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Verfasst: Sa 11. Okt 2008, 19:51
von Arthur von Mauerbach
Original von Wolfgang Müller
Ja, dass die Österreicher ein irgendwie komisches Völkschen sind, weiß ich. Ich bin erstaunt, obwohl es ja so nette, harte Gesetze gegen NS-Wiederbetätigung gibt. Die gibts in Deutschland nicht so im Konkreten.
Hatte sich Österreich nicht selbst bis in die 90er als Opfer Deutschlands gesehen?
Da liegst du richtig, bis zum Bekenntnis von Bundespräsident Klestil hat sich Österreich offiziell als "Opfer" dargestellt. So war schon immer die Mentalität des "Alpenlandes". Feige...ohne Rückgrat.
Aber was bringen harte Gesetze gegen Wiederbetätigung wenn die NS-Verbrecher von damals nicht verfolgt werden? Immer wieder tauchen Informationen zu Verbrechern auf, über Aufenthaltsort etc, aber die Gerichte unternehmen nichts. Die Gerichte!!! Es gibt immer irgendeine Ausrede, und wenn einer verfolgt wird (was im seltensten Falle passiert) dann nur äusserst halbherzig.
Unter 80-90 jährigen war Hitler beliebter als beide Großparteien jetzt zusammen. Die wollen doch gar nichts über Judenvernichtung hören, hauptsache denen gings gut.
Und noch dazu kommt dass Österreich ein Einwanderungsland ist, in Wien zB fühlt man sich in manchen Bezirken als Österreicher sogar fremd. DAS gekoppelt mit der Geschichte des Landes ist praktisch eine tickende Zeitbombe.
Verfasst: Sa 11. Okt 2008, 19:55
von Lady Enigma
Na schön, wie ihr euch hier mit der Politik und der Mentalität auskennt.
Was ihr sagt, ist nur nach TAZ-Ideologie richtig.
Begreift es, weder FPÖ noch BZÖ sind Parteien a la NPD.
Verfasst: Sa 11. Okt 2008, 19:59
von Arthur von Mauerbach
Original von Lady Enigma
Was ihr sagt, ist nur nach TAZ-Ideologie richtig.
Begreift es, weder FPÖ noch BZÖ sind Parteien a la NPD.
Müsstest du mir genauer erläutern, ich bin mit der NPD nicht ganz so vertraut.
Verfasst: Sa 11. Okt 2008, 20:04
von Wolfgang Müller
Original von Lady Enigma
Na schön, wie ihr euch hier mit der Politik und der Mentalität auskennt.
Was ihr sagt, ist nur nach TAZ-Ideologie richtig.
Begreift es, weder FPÖ noch BZÖ sind Parteien a la NPD.
Nö, behaupte ich nicht. NPD ist nationalsozialistisch, die FPÖ und BZÖ dagegen ist nationalistisch-ausländerfeindlich, genauso wie die deutschen Republikaner.
Verfasst: Sa 11. Okt 2008, 20:10
von Lady Enigma
Tja, werde ich nicht. Ein Fall für Selbststudium.
Was unseren Streit angeht, vergessen wir das. Nur , ich arbeite derzeit auf dem Bau, da magst Du meine Reaktion verstehen.
Verfasst: Sa 11. Okt 2008, 20:30
von Lady Enigma
Original von Wolfgang Müller
Nö, behaupte ich nicht. NPD ist nationalsozialistisch, die FPÖ und BZÖ dagegen ist nationalistisch-ausländerfeindlich, genauso wie die deutschen Republikaner.
Und genau das stimmt nicht.Die Ausländerfeindlichkeit bezieht sich lediglich auf Integrationsunwillige und Kriminelle.
Und man sagt, daß österreichisches Geld ersmal für Österreicher sein soll. Na und? Hier hat man sich die Hoheit über die Begriffsbedeutung nicht von den Linken entwinden lassen, daher versteht man in Deutschland vieles anders , als es hier gemeint wird.
Und noch was. Hier denken die Konservativen und auch die "Nationalisten" noch kukanisch, also in Begriffen eines Vielvölkerstaates. Ich kenn in Wien einen Moslem, der aktiv in der FPÖ ist. Kommt aus Bosnien, Flüchtlingskind, gut ausgebildet. Guter Steuerzahler.Niemand hat damit Probleme. Kein Einzelfall.
