 80er Jahre zurückblicken.
Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 23:55
von Konrad Grimm
Für mich hatte es durchaus etwas sehr beruhigendes, dass McCain nichts desto trotz 22 von 50 Staaten und 46 % der Stimmen gewonnen hat, dass außerdem die Republikanische Partei ihre Filibuster-Minorität im Senat gehalten hat.
Aber, der Blick in die Historie zeigt: Hitler hatte bei seiner Wahl zum Reichskanzler auch nicht mal 40 % der Stimmen für seine NSDAP.
Obama ist nicht Hitler - und Geschichte wiederholt sich nicht. Aber er ist ein äußerst gefährlicher Mann, gerade jetzt. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in der schwersten ökonomischen Krise seit... genau, den Dreißigern stecken. Die Krise ist die Stunde der Exekutive.
Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 23:59
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Zum Vergleich: Bush hat bei seiner ersten Wahl 500.000 Stimmen weniger als Gore und bei seiner Wiederwahl, die im Allgemeinen als deutlich gilt, 3 Millionen mehr als Kerry. Für einen wesentlich deutlichen Wahlausgang muss man schon in die 80er Jahre zurückblicken.
Meine Güte, Clinton hatte acht Millionen Stimmen mehr als Bod Dole, Reagan hatte 17 Millionen Stimmen mehr als Mondale, Nixon hatte bei seiner Wiederwahl 16 Millionen Stimmen Vorsprung...
Verfasst: Do 6. Nov 2008, 00:10
von Montgomery Scott
Genau das sagte ich.
Verfasst: Do 6. Nov 2008, 00:37
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Genau das sagte ich.
Solange sind die Achtziger nun auch nicht her.
Jedenfalls, wenn wir Pech haben - und die Parallelen sind frappierend -, dann wird Obama eine Art Wiedergänger von F. D. Roosevelt. Die Rolle der Achsenmächte würde ich dabei dem Vereinigten Islamischen Kalifat und der Volksrepublik China zuweisen. Rußland, Europa und die USA spielen sich selbst.
Verfasst: Do 6. Nov 2008, 02:30
von Palin Waylan-Majere
Original von Konrad Grimm
Geschichte wiederholt sich nicht.
Original von Konrad Grimm
Jedenfalls, wenn wir Pech haben - und die Parallelen sind frappierend -, dann wird Obama eine Art Wiedergänger von F. D. Roosevelt. Die Rolle der Achsenmächte würde ich dabei dem Vereinigten Islamischen Kalifat und der Volksrepublik China zuweisen. Rußland, Europa und die USA spielen sich selbst.

Verfasst: Do 6. Nov 2008, 07:04
von Matt Suchard
Bzgl. Krieg: Bis auf Carter, der ja nun auch wirklich als politisch sehr "sanfter" und aussenpolitisch zurueckhaltender President gilt, gab es seit Hoover keinen Praesidenten mehr, der nicht seinen kleinen kriegerischen Nachlass in den Geschichtsbuechern hinterlassen hat. Es gehoert halt einfach zum guten Ton.
Das ein Fanatiker, wie Obama es einer ist, sich dem verschliessen will, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das wird schon noch krachen. Egal ob jetzt im Iran, doch noch irgendwann in Nordkorea, Syrien oder gar im immer noch destabilisierten Sudan. Nach dem Wahlgeschenk der Russen (Raketen in Koenigsberg) kann ich mir auch an dieser Front wieder die guten, alten Stellvertreterkriege vorstellen. So ein Geplaenkel Ukraine gegen Belorussland haette doch auch mal was. Dann braeuchten wir nicht nur durch's Fernsehen zuschauen, sondern waeren mittendrin, statt nur dabei.

Verfasst: Do 6. Nov 2008, 09:00
von Damian Fuller
Original von Matt Suchard
Nach dem Wahlgeschenk der Russen (Raketen in Koenigsberg) kann ich mir auch an dieser Front wieder die guten, alten Stellvertreterkriege vorstellen.
Ein (direkter/indirekter) Angriffskrieg gegen Russland wäre - neben seiner moralischen Verwerflichkeit - eine für die USA (und vielleicht die militärisch von ihr geschützten Staaten) eine existenziell bedrohliche Verschwendung von Ressourcen und Menschenleben/Soldaten. Hoffen wir, dass langsam wieder Vernunft in die Außenpolitik der USA kommt und die USA und Russland sich eher annähern.