Verfasst: So 12. Okt 2008, 09:07
von Oliver von Palm
Wenn wir hier schon von Bildung reden: Der Schröder Gerd war erst Hilfsarbeiter, bevor der sein Jurastudium begann und dann irgendwann Kanzler wurde.
Verfasst: So 12. Okt 2008, 09:12
von Oliver von Palm
Original von Lady Enigma
Und genau das stimmt nicht.Die Ausländerfeindlichkeit bezieht sich lediglich auf Integrationsunwillige und Kriminelle.
Und man sagt, daß österreichisches Geld ersmal für Österreicher sein soll. Na und? Hier hat man sich die Hoheit über die Begriffsbedeutung nicht von den Linken entwinden lassen, daher versteht man in Deutschland vieles anders , als es hier gemeint wird.
Und noch was. Hier denken die Konservativen und auch die "Nationalisten" noch kukanisch, also in Begriffen eines Vielvölkerstaates. Ich kenn in Wien einen Moslem, der aktiv in der FPÖ ist. Kommt aus Bosnien, Flüchtlingskind, gut ausgebildet. Guter Steuerzahler.Niemand hat damit Probleme. Kein Einzelfall.
Bevor jemand jetzt was sagt: Ja, ich weiß, dass das ein Widerspruch zu meinen Islamthesen ist, aber nicht alle Ausländer sind Muslime

:
Wenn man die Worte "Ausländer" und "Integrationsundwille" und "Kriminell" stets miteinander verbunden äußert, entsteht der Eindruck, die Ausländer seien alle samt und sonders integrationsunwillig oder kriminell. Das weiß auch die FPÖ, das weiß das BZÖ. Das wusste Haider, das weiß der Strache. Es wird ein diffuses Bedrohungsbild aufgebaut, das ist auch so gewollt. Die "Argumente" die auch Enigma hier bringt sind dann natürlich das Alibi, mit denen diese Leute sich aus ihrer Ausländerfeindlickeit herausreden können.
Verfasst: So 12. Okt 2008, 09:15
von Oliver von Palm
Original von Albert von Mauerbach
Da liegst du richtig, bis zum Bekenntnis von Bundespräsident Klestil hat sich Österreich offiziell als "Opfer" dargestellt. So war schon immer die Mentalität des "Alpenlandes". Feige...ohne Rückgrat.
Aber was bringen harte Gesetze gegen Wiederbetätigung wenn die NS-Verbrecher von damals nicht verfolgt werden? Immer wieder tauchen Informationen zu Verbrechern auf, über Aufenthaltsort etc, aber die Gerichte unternehmen nichts. Die Gerichte!!! Es gibt immer irgendeine Ausrede, und wenn einer verfolgt wird (was im seltensten Falle passiert) dann nur äusserst halbherzig.
Unter 80-90 jährigen war Hitler beliebter als beide Großparteien jetzt zusammen. Die wollen doch gar nichts über Judenvernichtung hören, hauptsache denen gings gut.
Und noch dazu kommt dass Österreich ein Einwanderungsland ist, in Wien zB fühlt man sich in manchen Bezirken als Österreicher sogar fremd. DAS gekoppelt mit der Geschichte des Landes ist praktisch eine tickende Zeitbombe.
Ich las mal in einem Buch, dass die Österreicher in der Zeit nach dem "Anschluss" wesentlich begeistetere Nazis waren als die normalen Deutschen. Die einzigen, die noch extremer waren, waren die Sudetendeutschen.
Verfasst: So 12. Okt 2008, 10:48
von Palin Waylan-Majere
Original von Oliver von Palm
Wenn man die Worte "Ausländer" und "Integrationsundwille" und "Kriminell" stets miteinander verbunden äußert, entsteht der Eindruck, die Ausländer seien alle samt und sonders integrationsunwillig oder kriminell. Das weiß auch die FPÖ, das weiß das BZÖ. Das wusste Haider, das weiß der Strache. Es wird ein diffuses Bedrohungsbild aufgebaut, das ist auch so gewollt. Die "Argumente" die auch Enigma hier bringt sind dann natürlich das Alibi, mit denen diese Leute sich aus ihrer Ausländerfeindlickeit herausreden können.
Was geht denn mit dir? Endlich mal an die frische Luft gekommen?
